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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© vectorfusionart / fotolia.de

Hygiene-Hinweise zur Vermeidung von Infektionen mit dem Coronavirus in stationären Einrichtungen nach dem Selbstbestimmungsstärkungsgesetz

Dringende Hinweise zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung und zur Infektionsprävention in stationären Einrichtungen nach Selbstbestimmungsstärkungsgesetz finden Sie unten zum Download.

Aufgrund der steigenden Zahl von am sogenannten Coronavirus (SARS-CoV-2) erkrankten Personen auch in Norddeutschland und Schleswig-Holstein möchten wir Ihnen hiermit Hinweise zur Vermeidung von Infektionen mit dem Coronavirus mit der Bitte um Beachtung zukommen lassen.

Das Robert-Koch-Institut (RKI) erfasst kontinuierlich die aktuelle Lage, bewertet alle Informationen und schätzt das Risiko für die Bevölkerung in Deutschland ein (https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikobewertung.html). Danach wird die Gefahr für die Gesundheit der Bevölkerung in Deutschland aktuell als hoch eingeschätzt. Die Inkubationszeit dauert bis zu 14 Tage. Die Symptome der Erkrankung umfassen nach derzeitigen Erkenntnissen schnupfenartige Symptome wie Fieber, Husten, Rachenentzündung, eine laufende Nase, Atembeschwerden und Kurzatmigkeit. Sie sind nicht von einer „normalen“ Erkältung oder Grippe zu unterscheiden. Da derzeit auch die jahreszeittypische Grippe- und Erkältungssaison herrscht, ist es wahrscheinlich, dass etwaig festgestellte Symptome wie Schnupfen, Husten et cetera hierauf und nicht auf das neue Coronavirus zurückzuführen sind. Dennoch gehören Menschen mit Pflegebedarf zu den besonderen Risikogruppen. Zudem zeigen laut Robert-Koch-Institut die bisherigen Informationen, dass eine Übertragung der Krankheit bei engem (zum Beispiel pflegerischen) Kontakt zwischen Menschen möglich ist. Nach derzeitigem Kenntnisstand kann die Übertragung über Tröpfchen und Kontakt, zum Beispiel mit Körpersekreten und Ausscheidungen erfolgen.

Daraus ergeben sich folgende Empfehlungen:

Zunächst tragen allgemeine hygienische Vorsichtsmaßnahmen im Alltag dazu bei, sich und andere vor ansteckenden Infektionskrankheiten zu schützen. Dabei kommen vor allem präventive Maßnahmen wie Händehygiene (regelmäßiges und gründliches Händewaschen mit Seife, auch an den Handgelenken, Desinfektion), Nies- und Hustenetikette (Husten und Niesen in die Ellenbeuge), das Abstandhalten zu Erkrankten (mindestens 1 bis 2 Meter), sowie der Verzicht auf den Händedruck in Betracht (Merkblatt Robert-Koch-Institut: Infektionen Vorbeugen: Die 10 wichtigsten Hygienetipps).  

Für die pflegerische Versorgung in einem stationären Setting leiten sich laut Robert-Koch-Institut weitere Hygienemaßnahmen ab, wie sie in der KRINKO (Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention) -Empfehlung „Infektionsprävention im Rahmen der Pflege und Behandlung von Patienten mit übertragbaren Krankheiten“ dargestellt sind. Darüber hinaus legen die bisher bekannten Daten die Berücksichtigung von Erfahrungen mit der Grippe nahe. Weitere entsprechend Hinweise lassen sich zudem der Orientierungshilfe des Robert-Koch-Instituts für Ärztinnen und Ärzte entnehmen.  

Ein Verdacht einer Erkrankung besteht aufgrund der Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen nur, wenn sich eine Bewohnerin, ein Bewohner oder in der Einrichtung tätiges Personal innerhalb der letzten 14 Tage in einem Risikogebiet (Risikogebiete laut Robert-Koch-Institut) aufgehalten hat oder Kontakt zu einem bestätigten Erkrankungsfall (insbesondere Angehörige/Besucher) hatte. Bestand entsprechender Kontakt, muss im Falle von betroffenem Personal dieses umgehend den Dienst in der Einrichtung einstellen und darf die Einrichtung nicht betreten. Im Falle von betroffenen Bewohnerinnen oder Bewohner sollten diese möglichst vor Ort durch Einzelunterbringung isoliert versorgt werden. In diesen Fällen muss umgehend telefonisch mit dem jeweiligen Hausarzt oder dem kassenärztlichen Bereitschaftsdienst (Tel.: 116117) Kontakt aufgenommen werden, die das weitere Vorgehen klären.

Sollten in Ihren Einrichtungen Verdachtsfälle auftreten, melden Sie dies bitte unverzüglich dem zuständigen Gesundheitsamt und zusätzlich, analog zu dem Vorgehen nach dem Kriseninterventionsplan vom 13.06.2006, auch die nach dem Selbstbestimmungsstärkungsgesetz (SbStG) zuständigen Aufsichtsbehörden bei den Kreisen und kreisfreien Städten. Diese informieren wiederum das Ministeriums für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren als oberste Aufsichtsbehörde nach dem Selbstbestimmungsstärkungsgesetz.

Abschließend weisen wir auf die wichtigsten Telefonnummern hin:

  • Im Verdachtsfall, das heißt zur Klärung einer möglichen Erkrankung, unbedingt den eigenen Hausarzt/Hausärztin oder bei der Ärzte-Hotline Telefonnummer: 116117 (rund um die Uhr) anrufen.
  • Das Bundesministerium für Gesundheit hat eine Hotline für allgemeine Fragen zum Coronavirus eingerichtet: Telefonnummer: 030 / 346 465 100
  • Das Gesundheitsministerium Schleswig-Holstein hat eine Hotline zum Coronavirus eingerichtet: Telefonnummer: 0431 / 79 70 00 01 (spezifisch auf Schleswig-Holstein bezogene Fragestellungen).

Das Ministerium informiert darüber hinaus laufend aktuell online unter: Informationen zum Coronavirus und zur Grippesaison.

Dringende Hinweise zur Sicherstellung der pflegerischen Versorgung und zu Infektionsprävention in stationären Einrichtungen & Informationen zum Download