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Coronavirus
Informationen für Schleswig-Holstein

© Thomas Frey / dpa

Hilfen für Unternehmen, Vereine und Kultureinrichtungen

Gemeinsam mit dem Bund will das Land Unternehmen und Selbstständige in der Coronakrise unterstützen und hat dafür verschiedene Hilfsprogramme aufgelegt.

Hilfen für Unternehmen und Selbstständige

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November- und Dezemberhilfe des Bundes

Die Bundesregierung hat für die zeitlich befristeten Schließungen im November und Dezember außerordentliche Wirtschaftshilfen ("November- und Dezemberhilfe") bereitgestellt. Anträge für den Monat November können noch bis zum 31. Januar 2021 gestellt werden. Für die Dezemberhilfe gilt:

  • Soloselbständige, die bislang keinen Antrag auf Überbrückungshilfe gestellt haben, können seit dem 22.12.2020 die Dezemberhilfe mit dem Direktantrag im eigenen Namen (ohne prüfenden Dritten) bis zu 5000,- Euro beantragen. Voraussetzung für die Anmeldung ist ein ELSTER-Zertifikat. Hinweis: Eine nachträgliche Änderung des Antrags ist noch nicht möglich!
  • Andere Unternehmen können ab dem 23.12.2020 den Antrag über einen prüfenden Dritten, d.h. über den Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigten Buchprüfer oder Rechtsanwalt stellen. Der Bund hat hierfür Abschlagszahlungen in Höhe von bis zu 50% der beantragten Dezemberhilfe beschlossen, höchstens jedoch bis zu 50.000 Euro pro Antragsteller. Die Abschlagszahlungen erfolgen nach Angaben des BMWi voraussichtlich Anfang Januar einfach und unbürokratisch auf Grundlage des regulären Antrags auf Dezemberhilfe. Ein separater Antrag auf Abschlagszahlung ist nicht notwendig.

Die Antragstellung erfolgt voll elektronisch über die Plattform www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de. Anträge auf Dezemberhilfe können bis zum 31.03.2021 gestellt werden.

Alle Informationen zur November- und Dezemberhilfe finden Sie hier: Webseite des Bundes

Häufig gestellte Fragen zur November- und Dezemberhilfe: FAQ des Bundes

Info-Hotline

Wichtig: Die Antragstellung der Novemberhilfe erfolgt unabhängig von der Überbrückungshilfe.

Richtlinie zur Gewährung einer Corona-Hilfe als außerordentliche Wirtschaftshilfe für November 2020

Überbrückungshilfe des Bundes

Die Überbrückungshilfe richtet sich an kleine und mittelständische Unternehmen, Selbstständige sowie gemeinnützige Organisationen. Sie soll helfen, Umsatzrückgänge während der Corona-Krise abzumildern. Anträge zur Überbrückungshilfe II können noch bis 31. Januar 2021 gestellt werden. Die Antragstellung zur Überbrückungshilfe III ist in Vorbereitung.

Mehr Informationen zur Überbrückungshilfe

Steuerliche Entlastungen

Aufgrund der durch das Corona-Virus verursachten schwierigen wirtschaftlichen Situation entlastet die Landesregierung betroffene Unternehmen, um deren Liquiditätslage zu verbessern. Zu den beschlossenen Vorhaben zählen

– Steuerstundungen
– Senkung von Vorauszahlungen
– Aussetzung von Vollstreckungen

Informationen des Finanzministeriums zu steuerlichen Hilfen für Unternehmen

Darlehensprogramme Mittelstandssicherungsfonds

Seit dem 1. April können Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe Darlehen aus dem Mittelstandssicherungsfonds beantragen.

Das Land stellt 220 Millionen Euro für den Mittelstandssicherungsfonds bereit. Davon sind 25 Millionen Euro für kleinere Darlehen ab 15.000 bis 50.000 Euro vorgesehen, noch einmal 195 Millionen Euro für große Darlehen über 50.000 bis 750.000 Euro. Darlehen aus dem Fonds werden nur dann gewährt, wenn sich die Hausbank mit einem separaten Darlehen in Höhe von zehn Prozent an der Finanzierung beteiligt. Die über die IB.SH zu beantragenden Darlehen haben folgende Konditionen:

  • die Laufzeit beträgt 12 Jahre,
  • das Darlehen ist in den ersten fünf Jahren zinslos,
  • die Tilgung beginnt erst nach zwei Jahren.

