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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Allgemeines

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Welche Regelungen gibt es für den Aufenthalt im öffentlichen und privaten Raum?

Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushaltes sind auf ein absolut nötiges Minimum zu reduzieren. Das Abstandsgebot von 1,5 Meter ist einzuhalten, wo immer dies möglich ist. Dies gilt für alle Tätigkeiten in der Öffentlichkeit, z.B. Einkaufen oder Spazierengehen. Es gilt, Kontakte zu anderen Personen als den Angehörigen des eigenen Haushaltes nach Möglichkeit auf ein Minimum zu reduzieren. Das oberste Ziel ist eine Reduzierung aller nicht notwendigen Kontakte, um die Infektionszahlen zu senken und das Gesundheitssystem in der Pandemie zu entlasten.

Es gelten folgende Regeln:

Für Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen und im privaten Raum gelten grundsätzlich die gleichen Regeln. Abweichungen können jedoch kreis- oder städteweise abhängig von der Entwicklung der regionalen Inzidenz festgelegt werden (s.u.). Grundsätzlich dürfen sich im öffentlichen und im privaten Raum (privater Raum meint die eigene Wohnung oder das eigene Haus einschließlich Garten) nur Personen aus höchstens zwei Haushalten treffen. Dabei gilt bei Treffen zweier Haushalte grundsätzlich eine Obergrenze von fünf Personen, wobei Kinder unter 14 Jahren, die den Haushalten angehören, nicht mitzählen. Bei Treffen zweier Haushalte zählen also immer nur die Personen, die über 13 Jahre alt sind (alle Personen, die daran teilnehmen, müssen aber den beiden Haushalten angehören; zusätzliche haushaltsfremde Kinder unter 14 Jahren sind also nicht erlaubt). Soweit nur ein Hausstand betroffen ist, gibt es keine Obergrenze. Besteht ein Haushalt bereits aus mehr als fünf Personen, so darf sich dieser nur mit einer weiteren Person eines anderen Haushaltes treffen (auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit). Es spielt keine Rolle, wo die Zusammenkunft stattfindet. Paare gelten als ein Haushalt, auch wenn sie nicht zusammenwohnen. Mit Paaren sind zwei Personen gemeint, zwischen denen eine auf für eine gewisse Dauer angelegte Liebes- oder Lebensbeziehung besteht. Notwendige Begleitpersonen von Personen, die über einen Ausweis für schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen B, H, Bl, Gl oder TBl verfügen, sind bei den Beschränkungen für Ansammlungen und Zusammenkünfte nicht zu berücksichtigen.

Beispiele:

  • 6-Personen-Haushalt + 1 weitere Person: erlaubt
  • 2-Personen-Haushalt + 3-Personen-Haushalt: erlaubt
  • 4-Personen Haushalt + 2-Personen-Haushalt: nur erlaubt, wenn mindestens eine Person unter 14 Jahre alt ist, ansonsten nicht möglich
  • 1 Paar (2 Personen, die nicht in einem Haushalt zusammenleben) + 1 Paar (2 Personen, die nicht in einem Haushalt zusammenleben): erlaubt, da Paare als ein Haushalt gelten, auch wenn sie nicht zusammenwohnen.
  • 1-Personen-Haushalt + 1-Personen-Haushalt + 1-Personen-Haushalt: nicht möglich (auch dann nicht, wenn die Personen unter 14 Jahre alt sind)

Wichtig zu beachten ist: Aus Gründen des Infektionsschutzes sollte von der Möglichkeit privater Treffen jedoch möglichst kein Gebrauch gemacht werden. Es gilt, Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum zu reduzieren und Zusammenkünfte immer auf ihre Erforderlichkeit hin zu prüfen. Jeder nicht notwendige Kontakt bedeutet ein zusätzliches Ansteckungsrisiko und ist damit nach Möglichkeit zu vermeiden.

Von diesen Regelungen kann auf Ebene der Kreise oder kreisfreien Städte begründet aufgrund eines höheren regionalen Infektionsgeschehens in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium auf dem Wege von sogenannten Allgemeinverfügungen abgewichen und regional begrenzt verschärfte Maßnahmen erlassen werden. Darüber informieren die Kreise und kreisfreien Städte in eigener Zuständigkeit.

