Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Rob / fotolia.de

Kinderrechte ins Grundgesetz!

Datum 20.09.2019

Land und Kinderschutzbund setzen sich mit einer gemeinsamen Erklärung dafür ein, die Rechte von Kindern und Jugendlichen zu verbessern.

Kinder brauchen besonderen Schutz, um sich frei entfalten und entwickeln zu können. Aus diesem Anlass ratifizierte die UN-Generalversammlung 1989 die Kinderrechtskonvention. Sie beinhaltet 41 Artikel und soll Kindern unter anderem gesunde Umweltbedingungen und ein Aufwachsen ohne Gewalt ermöglichen.

30 Jahre nach der Ratifizierung, am Weltkindertag, hat Familienminister Dr. Heiner Garg im Landeshaus die Erklärung "Zeit für Kinderrechte" unterzeichnet. Damit bekennt sich das Land zur Aufnahme von Kinderrechten ins Grundgesetz. "Wir nehmen in Schleswig-Holstein Kinderrechte ernst", betonte Garg. Sie seien bereits seit 2010 in der schleswig-holsteinischen Landesverfassung verankert. "Ich setze mich dafür ein, dass Kinderrechte auch ins Grundgesetz kommen", kündigte der Minister an.

Signalwirkung für Kinderrechte

Neben Garg unterzeichnete auch Irene Johns, Landesvorsitzende des Deutschen Kinderschutzbundes, die Erklärung. "Der heutige Tag hat Signalwirkung für die Kinderrechte im Norden mit einer Strahlkraft in die ganze Republik", sagte Johns.

Landtagspräsident Klaus Schlie hatte die Erklärung bereits im Vorfeld unterzeichnet. Er wurde bei den Feierlichkeiten im Landeshaus von Landtags-Vizepräsidentin Annabell Krämer vertreten. Die UN-Kinderrechtskonvention lebe davon, dass sie auch umgesetzt und mit Leben gefüllt wird, sagte Krämer. "Genau das, Kinder zu fördern, zu schützen und zu beteiligen, haben wir uns hier in Schleswig-Holstein zum Ziel gesetzt."

Mobile Werbung im Land

Ein Mann unterschreibt auf einem Zettel an einer Litfaßsäule. Der 'Mobile Platz der Kinderrechte' soll schon bald im ganzen Land auf das Thema aufmerksam machen. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der 'Mobile Platz der Kinderrechte' soll schon bald im ganzen Land auf das Thema aufmerksam machen. © R. Hollmann / Landtag SH

Unmittelbar nach der Unterzeichnung enthüllte Garg gemeinsam mit Krämer den "Mobilen Platz der Kinderrechte". Dabei handelt es sich um eine Art transportabler Litfaßsäule des Kinderschutzbundes. "Dies ist ein starkes Zeichen für die Rechte von Kindern. Nicht nur im Landeshaus, sondern zukünftig an weiteren Orten in Schleswig-Holstein", sagte Garg, der Schirmherr der Aktion ist.

Der "Mobile Platz" wird künftig an verschiedenen Orten im Land ausgestellt und soll Menschen zum Beispiel in Rathäusern, Museen oder Bibliotheken auf das Anliegen aufmerksam machen.