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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© photographee.eu / fotolia.de

Verdacht auf Corona-Mutation

Datum 15.01.2021

Nachdem schon in Dänemark eine mutierte und möglicherweise ansteckendere Variante des Coronavirus nachgewiesen wurde, gibt es nun auch einen Verdacht in Schleswig-Holstein.

Ende 2020 hatten britische Behörden erstmalig von der neuen Variante B.1.1.7 des Coronavirus gewarnt. Seitdem wird der Erreger in immer mehr Staaten weltweit nachgewiesen. Auch in Teilen Deutschlands spielt B.1.1.7 eine Rolle im aktuellen Infektionsgeschehen – möglicherweise auch in Schleswig-Holstein. Wie das Gesundheitsministerium nun mitteilte, wurden mehrere Proben aus dem echten Norden in das nationale Konsiliarlabor für Coronaviren der Berliner Charité geschickt. Diese bestätigte eine hohe Wahrscheinlichkeit auf das Vorliegen der neuen Variante. Es ist also davon auszugehen, dass die Mutation auch in Schleswig-Holstein angekommen ist.

Höhere Ansteckungsgefahr vermutet

Ersten Untersuchungen aus dem Vereinigten Königreich legen eine erhöhte Ansteckungsgefahr von Mensch zu Mensch nahe. Nach Informationen des Robert-Koch-Instituts (RKI) gebe es nach der aktuellen Datenlage jedoch keine Hinweise darauf, dass die Krankheit schwerer verlaufe oder die Impfung wirkungslos gegen den neuen Erreger sei. Vor dem Hintergrund der neuen Entwicklungen appelliert das Gesundheitsministerium erneut an alle Menschen, die AHAL-Regeln (Abstand, Hygiene, Alltagsmaske, Lüften) zu beachten und Kontakte möglichst zu vermeiden.

Gezielte Tests bei auffälligen Infektionen

Das Land hat die Gesundheitsämter und die Fachöffentlichkeit darüber informiert, dass in bestimmten Situationen gezielte Tests auf Mutationen sinnvoll sind. Dies gilt insbesondere bei auffälligem Infektionsgeschehen mit hohen Übertragungsraten. In diesen Fällen veranlassen die zuständigen Behörden weitergehende Untersuchungen und treffen zudem erforderliche Regelungen, um die Ausbreitung des Erregers zu verhindern.

Aktuell finden alle Untersuchungen zur Sequenzierung in der Charité statt. Ergänzend bereiten einzelne Labore in Schleswig-Holstein eine weitergehende Virusdiagnostik vor oder haben bereits gezielte Voruntersuchungen etabliert.

Anpassungen für Quarantäne-Regelungen

Derweil prüft das Gesundheitsministerium, ob die Quarantäne-Verordnung des Landes weiter verschärft werden kann, um mögliche Eintragung der neuen Virus-Variante nach Schleswig-Holstein weiter zu begrenzen.

Weitere Informationen

Robert-Koch-Institut: Informationen zu neuen SARS-CoV-2-Virusvarianten aus Großbritannien und Südafrika

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