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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© vectorfusionart / fotolia.de

Verhaltenstipps zum Coronavirus

Auch in Schleswig-Holstein liegen seit dem 28. Februar mehrere bestätigte Infektionen mit dem Coronavirus vor. Die Landesregierung Schleswig-Holstein und die Behörden vor Ort nehmen die Situation sehr ernst. Das Gesundheitsministerium informiert regelmäßig über neue Entwicklungen, ausführliche Informationen finden Sie auch online auf der Website des Gesundheitsministeriums Schleswig-Holstein.

Informationen zu Kitas & Schulen

Hinweis zu Kitaschließungen

Ab Montag (16. März) wird die Kinderbetreuung in den Kindertagesstätten ausgesetzt. Bis zum Freitag, den 20. März, wird weiterhin für Kinder eine Betreuung in den Kitas organisiert, wenn auf deren Eltern eine der folgenden Voraussetzungen zutrifft: Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeitet in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Zu den Arbeitsbereichen gehört beispielsweise die Infrastruktur des Gesundheitsbereiches (unter anderem Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte), Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), Justiz, Polizei, Feuerwehr, Erzieherinnen/er, Lehrerinnen/er. Das Land wird in Abstimmung mit den Kindertagesstätten bis Freitag, den 20. März, das weiterer Verfahren abstimmen.

Hinweis zu Schulschließungen

Ab Montag (16. März) fällt der Unterricht an allen öffentlichen und privaten Schulen bis auf Weiteres aus.

Das Bildungsministerium informiert tagesaktuell über neue Entwicklungen in Bezug auf Schulen, Hochschulen und Kultureinrichtungen: Zur Infoseite des Bildungsministeriums.

Ergänzende Hinweise

Wie mitgeteilt wird weiterhin eine Betreuung in den Schulen/Kitas ermöglicht, wenn folgende Voraussetzungen zutreffen: Beide Eltern oder ein alleinerziehender Elternteil arbeitet in einem Bereich, der für die Aufrechterhaltung der wichtigen Infrastrukturen notwendig ist und diese Eltern keine Alternativ-Betreuung ihrer Kinder organisieren können. Zu den Arbeitsbereichen gehören beispielsweise die Infrastruktur des Gesundheitsbereiches (u.a. Kliniken, Pflege, Unternehmen für Medizinprodukte), Versorgung (Energie, Wasser, Lebensmittel, Arznei), Justiz, Polizei, Feuerwehr, Erzieherinnen/er, Lehrerinnen/er.

Die Landesregierung weißt bezüglich der Ausnahmeregelung für eine Alternativ-Betreuung auf Folgendes hin: Eltern sollten verantwortungsvoll selbst entscheiden, ob sie unter die genannten Kategorien fallen. Eine abschließende Definition ist nicht möglich.

Wichtige Telefonnummern

Im Verdachtsfall, d.h. zur Klärung einer möglichen Erkrankung, unbedingt den eigenen Hausarzt oder bei der Ärzte-Hotline Tel.: 116 117 (rund um die Uhr) anrufen. Bitte gehen Sie bei einem Verdacht nicht direkt zum Arzt oder in die Notaufnahme eines Krankenhauses, sondern melden Sie sich telefonisch und lassen Sie sich beraten!

Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Hotline für allgemeine Fragen zum Coronavirus eingerichtet: Tel.: 030 / 346 465 100

Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein hat eine Hotline zum Coronavirus eingerichtet: Tel.: 0431 / 79 70 00 01 (spezifisch auf Schleswig-Holstein bezogene Fragestellungen).

Wichtige Hygienemaßnahmen

Jeder kann durch persönliche Schutzvorkehrungen dafür sorgen, die Ausbreitung des Virus einzudämmen. Zur Vorbeugung von Infektionskrankheiten – auch vor dem Hintergrund der aktuellen Grippewelle – empfiehlt das Gesundheitsministerium:

  • sich regelmäßig gründlich die Hände mit Wasser und Seife zu waschen,
  • sich nicht ins Gesicht zu fassen,
  • nur in ein Einwegtaschentuch oder in die Armbeuge zu husten oder zu niesen,
  • grundsätzlich Abstand zu kranken Personen zu halten,
  • auf das Handgeben zur Begrüßung zu verzichten, ein Lächeln ist genauso freundlich wie ein Händedruck.

Was wir aktuell über das Virus wissen

SARS-CoV-2 kann bei Infizierten die Krankheit COVID-19 (Corona-Virus-Disease 2019) auslösen, die zu grippeähnlichen Symptomen wie Husten, Schnupfen, Halskratzen und Fieber führen kann. Bei einem Teil der Patienten verläuft die Erkrankung schwerer und führt zu Atemproblemen und Lungenentzündungen. Einige Infizierte sind aber auch symptomfrei oder erkranken nur sehr leicht.

Das Virus verbreitet sich per Tröpfcheninfektion, das bedeutet, dass es beim Husten oder Niesen in die Atemluft gelangt. Wissenschaftler vermuten außerdem, dass es von der Infektion bis zum Ausbruch der Krankheit bis zu zwei Wochen dauert. In diesem Zeitraum können Infizierte weitere Menschen anstecken. Nach aktuellem Stand der Erkenntnisse erkranken Kinder seltener und weniger stark als ältere Menschen.

Verhalten im Verdachtsfall

Wer an einer Atemwegserkrankung leidet und zuvor in einem Risikogebiet war oder Kontakt zu nachweislich Infizierten hatte, sollte umgehend seinen Hausarzt oder die Ärzte-Hotline 116 117 anrufen und zuhause bleiben. Der Hausarzt oder das örtliche Gesundheitsamt nimmt einen Abstrich von Mund und Rachen. Mithilfe eines Labortests können die Mediziner dann feststellen, ob eine Infektion vorliegt. Bis dahin muss die betroffene Person weiterhin isoliert bleiben.

Sollte ein Verdachtsfall bzw. ein bestätigter positiver Befund vorliegen, ordnet das zuständige Gesundheitsamt alle weiteren Maßnahmen an. Die Entscheidung über mögliche Einschränkungen des Schulbetriebes treffen der örtliche Schulträger und das örtliche Gesundheitsamt in Abstimmung miteinander abhängig von einer aktuellen Lagebewertung vor Ort.

Schleswig-Holstein ist vorbereitet

Darüber hinaus stellen sich Krankenhäuser und Ärzte auf die Krankheit ein. Grundlage für die nächsten Schritte ist der Influenza-Pandemieplan des Landes, der die Ziele und viele zentrale Maßnahmen umfasst. Seit dem Ausbruch koordiniert das Gesundheitsministerium auf Landesebene die verschiedenen Akteure und ist das Bindeglied zwischen Bundesgesundheitsministerium, Robert-Koch-Institut und den Gesundheitsämtern. Dafür hat es eine Leitstelle eingerichtet, die die landesweite Planung und Koordinierung verantwortet.

Einen Flyer der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung „Infektionen vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps“ finden Sie hier.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter: