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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Kurhahn / fotolia.de

Schutzimpfung gegen COVID-19 an Schulen

Stand: 26.08.2021

Hier erhalten Sie wichtige Dokumente rund um das Thema Impfen von Schülerinnen und Schülern.

Informationsblatt des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft und Kultur:

Angebot einer Schutzimpfung gegen Covid-19 an Schulstandorten - deutsch

Das Aufklärungsmerkblatt des Robert Koch Institus (RKI) zu Impfungen und den neuen mRNA-Impfstoffen sowie Übersetzungen finden Sie hier:

Informationen des RKI zur COVID-19-Impfung mit mRNA-Impfstoff und Übersetzungen

Die Ständige Impfkommission (STIKO), ein beim Robert Koch Institut angesiedeltes Expertengremium, hat nach Zulassung des Impfstoffes von BioNTech/Pfizer für Kinder und Jugendliche ab 12 Jahren ihre Impfempfehlung aktualisiert. Nachdem die Impfung gegen Covid-19 nach Zulassung des Impfstoffes für 12-17-Jährige zunächst nicht generell empfohlen wurde, hat die STIKO nach Auswertung neuer Überwachungsdaten, insbesondere aus dem amerikanischen Impfprogramm mit nahezu 10 Millionen geimpften Kindern und Jugendlichen, mögliche Risiken der Impfung für diese Altersgruppe jetzt zuverlässiger quantifiziert. Schließlich ergaben aktuelle mathematische Modellierungen, die die nun dominierende Delta-Variante berücksichtigen, dass für Kinder und Jugendliche ein deutlich höheres Risiko für eine SARS-CoV-2-Infektion in einer möglichen 4. Infektionswelle besteht.

Daher hat die STIKO am 16. August 2021 entschieden, ihre bisherige Einschätzung zu aktualisieren und eine allgemeine COVID-19-Impfempfehlung für 12 bis 17-Jährige auszusprechen.

Diese Empfehlung zielt in erster Linie auf den direkten Schutz der geimpften Kinder und Jugendlichen vor COVID-19 und den damit assoziierten psychosozialen Folgeerscheinungen ab.

Die STIKO hat nunmehr ihre am 16.08.2021 zunächst angekündigte Empfehlung am 19.08.021 nun als Beschluss offiziell wie folgt verkündet.
„Die STIKO empfiehlt auch für alle 12- bis 17-Jährigen die Impfung gegen COVID-19 mit einem der beiden zugelassenen mRNA-Impfstoffe (Comirnaty von BioNTech/Pfizer und Spikevax von Moderna). Verabreicht werden sollen jeweils zwei Dosen Comirnaty oder Spikevax im Abstand von 3-6 bzw. 4-6 Wochen. Die im Epidemiologischen Bulletin 33/2021 veröffentlichte Aktualisierung der Empfehlung zur Impfung von 12- bis 17-jährigen Kindern und Jugendlichen gegen COVID-19 basiert auf der Bewertung neuer quantitativer Daten zur Sicherheit der Impfung und zur Krankheitslast sowie einer Modellierung von direkten Effekten der Impfung auf diese Altersgruppe wie auch indirekten Effekten auf andere Altersgruppen. Die STIKO spricht sich jedoch explizit dagegen aus, dass der Zugang von Kindern und Jugendlichen zur Teilhabe an Bildung, Kultur und anderen Aktivitäten des sozialen Lebens vom Vorliegen einer Impfung abhängig gemacht wird.“

Eine ausführliche Begründung findet sich im Epidemiologischen Bulletin vom 18.08.2021, das Sie hier einsehen können:

RKI Epidemiologisches Bulletin - Aktuelle Daten und Informationen zu Infektionskrankheiten und public health Ausgabe 33/2021

Angesichts der geänderten STIKO-Empfehlung kann eine Anmeldung zur Impfung an den Schulen noch nachgereicht werden. Weiterhin können Kinder und Jugendlich von 12 Jahren an Impftermin in den Impfzentren unter www.impfen-sh.de bekommen. Viele Impfzentren impfen auch ohne Termin.

RKI Aufklärungsmerkblatt (mRNA-Impfstoff)

Die noch neuen Impfstoffe werden auch nach der Zulassung fortlaufend überwacht. Das macht in Deutschland das Paul Ehrlich Institut. Sie finden hier den Sicherheitsbericht vom 19.08.2021 über Verdachtsfälle von Nebenwirkungen und Impfkomplikationen seit Beginn der Impfkampagne am 27.12.2020.

Paul-Ehrlich-Institut Sicherheitsbericht

Im Falle eines Impfschadens haftet das Land unabhängig von der Empfehlung der STIKO. Das Infektionsschutzgesetz ist kürzlich für Impfungen nach der CoronaImpfVO entsprechend geändert worden.

Die von der STIKO geforderte ärztliche Aufklärung ist bei jeder Behandlung selbstverständlich und wird auch bei den Impfungen an den Schulen erfolgen. Unter der kostenlosen Rufnummer 0800-449 0 449 (08:00 bis 20:00 werktags) wurde eine ärztlich besetzte Impfhotline eingerichtet. Hier können Sie sich neben der Aufklärung an den Schulen ärztlich über die Impfung aufklären lassen.

Auch eine Einwilligung ist bei jeder ärztlichen Behandlung und auch bei einer Impfung erforderlich. Mit dem RKI Anamnesebogen (mRNA-Impfstoff) werden die Kinder und Jugendlichen nach für die Impfung relevanten Risikofaktoren befragt. Bitte füllen Sie den Bogen sorgfältig aus.

Danach finden Sie auf demselben Bogen die Möglichkeit, schriftlich die Einwilligung mit der Impfung zu erklären. Eine Impfung ist ein ärztlicher Heileingriff. Sie stellt zugleich eine Körperverletzung dar. Ohne Einwilligung würde sich der Arzt oder die Ärztin wegen Körperverletzung strafbar machen.

Die Ansicht des Robert Koch Instituts für die Einwilligung in Schutzimpfungen finden Sie hier:

RKI Aufklärung vor Schutz­impfungen

Bei Minderjährigen unter 14 Jahren ist regelmäßig die Einwilligung der Eltern bzw. Sorgeberechtigten einzuholen. Jugendliche können selbst einwilligen, wenn sie die erforderliche Einsichts- und Entscheidungsfähigkeit besitzen; das ist in der Regel mit 16 Jahren der Fall. Allerdings ist es stets Aufgabe des impfenden Arztes oder der Ärztin, im Einzelfall festzustellen, ob der oder die Jugendliche nach seiner oder ihrer geistigen und sittlichen Reife die Bedeutung und Tragweite des Eingriffs und seiner Gestattung zu ermessen vermag. Da Jugendliche mit 14 Jahren strafmündig sind und allein über ihr religiöses Bekenntnis entscheiden können, können sie auch allein über die Impfung entscheiden. Bei dem größten Teil der Jugendlichen wird die Einwilligungsfähigkeit auch deshalb gegeben sein, weil über das Für und Wieder der Schutzimpfungen gegen COVID-19  eine breite öffentliche Diskussion stattfindet sodass die Jugendlichen schon viel Zeit hatten, sich mit der Entscheidung aktiv auseinanderzusetzen. Der zeitliche Abstand zwischen Impfanmeldung und Impfung selbst schütz überdies vor Spontanentscheidungen und Gruppendruck. Wenn die Ärztin oder der Arzt allerdings Zweifel an der Einwilligungsfähigkeit hat wird er oder die die Impfung nicht vornehmen. Es schadet daher nicht, wenn auch ein Sorgeberechtigter oder eine –berechtigte neben dem oder der zu impfenden Jugendlichen unterschreibt. Gegen den Willen des Kindes oder der oder des Jugendlichen wird nicht geimpft.

Das Prozedere der Anmeldung zur Impfung ist in anliegendem Schreiben, das Sie auch von der Schule bekommen haben, dargelegt:

Anschreiben an die Eltern zur Schutzimpfung gegen COVID-19 an Schulen (PDF 285KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Schließlich teilen wir Ihnen mit, was mit den bei der Anmeldung und der Impfung erhobene Daten der Kinder und Jugendlichen passiert. Dies können Sie in den

Datenschutzhinweise zur Datenerhebung und Datenverarbeitung im Rahmen der Corona-Impfung (PDF 76KB, Datei ist barrierefrei/barrierearm)

Die Impfungen finden vom 19.08.2021 bis zum 30.09.2021 statt. Die genauen Termine werden nach Auswertung der Anmeldung mitgeteilt.