Landesportal Schleswig-Holstein

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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Allgemeines

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Welche Regelungen gibt es für den Aufenthalt im öffentlichen und privaten Raum?

Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushaltes sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Das Abstandsgebot von 1,5 Meter ist einzuhalten, wo immer dies möglich ist. Dies gilt für alle Tätigkeiten in der Öffentlichkeit, z.B. Einkaufen oder Spazierengehen. Es gilt, Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushaltes nach Möglichkeit auf ein Minimum zu reduzieren.

Es gelten folgende Regeln:

  • Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen Raum sind nur mit den Angehörigen des eigenen und eines weiteren Hausstandes zu einem gemeinsamen privaten Zweck erlaubt. Maximal dürfen daran zehn Personen teilnehmen. Treffen im privaten Raum sind mit bis zu 10 Personen aus mehr als zwei Haushalten zulässig (Kontaktverbot!), von dieser maximalen Personenzahl sollte möglichst kein Gebrauch gemacht werden. Kinder zählen als vollwertige Personen mit, sie sind also von der 10-Personen-Regel nicht ausgenommen. Die Zahl der Kontakte sollte immer und überall auf das zwingend erforderliche Maß begrenzt werden. Diese zehn Personen müssen nicht miteinander verwandt sein. Mit dem Begriff "zu einem gemeinsamen privaten Zweck" wird klargestellt, dass sich die Personen bewusst entscheiden, sich als Gruppe zu treffen.

Gelten diese Regelungen auch für Zusammenkünfte an den Weihnachtsfeiertagen?

Ja, es sollen die gleichen Regeln wie zurzeit gelten: Auch an den Weihnachtsfeiertagen dürfen sich in Schleswig-Holstein demnach im öffentlichen Raum maximal zehn Personen aus zwei Haushalten und im privaten Raum maximal zehn Personen aus mehr als zwei Haushalten treffen. Kinder zählen dabei wie bisher auch als vollwertige Personen. Im Gegensatz zu den anderen Bundesländern hält Schleswig-Holstein im Dezember an seiner Regelung fest, da sich diese im Verlauf der Pandemie bewährt hat und aufgrund der zurzeit hohen Infektionszahlen keine erneuten Lockerungen für Zusammenkünfte an den Weihnachtsfeiertagen angezeigt sind. Auch an den Weihnachtsfeiertagen gilt, dass von der maximal zulässigen Personenzahl bei privaten Zusammenkünften möglichst kein Gebrauch gemacht werden sollte.

Das Abstandsgebot sollte nach Möglichkeit auch bei Zusammenkünften im privaten und öffentlichen Raum eingehalten werden.

Wie viele Menschen haben sich in Schleswig-Holstein angesteckt?

Die aktuellen Zahlen finden sich in den Positivmeldungen der Kreise und kreisfreien Städte.

Was ist die verfassungsmäßige Grundlage für die Vorkehrungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2? Verordnung und Erlasse im Wortlaut.

Die aktuelle Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Daher hat die Landesregierung zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger weitreichende Regelungen beschlossen. Diese werden laufend geprüft und bei Bedarf weiter angepasst. Die Regierung steht im Augenblick in einem täglichen Austausch mit Gesundheitsämtern vor Ort, dem Robert-Koch-Institut, der Bundesregierung und den kommunalen Vertretern, um über die Verhältnismäßigkeit der beschlossenen Regelungen zu beraten.

Das Infektionsschutzgesetz erlaubt zur Bekämpfung von Epidemien weitreichende Eingriffe in die Grundrechte. Es legt fest, dass in Deutschland in erster Linie die Länder und Kommunen für die Beobachtung und Bekämpfung ansteckender Krankheiten verantwortlich sind. Diese Verantwortung nehmen die Landesregierung, die Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein wahr, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und eine Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen. 

Die Regelungen sind in mehreren Verordnungen und Erlassen festgelegt. Bis wann die aktuellen Regelungen gültig sind, steht im jeweiligen Dokument.

Zu den Dokumenten

Veranstaltungen

Infos zu Veranstaltungen und Versammlungen finden Sie hier.

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Busse und Bahnen sind ein wichtiger Infrastrukturbereich und systemrelevant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, da diese die notwendige Beförderung sicherstellen (z. B. Weg zur Arbeit, Weg zum Arzt). Die Verkehrsbetriebe treffen Maßnahmen, um im ÖPNV das Infektionsrisiko zu minimieren. Bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs einschließlich Taxen oder vergleichbarer Transportangebote haben Kunden eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. (Weitere Informationen siehe "Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr")

Wichtige Fragen und Antworten zum Nahverkehr finden Sie auf der Webseite der NAH.SH (https://www.nah.sh/de/themen/neuigkeiten/hinweise-zu-corona/)

Habe ich Anspruch auf Schadensersatz von Bahnfahrkarten?

