Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© nadezhda1906 / fotolia.de

Zur Kitareform auf dem Laufenden

Datum 30.11.2018

Die Neuordnung der Kita-Finanzierung ist ein Leitprojekt dieser Landesregierung, das bis zum Ende der Legislaturperiode, umgesetzt werden soll.

In den vergangenen Jahren hat sich in Schleswig-Holstein eine hochkomplexe und mitunter hochkomplizierte Struktur des Kita-Finanzierungssystems ergeben. Die Neuordnung der Kita-Finanzierung in ein transparenteres, bürokratieärmeres und landesweit vereinheitlichtes Finanzierungssystem ist ein Leitprojekt dieser Landesregierung, das bis zum Ende der Legislaturperiode, also bis 2022, umgesetzt werden soll.

Die wichtigsten Punkte auf einen Blick

Wir deckeln die Elternbeiträge.

Ab dem 1. August 2020 werden wir die Beiträge auf einen landeseinheitlichen Betrag für einen Ganztagsplatz begrenzen. Diese Systemumstellung ermöglicht mittelfristig die Absenkung der Elternbeiträge auf Null.

Wir steigern die Qualität.

Für die Steigerung der Qualität haben wir uns darauf verständigt, den Personalschlüssel im Ü3-Bereich auf 2 Kräfte anzuheben, dies finanziert das Land. Außerdem wollen wir Vor- und Nachbereitungszeiten sowie Leitungsfreistellungen durch zusätzliche Landesmittel verbindlich machen.

Wir vereinfachen die Finanzierung.

Zukünftig soll es eine Referenz-Kita geben, in der alle vom Land gesetzten Personal- und Ausstattungsstandards sowie pädagogischen und administrativen Vorgaben pauschal ausfinanziert werden, dies ist das neue Standard-Qualitäts-Kosten-Modell (SQKM). Die Kreise sollen alle Finanzströme des SQKM bündeln und so eine gruppenbezogene Finanzierung der Einrichtungen umsetzen. Wie auch bisher sollen die Eltern ihre Beiträge direkt an den Träger zahlen.

Wir entlasten die Kommunen.

Im Rahmen des Kommunalpaktes haben wir in den Jahren 2018 und 2019 zusätzlich zu unseren Konnexitätsverpflichtungen (ca. 75 Mio. €) die Kommunen bereits mit 35 Millionen Euro entlastet. Bis zum Jahr 2022 gibt das Land weitere 100 Millionen Euro für die finanzielle Entlastung der Kommunen ins System. Zudem soll es zukünftig für die Standortgemeinden keine regelhafte Restkostenfinanzierungspflicht mehr geben, eine mögliche Finanzierungslücke durch nicht vollständig belegte Gruppen soll nicht mehr die Gemeinde tragen müssen.

Wir stehen zu unserer finanziellen Verantwortung.

Mit der Neuregelung wird sich das Land erstmals mit einem verlässlichen Finanzierungsanteil pro betreutem Kind an den Kosten beteiligen. Der Landesbeitrag ist damit automatisch gekoppelt an die Entwicklung der Platzzahlen und der Betreuungszeiten. Die Kostendynamik wird so verlässlich auf mehrere Schultern verteilt.

Wir stärken das Wunsch- und Wahlrecht der Eltern.

Bereits heute haben nach bundesgesetzlichen Regelungen Eltern das Recht zu entscheiden in welche Kita ihr Kind gehen soll, dieses Recht ist in Schleswig-Holstein bisher nicht verwirklicht. Wir schaffen die Möglichkeit, dass Eltern zwischen freien Plätzen wählen können und so zum Beispiel ihr Kind näher am Arbeitsplatz unterbringen können.

Aktuell informiert

Die jeweils neuesten Informationen sowie Antworten auf häufig gestellte Fragen (FAQ) zum Kitareform-Prozess finden sie hier.