Weitere Informationen und Antragsformular auf der Seite der IB.SH

IB.SH Härtefallfonds Mittelstand (Darlehen)

Für den IB.SH Härtefallfonds Mittelstand stellt das Land 65 Mio. Euro zur Verfügung. Damit können Darlehen ab 100.000 Euro bis 750.000 Euro beantragt werden, maximal jedoch 25% des Jahresumsatzes des Antragstellers von 2019.

Die Antragstellung ist ab sofort für schleswig-holsteinische Unternehmen möglich, die einen zu erwartenden Umsatzausfall in den Monaten Juli bis Dezember 2020 von größer/gleich 50% im Vergleich zu den Monaten Juli bis Dezember 2019 aufweisen.

Der zu erwartende Umsatzausfall muss im Rahmen der Antragstellung durch die Hausbank als plausibel eingeschätzt werden (Hausbankbestätigung); ggf. bindet sie zu diesem Zwecke Steuerberater/Wirtschaftsprüfer ein. Es gelten die gleichen Konditionen wie beim Mittelstandssicherungsfonds.

Weitere Informationen und Antragsformular: IB.SH Härtefallfonds Mittelstand

MBG Härtefallfonds Mittelstand (Beteiligungskapital)

Analog zum IB.SH Härtefallfonds Mittelstand ist die Antragstellung ab sofort für schleswig-holsteinische Unternehmen möglich, die einen Umsatzausfall in den Monaten Juli bis Dezember 2020 von größer/gleich 50% im Vergleich zu den Monaten Juli bis Dezember 2019 erwarten. Damit werden alle bilanzstärkenden Maßnahmen vor allem zur Stärkung der wirtschaftlichen Eigenkapital-Ausstattung und zur Liquiditätssicherung durch die Bereitstellung von Beteiligungskapital gefördert.

Das Land stellt für diesen Härtefallfonds 15 Mio. Euro für stille Beteiligungen ab 100.000 Euro bis 750.000 Euro bereit. Das Beteiligungsentgelt beläuft sich auf 3% p.a. zuzüglich einer gewinnabhängigen Vergütung in Höhe von 1% p.a.

Mehr Informationen: Webseite der MBG-SH - Härtefallfonds Mittelstand

Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein (Beteiligungskapital)

Zur Überwindung der Corona-Krise können Start-ups und kleine Mittelständler aus Schleswig-Holstein mit einem Gruppenumsatz bis 75 Mio. Euro seit dem 16. Juni 2020 aus dem Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein bis zu 800.000 Euro Eigenkapital in Form von stillen und offenen Beteiligungen beantragen. Gefördert werden alle bilanzstärkenden Maßnahmen insbesondere zur Stärkung der Eigenkapital-Ausstattung und zur Liquiditätssicherung.

Für das Sonder-Beteiligungsprogramm Schleswig-Holstein steht ein Volumen von insgesamt 15 Mio. Euro bereit. Es wird zu 70% vom Bund/KfW und zu 30% von der MBG finanziert. Dabei übernimmt das Land eine Garantie von 20%.

Mehr Informationen auf der Webseite der MBG

Bürgschaften

Im Zuge der Corona-Krise hat die Bürgschaftsbank etliche Verbesserungen bei der Bürgschaftsvergabe umgesetzt, um Unternehmen den Zugang zu Krediten zu erleichtern. So wurde der maximale Bürgschaftsbetrag je Unternehmen von 1,25 Mio. auf 2,5 Mio. Euro verdoppelt. Die maximale Verbürgungsquote wurde für Kredite bis zu 500 TEUR von 80 auf 90 Prozent angehoben. Außerdem wurde das bisherige Programm "KMU Sofort" zu "BB Express" ausgebaut und die Bewilligungsverfahren weiter beschleunigt.

Weitere Informationen finden Sie auf der Webseite der Bürgschaftsbank.

Sonder-Darlehensprogramm gemeinnützige Organisationen SH

Mit diesem Sonder-Darlehensprogramm unterstützen die Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein GmbH (BB-SH), die Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH) und das Land Schleswig-Holstein gemeinnützige Organisationen, die coronabedingt in finanzielle Notlage geraten sind.