Leider bestehen keine Ansprüche auf Schadensersatz von Bahnfahrkarten, die aufgrund des touristischen Einreiseverbots nicht in Anspruch genommen wurden. Beim Einreiseverbot handelte es sich um eine rechtmäßige Maßnahme nach dem Infektionsschutzgesetz zur Bekämpfung einer Pandemie. Eine Entschädigung wäre lediglich in eingeschränktem Rahmen möglich gem. § 56 IfSG für Personen in Quarantäne oder mit Tätigkeitsverbot. Wenn das nicht gegeben ist, kommt eine Entschädigungsleistung durch das Land leider nicht in Betracht.

Welche Bedingungen gelten bei privaten Umzügen?

Umzüge sind nicht untersagt und können stattfinden, sofern dies nicht vermeidbar ist.

Beim Umzugsgeschehen – privat organisiert – ist dies mit bis zu 10 Personen zulässig, es sollten  jedoch nachstehende Regeln beachtet werden:

  • Abstand von 1,5 Meter einhalten, soweit es möglich ist.
  • regelmäßiges Händewaschen
  • keine Menschenansammlung auf der Straße
  • keine Umzugsparty
  • die Zahl der Helfer auf ein Minimum reduzieren.
  • Das Betreten des öffentlichen Raums (Straße direkt vor dem Haus) ist zum Be- und Endladen eines Umzugstransporters in diesem Fall auch für Personen aus mehr als zwei Haushalten zulässig, am Umzug insgesamt dürfen jedoch maximal 10 Personen beteiligt sein.

Gibt es Regelungen für religiöse Zusammenkünfte, Gottesdienste, Gebete oder Messen?

Sämtliche rituelle Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind bei einem entsprechenden Hygienekonzept gestattet. Es gelten folgende Anforderungen:

  • Es dürfen maximal 100 Personen teilnehmen. Für mehr Teilnehmer:innen ist eine Genehmigung des zuständigen Gesundheitsamtes erforderlich.
  • Einhaltung des Abstandsgebotes und der Husten- und Niesetikette ist sicherzustellen
  • Möglichkeiten zum Waschen oder Desinfizieren der Hände

  • An allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge

  • Die Kontaktdaten (Erhebungsdatum und -uhrzeit, Vor- und Nachname, Anschrift, sowie, soweit vorhanden, Telefonnummer oder E-Mail-Adresse) der Teilnehmenden sind zu erheben, für einen Zeitraum von vier Wochen aufzubewahren und dann zu vernichten.

  • In geschlossenen Räumen finden keine Aktivitäten mit einer erhöhten Freisetzung von Tröpfchen statt, namentlich gemeinsames Singen (Ausnahme sind Solodarbietungen oder Darbietungen von Berufsmusikern unter Auflagen). Der Gemeindegesang im Gottesdienst bleibt unzulässig, da es sich bei den anwesenden Personen nicht um einen gleichbleibenden Personenkreis handelt.

  • Personen mit Krankheitssymptomen sollten nicht an der Zusammenkunft teilnehmen dürfen. Körperkontakt zwischen den Besuchern und auch bei zeremoniellen Handlungen (zum Beispiel Küssen und Berühren von Gegenständen) darf nicht stattfinden. Auch beim Bußsakrament sind die Abstands- und Hygieneregeln einzuhalten. Die Teilnehmenden am Gottesdienst bereiten sich zu Hause so weit wie möglich vor (unter anderem rituelle Waschungen) und bringen alles selbst mit, was für eine gemeinsame Religionsausübung notwendig ist (zum Beispiel Gebetsschal, Gesangbuch, Koran, Gebetsteppich).

  • Bei der Bereitstellung von Toiletten ist zu gewährleisten, dass enge Begegnungen vermieden werden und Möglichkeiten zur Durchführung der Händehygiene leicht erreichbar sind. Es ist ein Hygienekonzept zu erstellen.

Für Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen gelten die Vorgaben entsprechend.

Wohin kann ich mich wenden, wenn ich wegen der Coronavirus-Pandemie Beratung und Unterstützung brauche?

Die Einschränkungen oder sogar die häusliche Isolation aufgrund der Corona-Situation können zu zusätzlichem Stress und Problemen führen, die im schlimmsten Fall in Gewalt enden können. Für solche Situationen gibt es unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsangebote, die auch jetzt erreichbar sind und unterstützen können. Informationen sind zum Beispiel bei pro familia zu finden.

Frauenberatungsstellen in Schleswig-Holstein

Angebote für Männer bietet z. B. Männerberatungsnetz.de.

Hier gibt es ein "Survival-Kit für Männer unter Druck" in unterschiedlichen Sprachen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie