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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© zwiebackesser / fotolia.de

Anerkennung und Unterstützung

Datum 23.01.2019

Sozialminister Garg berichtet über die Aufarbeitung von Unrecht in Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie sowie der Behindertenhilfe.

Schleswig-Holstein arbeitet das Unrecht und das Leid auf, das Menschen in Einrichtungen der Kinder- und Jugendpsychiatrie oder Einrichtungen der Behindertenhilfe zwischen 1949 und 1975 widerfahren ist. So können Betroffene seit 2017 über eine Anlaufstelle der dafür gegründeten Stiftung eine finanzielle Anerkennung erhalten. Daneben findet eine wissenschaftliche Aufarbeitung sowohl in Deutschland als auch in Schleswig-Holstein in Abstimmung mit dem Stiftungsbeirat statt, in dem auch Betroffene engagiert sind.

Im November 2018 hatten der Sozialausschuss des schleswig-holsteinischen Landtags und das Sozialministerium zudem gemeinsam mit den Betroffenen ein öffentliches Symposium mit dem Titel "Die Vergangenheit im Kopf – die Zukunft in der Hand" im Plenarsaal des schleswig-holsteinischen Landtags organisiert, bei dem insbesondere die Betroffenen zu Wort kamen und von ihren Erlebnissen berichten konnten.

Im Landtag hat sich nun eine Mehrheit aller demokratischen Parteien dafür ausgesprochen, den Prozess zur Aufarbeitung, Anerkennung und Unterstützung der Betroffenen weiter voranzutreiben.

Opfer im Mittelpunkt

Sozialminister Dr. Heiner Garg begrüßte die fraktionsübergreifende Unterstützung. "Die Opfer müssen im Mittelpunkt unseres Handelns stehen. Alle Beteiligten sollten dazu beitragen, dass die Betroffenen Zugang zu den bestehenden Unterstützungsleistungen erhalten." Seit April 2017 bereits 60 Veranstaltungen der Stiftung Anerkennung und Hilfe in Schleswig-Holstein, um Betroffene zu informieren. 377 Menschen erhielten bislang Unterstützungszahlungen von insgesamt 4,05 Millionen Euro. Damit gehört Schleswig-Holstein zu den Bundesländern mit den meisten Auszahlungen.

Ausführliche Informationen finden Sie hier:

i Stiftung Anerkennung

i Häufig gestellte Fragen

i Persönliche Ansprechpartnerinnen

Hilfe für Betroffene

Die Stiftung "Anerkennung und Hilfe" kann Opfer mit insgesamt bis zu 14.000 Euro (Geldleistung und Rentenersatzleistung) unterstützen. In Schleswig-Holstein befindet sich die Beratungsstelle der Stiftung beim Landesamt für soziale Dienste in Neumünster. Dort können sich Betroffene melden. Zusätzlich verantwortet "Anerkennung und Hilfe" auch die öffentliche und wissenschaftliche Aufarbeitung der Vorfälle. Hierfür werden in einem Forschungsprojekt nicht nur die Missstände der Vergangenheit untersucht, sondern auch Reformvorschläge entwickelt.