Wird der Schwellenwert in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen zur wöchentlichen Lagebewertung am Mittwoch erreicht oder überschritten oder liegt kein nahezu vollständig eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vor, gelten in diesen Kreisen bzw. kreisfreien Städten für Ansammlungen und Zusammenkünfte im öffentlichen und privaten Raum strengere Regeln. Dort dürfen sich Personen eines gemeinsamen Haushaltes nur mit einer weiteren Person treffen. Kinder unter 14 Jahren der jeweiligen Haushalte zählen dabei nicht mit. Für Treffen von Personen eines gemeinsamen Haushaltes gibt es keine Obergrenze.


Beispiele:

  • 6-Personen-Haushalt alleine: OK.
  • 6-Personen-Haushalt+1 Person mit Kind unter 14 Jahren, das im gleichen Haushalt lebt: OK.
  • 2-Personen-Haushalt+2-Personen-Haushalt (alle Personen sind älter als 13 Jahre): nicht möglich.

Notwendige Begleitpersonen von Personen, die über einen Ausweis für schwerbehinderte Menschen mit dem Merkzeichen B, H, Bl, Gl oder TBl verfügen, sind bei den Beschränkungen für Ansammlungen und Zusammenkünfte nicht zu berücksichtigen.

Eine Ausnahme gibt es für die Betreuung von Kindern unter 14 Jahren als Haushaltsangehörige ihrer Erziehungs- und Umgangsberechtigten oder für pflegebedürftige Personen. Diese bezieht sich jedoch lediglich auf die notwendige Betreuung dieser Personen. Dafür darf ein Haushalt auch mit mehr als einer haushaltsfremden Person zusammenkommen. Zwei Haushalte (das sollten nach Möglichkeit immer die gleichen sein) können also die Betreuung ihrer Kinder gemeinsam sicherstellen. Der zweite Haushalt muss dabei nicht auf eine Person begrenzt sein. Auf diese Möglichkeit kann zum Beispiel zurückgegriffen werden, wenn im Rahmen der Nachbarschaftshilfe mehrere Kinder eines Haushaltes im Haushalt der Nachbarin oder des Nachbarn betreut werden. Nicht möglich sind dagegen private Treffen von mehreren Erwachsenen zweier Haushalte, bei denen sie von ihren Kindern begleitet werden.

Wie viele Menschen haben sich in Schleswig-Holstein angesteckt?

Die aktuellen Zahlen finden sich in den Positivmeldungen der Kreise und kreisfreien Städte.

Die aktuellen Belegungszahlen der Intensivstationen finden Sie im DIVI-Intensivregister.

Was ist die verfassungsmäßige Grundlage für die Vorkehrungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2? Verordnung und Erlasse im Wortlaut.

Die aktuelle Situation stellt uns alle vor große Herausforderungen. Daher hat die Landesregierung zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger weitreichende Regelungen beschlossen. Diese werden laufend geprüft und bei Bedarf weiter angepasst. Die Regierung steht im Augenblick in einem täglichen Austausch mit Gesundheitsämtern vor Ort, dem Robert-Koch-Institut, der Bundesregierung und den kommunalen Vertretern, um über die Verhältnismäßigkeit der beschlossenen Regelungen zu beraten.

Das Infektionsschutzgesetz erlaubt zur Bekämpfung von Epidemien weitreichende Eingriffe in die Grundrechte. Es legt fest, dass in Deutschland in erster Linie die Länder und Kommunen für die Beobachtung und Bekämpfung ansteckender Krankheiten verantwortlich sind. Diese Verantwortung nehmen die Landesregierung, die Kreise und kreisfreien Städte in Schleswig-Holstein wahr, um die Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger zu schützen und eine Ausbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 einzudämmen. 

Die Regelungen sind in mehreren Verordnungen und Erlassen festgelegt. Bis wann die aktuellen Regelungen gültig sind, steht im jeweiligen Dokument.

Zu den Dokumenten

Welche Regeln gelten in den Kreisen?

