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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© zwiebackesser / fotolia.de

Mehr Flexibilität und Zeit

Datum 06.05.2020

Das Land fördert ein neues ambulantes Pflegemodell, in dem Fachkräfte nicht nach Leistung, sondern nach Stunden bezahlt werden.

Auch in der aktuellen Corona-Krise steht das Thema Pflege und dessen praktische Ausgestaltung im Fokus der Landesregierung. Wie lässt sich der Pflegeberuf attraktiver gestalten? Für die kommenden drei Jahre fördern das Gesundheits- und das Innenministerium nun das Projekt "Autonome ambulante Pflegeteams – mehr Menschlichkeit für ein attraktives Arbeitsfeld" des "Mook we gern"-Pflegedienstes aus Meldorf (Kreis Dithmarschen) mit rund 800.000 Euro. Die Fachkräfte betreuen ihre Patienten zu Hause und können eigenständig entscheiden, wie sie die Pflegebedürftigen versorgen – ohne Absprache mit der Dienstleitung. Die Pfleger werden dabei nicht wie sonst üblich nach erbrachten Leistungen sondern nach Stunden bezahlt. Damit wird die Eigenverantwortung und Qualität der Pflege gestärkt.

Pflege neu denken

"Auch in der aktuellen Corona-Krise müssen Menschen zu Hause versorgt und gepflegt werden", sagte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg. "Die Pflege wird in diesem Projekt neu gedacht, weil es nicht darum geht, in möglichst kurzer Zeit viele Leistungen zu erbringen. So bleibt zum Beispiel mehr Zeit für Gespräche mit den pflegebedürftigen Menschen." Er hoffe sehr, dass sich trotz der aktuellen Krise genügend Fachkräfte für das Projekt fänden, erklärte der Minister.

Innenstaatssekretärin Kristina Herbst fügte hinzu: "Wir beteiligen uns an der Förderung, weil mit dem Projekt Pflege in den ländlichen Räumen bedürfnisgerecht gestaltet und attraktive Arbeitsplätze in ländlichen Räumen gesichert werden."

Patienten im Mittelpunkt

Der "Mook we gern"-Pflegedienst ist seit fünf Jahren in Dithmarschen tätig. Das neue ambulante Pflegeteam wird in der Kreisstadt Heide aufgebaut. Geschäftsführerin Uta Kleinschmidt erklärte, es gehe für die Fachkräfte darum, die Liebe zu ihrem Beruf wiederzuentdecken: "Die Pflegekräfte werden sich selbst organisieren. Die Abrechnung wird vereinfacht. Wir erhoffen uns mehr Zeit für die ganzheitliche Pflege, die das geistige Wohl der Klienten in den Mittelpunkt stellt."

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