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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© photographee.eu / fotolia.de

Land entlastet Eltern

Datum 26.08.2021

Niedrigere Kosten für die Kinderbetreuung und mehr Beratungsangebote für Kitas – das Land stellt zusätzliche Mittel im frühkindlichen Bereich zur Verfügung.

Das Land stellt noch in diesem Jahr 35 Millionen Euro zusätzlich für die frühkindliche Bildung in Schleswig-Holstein bereit – das kündigte Familienminister Dr. Heiner Garg im Kieler Landtag an.

Möglich wird das, weil Gehälter und Zahl der Kita-Plätze weniger stark gestiegen sind, als vor der Kita-Reform erwartet worden war. "Es ist selbstverständlich, dass wir dieses Geld vollständig in die Kita-Finanzierung fließen lassen", erklärte Garg.

Corona-Aufholprogramm geplant

Von den 35 Millionen Euro sollen knapp 13 Millionen Euro an die Kommunen fließen, mit zwei Millionen Euro stärkt das Land die Kita-Datenbank.

Mit den restlichen 20 Millionen Euro finanziert das Land Sport-, Freizeit- und Sprachförderprogramme für Kinder, um bei ihnen die Folgen der Corona-Pandemie abzumildern. "Das zusätzliche Geld wird zugunsten der Menschen eingesetzt, die die Zukunft unserer Gesellschaft sind - nämlich die kleinsten Schleswig-Holsteinerinnen und Schleswig-Holsteiner", sagte Garg im Landtag. Das Corona-Aufholprogramm sei ein deutliches Signal, dass die Koalition keine Abstriche bei der frühkindlichen Bildung mache.

Entlastungen für Eltern und Kommunen

Auch in den kommenden Jahren steht dem Land mehr Geld zur Verfügung. Laut dem Minister handle es sich um jährlich 45 Millionen Euro pro Jahr.

Davon sollen vor allem Eltern und Kommunen profitieren. So müssen viele Eltern ab dem 1. Januar 2022 weniger für die Betreuung ihrer Kinder ausgeben: Der landeseinheitliche Elternbeitragsdeckel für einen Krippen-Ganztagsplatz sinkt von mehr als 288 auf 232 Euro – nur noch knapp fünf Euro mehr als für einen Platz im Elementarbereich. "Auch hier geht die Entlastung weiter", betonte Garg. "Damit zeigen wir, dass ein zentrales Element der Reform funktioniert."

Darüber hinaus will das Land ab dem kommenden Jahr die Kommunen weiter entlasten. Dafür soll der Anteil der Wohngemeinde am sogenannten "Standard-Qualitäts-Kosten-Modell" (SQKM) deutlich sinken – von 40,51 Prozent auf dann 37,65 Prozent abgesenkt. Damit schrumpft der Gemeinde-Anteil sogar stärker als ursprünglich vorgesehen: Für 2022 war eigentlich nur eine Senkung auf 39,01 Prozent geplant.

Außerdem sollen regionale Inklusionszentren in allen Kreisen und kreisfreien Städten eingerichtet werden. Diese könnten künftig Fortbildungen und Beratungen für Kitas und Tagespflegepersonen anbieten – ohne Antrag und anlassbezogen.

Mehr Transparenz dank Kita-Datenbank

Beim Inkrafttreten der Kita-Reform hatte das Land die zusätzlich benötigten Mittel geschätzt, da eine verlässliche Datengrundlage fehlte. Dank der neu eingeführten und für alle Einrichtungen verbindlichen Kita-Datenbank kann das Land den Finanzbedarf nun auf einer verlässlichen Grundlage berechnen – daraus resultieren die nun festgestellten Überschüsse.

Weitere Informationen

Kitareform 2020

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