Abhängig vom Infektionsgeschehen gelten in den Kreisen und kreisfreien Städten unterschiedliche Corona-Regeln. Die Landesregierung entscheidet wöchentlich über das weitere Vorgehen in Schulen, Kitas, Krippen, Horten und im Einzelhandel. In welchen Kreisen oder kreisfreien Städten die bestehenden Regelungen gelockert oder verschärft werden müssen, ist abhängig von den jeweiligen Inzidenzwerten.

Die entsprechenden Vorschriften werden von den betroffenen Kreisen und kreisfreien Städten per Allgemeinverfügungen geregelt und treten in der Regel am Montag der Folgewoche in Kraft, in Einzelfällen auch früher. Die Allgemeinverfügungen werden ab Montag der Folgewoche aufgehoben, wenn der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in der laufenden Woche an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird.

Übersicht über die Regelungen in den Kreisen

Inzidenz über 50

Wird der Schwellenwert in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt von 50 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen zur wöchentlichen Lagebewertung am Mittwoch erreicht oder überschritten oder liegt kein nahezu vollständig eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vor, gelten in diesen Kreisen und kreisfreien Städten für den Einzelhandel und für Freizeit- und Kultureinrichtungen abweichende Regelungen, die ebenfalls in Allgemeinverfügungen durch die Kreise bzw. kreisfreien Städte zeitlich befristet auf Grundlage eines entsprechenden Erlasses des Gesundheitsministeriums festgeschrieben werden. Die Allgemeinverfügungen sind grundsätzlich jeweils am Montag in Kraft zu setzen und für eine Woche zu befristen. Die Allgemeinverfügungen werden ab Montag der Folgewoche aufgehoben, wenn der Schwellenwert von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern in der laufenden Woche an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird.

Erlass über "Ergänzende Maßnahmen bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 50 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern"

Inzidenz über 100

Wird der Schwellenwert von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen zur wöchentlichen Lagebewertung am Mittwoch erreicht oder überschritten oder liegt kein nahezu vollständig eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vor, gelten in diesen Kreisen bzw. kreisfreien Städten abweichende Regelungen, die ebenfalls in Allgemeinverfügungen durch die Kreise bzw. kreisfreien Städte zeitlich befristet festgeschrieben werden. Die abweichenden Regelungen umfassen u.a. strengere Kontaktbeschränkungen, eine Schließung von Teilen des Einzelhandels, die Schließung der Innenbereiche von Freizeit- und Kultureinrichtungen sowie ein Betretungsverbot von Kindertageseinrichtungen. Die Allgemeinverfügungen sind grundsätzlich jeweils am Montag in Kraft zu setzen und für eine Woche zu befristen. Ist der darauffolgende Montag ein gesetzlicher Feiertag, ist in der Allgemeinverfügung von vornherein dieser Feiertag mit einzubeziehen. Die Befristung auf eine Woche gilt auch dann, wenn im Laufe der Woche der Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen an drei aufeinander folgenden Tagen unterschritten wird. Aufgrund der Infektionsdynamik kann der jeweilige Kreis oder die kreisfreie Stadt in Abstimmung mit dem Gesundheitsministerium die Maßnahmen auch kurzfristiger veranlassen. Sollte erst in der zweiten Wochenhälfte der Schwellenwert unterschritten werden und am Tag der Lagebewertung für die Folgewoche ein Schwellenwert von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner:innen aber noch erreicht oder überschritten sein, ist die Allgemeinverfügung auch in der Folgewoche aufrecht zu erhalten.

Erlass über "Ergänzende Maßnahmen bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern"

Welche Freizeiteinrichtungen sind zurzeit geschlossen? Welche bleiben geöffnet?

Einzelhandel und Dienstleistungen

Gibt es Projekte, bei denen abweichende Regelungen von der Coronavirus-Schutzverordnung gelten und Öffnungsschritte untersucht werden sollen?

Ja, dabei handelt es sich um zeitlich befristete und räumlich abgrenzbare Modellprojekte in ausgewählten Regionen zum Beispiel aus den Bereichen Kultur, Sport oder Tourismus. Bei diesen Modellprojekten geht es darum, mit strengen Schutzmaßnahmen und einem Testkonzept einzelne Bereiche des öffentlichen Lebens zu öffnen, um die Umsetzbarkeit von Öffnungsschritten unter Nutzung eines konsequenten Testregimes zu untersuchen. Diese Modellprojekte können die zuständigen Behörden zulassen, soweit die fachlich zuständige oberste Landesbehörde dem Modellprojekt zugestimmt hat und es zeitnah wissenschaftlich ausgewertet wird. Zentrale Bedingungen dabei sind lückenlose negative Testergebnisse als Zugangskriterium, IT-gestützte Prozesse zur Kontaktverfolgung und gegebenenfalls auch zum Testnachweis, räumliche Abgrenzbarkeit auf der kommunalen Ebene, eine enge Rückkopplung über das zuständige Gesundheitsamt, welches zuvor das Modellprojekt genehmigt hat, und klare Abbruchkriterien im Misserfolgsfalle.

Werden in einer Region Einschränkungen aufgrund des 100er-Erlasses vorgenommen, so dürfen dort keine Modellprojekte genehmigt werden.

Erlass über "Ergänzende Maßnahmen bei Überschreitung der 7-Tage-Inzidenz von 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohnern"

Veranstaltungen

Infos zu Veranstaltungen und Versammlungen finden Sie hier.

Öffentlicher Nah- und Fernverkehr

Busse und Bahnen sind ein wichtiger Infrastrukturbereich und systemrelevant für die Aufrechterhaltung des öffentlichen Lebens, da diese die notwendige Beförderung sicherstellen (z. B. Weg zur Arbeit, Weg zum Arzt). Die Verkehrsbetriebe treffen Maßnahmen, um im ÖPNV das Infektionsrisiko zu minimieren. Bei der Nutzung des öffentlichen Personennah- und -fernverkehrs einschließlich Taxen oder vergleichbarer Transportangebote haben Kund:innen eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. eine medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95 DS2 oder KF94) zu tragen. (Weitere Informationen siehe "Mund-Nasen-Bedeckungen im öffentlichen Personennah- und Fernverkehr")

Wichtige Fragen und Antworten zum Nahverkehr finden Sie auf der Webseite der NAH.SH (https://www.nah.sh/de/themen/neuigkeiten/hinweise-zu-corona/)

Habe ich Anspruch auf Schadensersatz von Bahnfahrkarten?

Leider bestehen keine Ansprüche auf Schadensersatz von Bahnfahrkarten, die aufgrund des touristischen Einreiseverbots nicht in Anspruch genommen wurden. Beim Einreiseverbot handelte es sich um eine rechtmäßige Maßnahme nach dem Infektionsschutzgesetz zur Bekämpfung einer Pandemie. Eine Entschädigung wäre lediglich in eingeschränktem Rahmen möglich gem. § 56 IfSG für Personen in Quarantäne oder mit Tätigkeitsverbot. Wenn das nicht gegeben ist, kommt eine Entschädigungsleistung durch das Land leider nicht in Betracht.

Private Umzüge / Wohnungsbesichtigungen

Welche Bedingungen gelten bei privaten Umzügen?

Umzüge sind nicht untersagt und können stattfinden, sofern dies nicht vermeidbar ist.

Umzüge – privat organisiert – sind grundsätzlich mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zulässig. Kinder unter 14 Jahren, die den Haushalten angehören, zählen nicht mit. Besteht ein Haushalt aus mehr als fünf Personen, darf nur eine weitere Person eines anderen Haushaltes teilnehmen (auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit).  Es sollten nachstehende Regeln beachtet werden:

  • Abstand von 1,5 Meter einhalten, soweit es möglich ist.
  • regelmäßiges Händewaschen
  • keine Menschenansammlung auf der Straße
  • keine Umzugsparty

Wird der Schwellenwert in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen zur wöchentlichen Lagebewertung am Mittwoch erreicht oder überschritten oder liegt kein nahezu vollständig eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vor, erlassen die Kreise bzw. kreisfreien Städte zeitlich befristet Allgemeinverfügungen mit abweichenden Regelungen (diese können auch schon früher erlassen werden). Privat organisierte Umzüge sind dann nur mit Personen eines Haushaltes (ohne Obergrenze) und einer weiteren Person eines anderen Haushaltes zulässig. Auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren, die den Haushalten angehören, nicht mit. Ebenso nicht mitzuzählen sind notwendige Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen mit einem entsprechenden Nachweis (s.u.).

