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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Eric / fotolia.de

Offenheit und Respekt garantieren

Datum 29.11.2019

Kurz vor dem Weltaidstag hat Sozialminister Dr. Heiner Garg die Arbeitgeberdeklaration der Deutschen Aidshilfe unterzeichnet.

In Deutschland leben rund 88.000 Menschen mit HIV, etwa 1.500 von ihnen in Schleswig-Holstein. HIV-Infektionen können mittlerweile gut behandelt werden, sodass Aids-Erkrankungen vermeidbar sind. Bei richtiger Therapie sind HIV-positive Menschen nicht einmal mehr ansteckend. Dennoch erfahren viele Betroffene noch immer Vorurteile und Ausgrenzung – sowohl im Privatleben als auch am Arbeitsplatz.

Kurz vor dem Weltaidstag am 1. Dezember hat Sozialminister Dr. Heiner Garg deswegen die Arbeitgeber­deklaration "positiv arbeiten" der Deutschen Aidshilfe für das Sozialministerium unterzeichnet. Die Erklärung verpflichtet die Arbeitgeber dazu, sich in ihren Betrieben gegen die Diskriminierung von Betroffenen einzusetzen.

Leben ohne Einschränkungen

"Mit der Unterzeichnung möchte ich auch dazu beitragen, dass HIV-positive Menschen im Berufsleben Offenheit und Respekt erfahren", sagte Garg. "Bei rechtzeitiger Diagnose und Therapie muss HIV heute keine Einschränkungen mehr nach sich ziehen." Menschen mit HIV könnten ihren Beruf ausüben wie andere Beschäftige auch, erklärte der Minister. Beim Sozialministerium seien sie herzlich willkommen und würden – sofern erwünscht – Unterstützung und Beratung erhalten.

Portraitfoto Dr. Heiner Garg

Mit der Unterzeichnung möchte ich auch dazu beitragen, dass HIV-positive Menschen im Berufsleben Offenheit und Respekt erfahren.

Dr. Heiner Garg

Hilfsangebote in Schleswig-Holstein

Betroffene und ihre Angehörigen finden im echten Norden Unterstützung bei den Aidshilfe-Vereinen in Flensburg, Kiel, Lübeck, Neumünster und Nordfriesland. Die Vereine bieten unter anderem HIV-Tests, persönliche Beratungsgespräche und Selbsthilfegruppen an. Außerdem organisieren sie regelmäßig Präventionskurse, Fortbildungen, Vorträge und Benefizveranstaltungen.

Daneben gibt es auch zahlreiche Beratungsangebote bei den Gesundheitsämtern der Kommunen und in Krankenhäusern. Wer telefonisch Hilfe sucht, kann sich unter der Telefonnummer 0180-3319411 an die Deutsche Aidshilfe wenden (werktags zwischen 9 und 21 Uhr sowie am Wochenende zwischen 12 und 14 Uhr).

Veranstaltungen zum Weltaidstag

Mehrere der schleswig-holsteinischen Hilfsorganisationen beteiligen sich auch am Weltaidstag am 1. Dezember. So lädt etwa die Aidshilfe Neumünster ab 15 Uhr zum Tag der Offenen Tür ein. Außerdem können sich Interessierte in der ersten Dezemberwoche täglich anonym beraten und kostenlos auf HIV testen lassen. Die Aidshilfe Lübeck lädt am 1. Dezember um 17 Uhr zu einem Gedenkmarsch für im Nationalsozialismus verfolgte Homosexuelle mit anschließendem Gottesdienst in der Marienkirche ein. Am 30. November bietet der Lübecker Verein ebenfalls kostenlose und anonyme Beratung sowie HIV-Tests an. Am selben Tag informiert die Aidshilfe Nordfriesland mit einem Stand vor der Schwan-Apotheke in Husum über ihre Arbeit.

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