Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© photographee.eu / fotolia.de

Impfen rettet Leben

Datum 23.05.2019

Auf der Nationalen Impfkonferenz in Hamburg hat sich Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg für eine Impfpflicht gegen Masern ausgesprochen.

Im vergangenen Jahr haben sich in Europa mehr als 82.000 Personen mit Masern infiziert – in Deutschland waren 544 Menschen betroffen. Dabei könnte diese hoch ansteckende und potenziell lebensbedrohliche Infektionskrankheit ausgerottet werden, wenn sich genügend Menschen dagegen impfen lassen würden. Doch gerade in den Industrieländern sank in den vergangen Jahren die Bereitschaft zum Impfen. Durch die zusätzlich gestiegene globale Migrationsbewegung sind die Masernfälle weltweit in den letzten Jahren wieder um 30 Prozent angestiegen. Die Weltgesundheitsorganisation hat deshalb im Januar 2019 die Masern zur Bedrohung der globalen Gesundheit erklärt.

Impfkonferenz in Hamburg

Schleswig-Holstein und Hamburg richten nun zusammen die 6. Nationale Impfkonferenz aus. Ziel der zweitägigen Veranstaltung ist es, wichtige Akteure des Impfwesens zu vernetzen und Ansätze zur Steigerung der Impfquote zu erarbeiten. "Mit einer einfachen Impfung schützt man sich selbst und andere – gerade auch Menschen, die sich nicht impfen lassen können wie beispielsweise Säuglinge", erklärte Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg.

Gemeinsames Ziel der Konferenzteilnehmer sei es, so viele Menschen wie möglich zu motivieren, ihren Beitrag zum Eigen- und Gemeinschaftsschutz zu leisten. Daher befürworte er auch eine Impflicht gegen Masern. "Bei einer Umsetzung muss die bestmögliche Akzeptanz einer Impfpflicht erreicht werden, um umfassenden Impfschutz zu erreichen und Umgehungsmechanismen zu vermeiden", sagte der Minister.

Portraitfoto Dr. Heiner Garg

Mit einer einfachen Impfung schützt man sich selbst und andere – gerade auch Menschen, die sich nicht impfen lassen können.

Dr. Heiner Garg

Unkomplizierte Impfangebote

Beide Länder wollen mit umfassenden Informationen und durch niedrigschwellige Angebote außerhalb von Arztpraxen die Impfbereitschaft in der Bevölkerung steigern. Darüber hinaus sollen durch Aktionstage an Hochschulen und berufsbildenden Schulen junge Erwachsene ihren Impfschutz schnell und flexibel vor Ort auffrischen können.

Ein weiterer Schwerpunkt der Impfkampagne liegt beim medizinischen sowie pflegerischen Personal, das durch den häufigen Kontakt mit Patienten und Angehörigen ein erhöhtes Risiko hat, sich anzustecken.

Mehr Informationen

Unter www.nationale-impfkonferenz.de stehen Informationen zur Nationalen Impfkonferenz und später auch der Berichtsband der Konferenz bereit.