Dürfen Wohnungsbesichtigungen stattfinden?

Wohnungsbesichtigungen sind nicht untersagt und können stattfinden, sofern dies nicht vermeidbar ist. Nach Möglichkeit sollte darauf derzeit verzichtet werden, da Kontakte auf ein absolut notwendiges Minimum zu beschränken sind.

Wohnungsbesichtigungen, die von Privatpersonen durchgeführt werden, sind mit maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zulässig. Kinder unter 14 Jahren, die den beiden Haushalten angehören, zählen nicht mit. Besteht ein Haushalt aus mehr als fünf Personen, darf nur eine weitere Person eines anderen Haushaltes teilnehmen (auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren nicht mit). Ebenso nicht mitzuzählen sind notwendige Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen, die nach ihrem Ausweis für schwerbehinderte Menschen zur Mitnahme einer Begleitperson berechtigt sind (dies betrifft die Merkzeichen B, H, Bl, Gl oder TBl). Wird die Besichtigung von einer Hausverwaltung oder einem Makler durchgeführt, so sollte die Person, die das Objekt zeigt, immer nur maximal die Interessenten eines Haushalts  und nicht mehrere Interessenten aus verschiedenen Haushalten gleichzeitig durch das Objekt führen. Der Mindestabstand von 1,5 Metern sollte stets eingehalten werden und alle Beteiligten eine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.

Wird der Schwellenwert in einem Kreis oder in einer kreisfreien Stadt von 100 Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner:innen innerhalb von drei aufeinander folgenden Tagen zur wöchentlichen Lagebewertung am Mittwoch erreicht oder überschritten oder liegt kein nahezu vollständig eingrenzbares Ausbruchsgeschehen vor, erlassen die Kreise bzw. kreisfreien Städte zeitlich befristet Allgemeinverfügungen mit abweichenden Regelungen (diese können auch schon früher erlassen werden). Dort dürfen dann an privat organisierten Wohnungsbesichtigungen nur Personen eines Haushaltes (ohne Obergrenze) und eine weitere Person eines anderen Haushaltes teilnehmen. Auch hier zählen Kinder unter 14 Jahren, die den Haushalten angehören, nicht mit. Ebenso nicht mitzuzählen sind notwendige Begleitpersonen von Menschen mit Behinderungen mit einem entsprechenden Nachweis (s.o.). Möglich wäre in diesem Fall also, dass eine Person das Objekt immer nur einem interessierten Haushalt (zum Beispiel einer Familie) zeigt.

Gibt es Regelungen für religiöse Zusammenkünfte, Gottesdienste, Gebete oder Messen?

Sämtliche rituelle Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind bei einem entsprechenden Hygienekonzept gestattet. Es gelten folgende Anforderungen:

Rituelle Veranstaltungen von Religions- und Weltanschauungsgemeinschaften sind mit bis zu 50 Teilnehmer:innen innerhalb geschlossener Räume (also zum Beispiel in einer Kirche) und 100 Teilnehmer:innen außerhalb geschlossener Räume (also zum Beispiel auf dem Vorplatz einer Kirche) zulässig. Spätestens zwei Werktage vor Veranstaltungsbeginn muss der zuständigen Behörde das Hygienekonzept angezeigt werden. Die muss bei späteren Veranstaltungen nur dann wiederholt werden, wenn das Hygienekonzept zwischenzeitlich geändert worden ist. Veranstaltungen mit bis zu zehn Teilnehmenden sind ohne vorherige Anzeige eines Hygienekonzepts zulässig.