Das Programm ermöglicht Darlehen, deren Risiko zu 80 Prozent von der bundeseigenen Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und zu 20 Prozent vom Land übernommen werden. Jede Einrichtung kann bis zu 800.000 Euro beantragen, sofern dies einem Anteil von 25 Prozent des Gesamtumsatzes entspricht. Die Darlehen werden unbesichert vergeben und haben eine Laufzeit von zehn Jahren, davon sind zwei Jahre tilgungsfrei. Der Zinssatz beträgt 0,85 Prozent pro Jahr zuzüglich einer Bürgschaftsprovision von 0,4 Prozent.

Alle Details zum Programm und zur Antragstellung: Bürgschaftsbank Schleswig-Holstein

Förderung der dualen Ausbildung (zur Bewältigung von Auswirkungen der Corona-Pandemie)

Ab sofort können Unternehmen eine einmalige Förderung in Höhe von 2.000,- € erhalten, wenn sie zusätzlich junge Menschen aufnehmen, die aufgrund der Corona-Pandemie ihren Ausbildungsplatz verloren haben. Damit kann das Land Schleswig-Holstein Firmen unterstützen, die nicht von den Ausbildungsprämien des Bundes profitieren können. Gleichzeitig wird ein Beitrag zur Sicherung des Fachkräftenachwuchses geleistet.

Mehr Informationen

Corona-Billigkeitsleistungen ÖPNV

Zur finanziellen Unterstützung von Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen im öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) einschließlich des Schienenpersonennahverkehrs (SPNV) hat das Land eine Richtlinie erlassen. Im Rahmen dieser Richtlinie werden Billigkeitsleistungen zum Ausgleich von Schäden im Zusammenhang mit dem Ausbruch von COVID-19 gewährt.

Corona-Billigkeitsleistungen ÖPNV – Richtlinien

Warnhinweis: Information zu versuchtem Datenklau mit Phishing-Emails über angebliche Corona-Hilfen unter falschem Namen der EU-Kommissionsvertretung: mehr lesen

Hilfen für Sportvereine, -verbände und Sportschulen

Die Landesregierung stellt für gemeinnützige Sportvereine und -verbände, denen etwa Mitgliedsbeiträge und Kursgebühren weggebrochen sind, weitere 2,5 Millionen Euro Soforthilfe bereit. Sportvereine und -verbände sowie überregional bedeutsame Sportschulen können vom 4. Januar bis zum 26. Februar 2021 eine Förderung beim Ministerium für Inneres, ländliche Räume, Integration und Gleichstellung beantragen.

Zur Richtlinie und zu den Anträgen

Die Anträge werden erst nach dem genannten Stichtag bearbeitet. Für den Fall, dass das geprüfte Antragsvolumen das zur Verfügung stehende Bewilligungsvolumen übersteigt, wird die Soforthilfe dann gleichmäßig entsprechend gekürzt.

Hilfen für Kultureinrichtungen

Mit der "Soforthilfe Kultur II" unterstützt das Land gemeinnützige Einrichtungen der Kultur und der Minderheiten. Antragsberechtigt sind Einrichtungen der Kultur- und Weiterbildung sowie der Minderheiten und Volksgruppen (laut Artikel 6 der Landesverfassung), die infolge der Bekämpfung der Corona-Pandemie von Liquiditätsengpässen existenziell bedroht sind. Anträge können bis zum 30. November 2020 ausschließlich per E-Mail gestellt werden.

Zur Förderrichtlinie und dem Antragsformular

Der Landeskulturverband führt außerdem eine Liste mit weiteren Unterstützungsmöglichkeiten für Künstler und freie Kulturschaffende in Zeiten von Corona.

Hilfen für soziale Projekte und Tafeln

Die Landesregierung hat einen Fonds zur Abdeckung sozialer Härten mit einem Volumen von bis zu drei Millionen Euro aufgelegt. Der Fonds richtet sich zum Beispiel Tafeln oder Organisationen, die Lebensmittel an obdachlose Menschen ausgeben. Daneben soll durch diese Mittel Angebote aufrecht erhalten, die Menschen bei vielfältigen sozialen Härtefällen unterstützen – etwa durch medizinische Versorgung von Personen ohne Krankenversicherung.

Zur Förderrichtlinie und den Antragsdokumenten