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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© Eric / fotolia.de

Die Rechte der Jüngsten stärken

Datum 21.08.2019

Kinder und Jugendliche sollen besser beteiligt und geschützt werden: Dafür arbeiten Land und Deutsches Kinderhilfswerk künftig noch stärker zusammen.

Kinder brauchen besonderen Schutz, um sich frei entfalten und entwickeln zu können. Darum ratifizierte der Bund 1992 die Kinderrechtskonvention der Vereinten Nationen. Eine Initiative Schleswig-Holsteins, der sich kürzlich weitere Länder anschlossen, geht noch einen Schritt weiter: Kinderrechte sollen fest im Grundgesetz verankert werden. Hierfür will das Land nun auch seine Zusammenarbeit mit dem Deutschen Kinderhilfswerk weiter ausbauen.

Durch Verfassung besonders schützen

"Wir wollen ein kinderfreundliches Schleswig-Holstein, in dem Kinder ernst genommen werden, sich wohl fühlen und Kind sein dürfen", betonte Familienminister Dr. Heiner Garg bei einem Arbeitstreffen mit Vertretern des Kinderhilfswerks in Kiel. Es sei wichtig, Kinder und Jugendliche zu beteiligen, um gemeinsam auf gute Lebensverhältnisse und Umweltbedingungen für Kinder hinzuwirken. "Deshalb setzen wir uns neben unserer Arbeit hier in Schleswig-Holstein auf Bundesebene für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz ein", sagte Garg.

Derzeit arbeiten Vertreter des Bundes und der Länder an einem entsprechenden Formulierungsvorschlag für die Grundrechte. Noch im Laufe dieses Jahres soll der Entwurf vorgelegt werden.

Kinder stärker beteiligen

Gemeinsam wollen Schleswig-Holstein und das Deutsche Kinderhilfswerk künftig ihre Öffentlichkeitsarbeit ausbauen und noch stärker auf Projekte für Kinder und Jugendliche aufmerksam machen. Mit Aktionen wie "PartizipAction", "Fit für Mitbestimmung", "Demokratiebildung in Kitas" und "Kommunale Kinder- und Jugendvertretungen" sollen Kinder und Jugendliche stärker in den demokratischen Meinungsbildungsprozess einbezogen werden. So erfahren sie etwa in Workshops, wie sie ihre Anliegen am besten in der Politik einbringen oder wie sie durch spannende Präsentationen besser auf ihre Forderungen aufmerksam machen können.

Ein Mann und eine Frauen stehen in einem Foyer und halten ein unterschriebenes Dokument in den Händen. Minister Garg und Anne Lütkes vom Kinderhilfswerk bei der Übergabe der Kooperationsvereinbarung in Kiel. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Garg und Anne Lütkes vom Kinderhilfswerk bei der Übergabe der Kooperationsvereinbarung in Kiel. © Sozialministerium

Erfolgreiche Partner für Kinderrechte

Schleswig-Holstein und Deutsches Kinderhilfswerk arbeiten bereits seit 30 Jahren eng zusammen, um die Kinder- und Jugendbeteiligung im echten Norden auszubauen, zum Beispiel in der Gemeinschaftsaktion "Schleswig-Holstein – Land für Kinder". Der gemeinsame Fonds soll die Beteiligung von Kindern in der Kommune und in der Schule fördern.

Durch die erfolgreiche Zusammenarbeit sei Schleswig-Holstein deutschlandweit Vorreiter in Sachen Kinder- und Jugendpartizipation, sagte die Vizepräsidentin des Deutschen Kinderhilfswerkes und ehemalige Justiz- und Jugendministerin Schleswig-Holsteins, Anne Lütkes. "Wir freuen uns, dass wir mit dem Land Schleswig-Holstein einen gewichtigen Partner für die Verankerung der Kinderrechte im Grundgesetz an unserer Seite haben."