Der Gemeindegesang ist untersagt. Die Anzahl der Teilnehmer:innen hängt insbesondere davon ab, ob das Abstandsgebot eingehalten werden kann. Mehr als 50 Teilnehmer:innen sind auch in einer großen Kirche wie im Lübecker Dom nicht möglich und auch außerhalb geschlossener Räume ist die Zahl von maximal 100 Teilnehmer:innen zwingend einzuhalten.  Es gelten folgende Regelungen:

  • Einhaltung des Abstandsgebotes zwischen allen Teilnehmer:innen,
  • während der gesamten Veranstaltung ist eine qualifizierte Mund-Nasen-Bedeckung (d.h. medizinische oder vergleichbare Maske oder eine Maske ohne Ausatemventil der Standards FFP2, FFP3, N95, KN95, P2, DS2 oder KF94) zu tragen. Diese darf kurzfristig abgenommen werden, soweit dies zur Ausübung der liturgischen Handlung erforderlich ist wie z.B. bei der Entgegennahme des Abendmahls. Leiter:innen der rituellen Veranstaltung (zum Beispiel Pastor) müssen keine Mund-Nasen-Bedeckung tragen.
  • Einhaltung der Husten- und Niesetikette,
  • Möglichkeit zum Waschen oder Desinfizieren der Hände,
  • an allen Eingängen deutlich sichtbare Aushänge,
  • für die sanitären Gemeinschaftseinrichtungen gelten die allgemeinen Vorgaben für Veranstaltungen. Enge Begegnungen ohne Einhaltung des Abstandsgebotes sind in Toiletten unbedingt zu vermeiden. Die Veranstalterin oder der Veranstalter erstellt ein Hygienekonzept.
  • Die Kontaktdaten der Teilnehmer:innen sind spätestens bei Beginn der rituellen Veranstaltung zu erheben, für vier Wochen aufzubewahren und anschließend zu vernichten.

Für Bestattungen sowie Trauerfeiern auf Friedhöfen und in Bestattungsunternehmen gelten die Vorgaben entsprechend mit der Einschränkung, dass höchstens 25 Personen teilnehmen dürfen und zuvor kein Hygienekonzept vorgelegt werden muss.

Zur Trauerfeier gehört die eigentliche Zeremonie, nicht aber eine anschließende Bewirtung. Für weitere Informationen siehe "Welche Regelungen gelten für Bestattungen?"

Wohin kann ich mich wenden, wenn ich Fragen habe oder Beratung und Unterstützung brauche?

Die Einschränkungen oder sogar die häusliche Isolation aufgrund der Corona-Situation können zu zusätzlichem Stress und Problemen führen, die im schlimmsten Fall in Gewalt enden können. Für solche Situationen gibt es unterschiedliche Beratungs- und Unterstützungsangebote, die auch jetzt erreichbar sind und unterstützen können. Informationen sind zum Beispiel bei pro familia zu finden.

Frauenberatungsstellen in Schleswig-Holstein

Angebote für Männer bietet z. B. Männerberatungsnetz.de.

Hier gibt es ein "Survival-Kit für Männer unter Druck" in unterschiedlichen Sprachen.

Für generelle Fragen zur aktuellen Corona-Situation steht Ihnen das Bürgertelefon des Landes zur Verfügung: 0431 / 797 000 01 (werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr).

Für medizinische Anfragen wenden Sie sich bitte an die Rufnummer des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes unter 116 117

Zur Vereinbarung eines Impftermins nutzen Sie bitte die 0800 / 455 655 0.

Hinweis: Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Bei Fragen rund um das Thema Coronavirus

Wir erhalten zurzeit viele Anfragen. Bitte haben Sie Verständnis, wenn die Beantwortung Ihrer Frage etwas länger dauert. Auch die Telefonleitungen sind derzeit voll ausgelastet, deshalb kann es zu längeren Wartezeiten kommen.

Tel Bürgertelefon des Landes Schleswig-Holstein: 0431 / 797 000 01
(werktags von 8-20 Uhr, an Sonn- und Feiertagen von 8-16.30 Uhr)

Mail E-Mail-Postfach: corona@lr.landsh.de

Tel Ärztlicher Bereitschaftsdienst Nur medizinische Anfragen! 116 117

Tel Videotelefon in Gebärdensprache: Zur Videotelefonie