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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Rob / fotolia.de

Nächster Schritt zur Kitareform

Datum 10.09.2019

Das Kabinett hat den Reformplänen von Sozialminister Dr. Heiner Garg zugestimmt. Nun entscheidet der Landtag.

"Wir beenden hohe Gebühren, steigern die Qualität und stellen die Kitafinanzierung erstmals auf ein dauerhaft verlässliches Fundament", fasste Sozialminister Dr. Heiner Garg die Pläne für die Kitareform 2020 zusammen. Am Vormittag hatte das Landeskabinett den Plänen zugestimmt. Mit der Zustimmung sei ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu einem familienfreundlicheren Schleswig-Holstein getan, sagte Garg. Der Gesetzentwurf wird nun dem Landtag zur weiteren Beratung zugeleitet. Die Reform soll ab dem 1. August 2020 umgesetzt werden.

Beispiellose Investition

Für die Kitareform investiert das Land in dieser Legislatur rund eine Milliarde Euro zusätzlich im Vergleich zum Jahr 2017. Darin enthalten sind 191 Millionen Euro zusätzliche Bundesmittel. Damit wird sich die Förderung pro Kind in dieser Legislatur mehr als verdoppeln – von durchschnittlich rund 2.000 Euro im Jahr 2017 auf rund 4.400 Euro im Jahr 2022. "Das ist ein Kraftakt, von dem Familien und Schleswig-Holstein insgesamt profitieren werden", sagte der Minister. Die Landesregierung wolle jedem Kind Zugang zu einer guten frühkindlichen Bildung und damit bestmögliche Startchancen ermöglichen. "Zugleich ist eine gute Kinderbetreuung die Voraussetzung für die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und damit für Eltern aber auch Arbeitgeber essentiell."

Weniger zahlen, mehr bekommen

Durch die Reform sollen die Elternbeiträge gedeckelt und den Eltern eine größere Wahlfreiheit gegeben werden. Darüber hinaus verbessert das Land den Fachkraft-Kind-Schlüssel von rund 1,5 Erziehern auf zwei pro Gruppe im Elementarbereich. Die Finanzierung wird auf gänzlich neue Beine gestellt: Erstmals beteiligt sich das Land mit einem verlässlichen Anteil pro betreutem Kind an den Kosten und entlastet dadurch die Kommunen. Der Landesbeitrag wird damit automatisch gekoppelt an die üblichen Kostensteigerungen sowie die Entwicklung der Platzzahlen und der Betreuungszeiten.

Ausführlicher Beteiligungsprozess

Landeselternvertretung, Trägerverbände und Kommunale Landesverbände hatten die Reformpläne der Landesregierung eng begleitet. Dadurch konnten wertvolle Anregungen aufgenommen, einzelne Aspekte klargestellt und Berechnungen präzisiert werden. Eine Anhörung der Beteiligten zwischen der ersten und zweiten Kabinettsbefassung hatte den Reformbedarf erneut deutlich gemacht.

Weitere Informationen

Kitareform 2020