Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© photographee.eu / fotolia.de

Ein Beruf mit Zukunft

Datum 07.12.2018

Sozialminister Heiner Garg hat in Kiel die Gewinner des Altenpflegepreises 2018 gewürdigt.

Eine Imagekampagne, eine Wohnküche, ein Fahrrad-Fahrdienst: Im ganzen Land arbeiten Altenpflege-Einrichtungen mit vielen verschiedenen Projekten daran, die Pflegearbeit zu verbessern und das Berufsbild attraktiver zu machen. Insgesamt 10 dieser Projekte waren für den Altenpflegepreis des Landes nominiert. Bei der Preisverleihung im Kieler Landeshaus hat Sozialminister Heiner Garg nun drei von ihnen ausgezeichnet. Den mit 3.000 Euro dotierten 1. Preis erhielt die AWO Schleswig-Holstein, zwei 2. Preise zu je 1.500 Euro gingen an Altenpflegeheime aus Ahrensburg und Itzehoe. Außerdem wurde vor Ort ein mit 500 Euro dotierter Publikumspreis vergeben – ihn erhielt das bereits ausgezeichnete Team aus Itzehoe.

Wertvolle Hilfe, verdiente Anerkennung

"Engagierte Pflegekräfte leisten täglich wertvolle Hilfe für viele pflegebedürftige Menschen in Schleswig-Holstein", erklärte Dr. Garg bei der Preisverleihung. "Ihnen gilt mein herzlicher Dank, höchste Anerkennung und Respekt! Die eingereichten Projekte zeigen, wie engagierte Mitarbeiter die Pflege voranbringen und dabei Vorbild für andere sind." Es sei Aufgabe aller Beteiligten, die Arbeitsbedingungen so zu verbessern, dass immer mehr Mitarbeiter ihre Arbeit trotz der Anstrengungen als sinnstiftend und als Teamleistung erlebten. Ein Beruf mit Zukunft sei die Pflege in jedem Fall, sagte der Sozialminister.  

Portraitfoto Dr. Heiner Garg

Die Projektideen sind ein Beleg für die großartige Arbeit in der Pflege in Schleswig-Holstein.

Dr. Heiner Garg

Beleg für großartige Arbeit

Der Altenpflegepreis wird seit 2004 in Kooperation mit dem Landespflegeausschuss vergeben und stand dieses Jahr unter dem Motto "Zeigen, was gute Pflege alles kann". Mit seiner Verleihung wird die gesellschaftliche Bedeutung der Altenpflege unterstrichen und deren Professionalität, Kreativität und die abwechslungsreiche Tätigkeit in den Fokus gerückt. "Der Preis trägt auch dazu bei, dass andere erfahren, wie vielseitig, innovativ und spannend der Beruf ist", sagte Garg. "Die Projektideen sind ein Beleg für die großartige Arbeit in der Pflege in Schleswig-Holstein."

Weitere Informationen zum Schleswig-Holsteinischen Altenpflegepreis

Preisträger und Jurymeinung

  1. 1. Preis
  2. 2. Preis und Publikumspreis

1. Preis

1. Preis

Vier Menschen stehen nebeneinander vor einem Plakat. 1. Platz Altenpflegepreis 2018 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Thio Abou (v.l.), Peggy Repenning, Patrick Galuska und Uwe Braun freuen sich über den 1. Platz. © Staatskanzlei

AWO Schleswig-Holstein, Bereich Pflege

Die Pflegeabteilung der "AWO Schleswig-Holstein gGmbH“ aus Kiel erhält den 1. Preis für ihre Kampagne zur Attraktivitätssteigerung des Berufsbilds Pflege. Mit der Kampagne "(M)ein Fairer Job - Vom Vorurteil zum Vorteil" begeistere die AWO Menschen von dem Beruf, urteilte die Jury. Unter dem erarbeiteten Label Fairwork wurden Filmsequenzen, Plakataktionen und Flyer entwickelt. Dabei trete das eigene Personal als "Markenbotschafter" auf und räume mit verbreiteten Vorurteilen auf. Gleichzeitig würden die Rahmenbedingungen der Arbeit bei der AWO aufgezeigt und das Berufsbild Pflege ins rechte Licht gerückt.

"Mein persönlicher Dank richtet sich an die leitenden Mitarbeiter und an den Mut der Markenbotschafter, die sich hinstellen und sagen: Ich bin Krankenpflegerin, habe einen tollen Job und mache das gern", sagte Uwe Braun, Leiter der AWO-Pflege.

Die Bemühungen der AWO zeigten große Wirkung: Das gesetzte Ziel, im Rahmen dieser Aktion 150 neue Mitarbeiter und Auszubildende zu gewinnen, konnte weit übertroffen werden – mittlerweile sind es bereits mehr als 200. Die Kampagne wird im Jahr 2019 fortgesetzt und zusätzlich um ein digitales Projekt ergänzt.

2. Preis und Publikumspreis

2. Preis

Sechs Menschen stehen nebeneinander. Zwei von ihnen halten Blumensträuße in der Hand. Der Publikumspreis Altenpflege 2018 (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Für ihre Idee, gemeinsam mit den Heimbewohnern zu kochen, erhielt das Team um Anke Hinrichsen (3.v.l.) auch den Publikumspreis. © Staatskanzlei

Preisträger 1: "Seniorenzentrum Itzehoe Olendeel" (gleichzeitig Publikumspreis)

Das "Seniorenzentrum Itzehoe Olendeel" wird für die Einführung eines Wohnküchenkonzeptes ausgezeichnet. Das Projekt nimmt sich den Ablauf eines "normalen" Haushaltes beim Mittagessen zum Vorbild. Dafür arbeiten die Mitarbeiter der Hauswirtschaft und der Pflege eng vernetzt zusammen, um die Bewohner so weit wie möglich in die Planungen, Vorbereitungen und das Kochen des Mittagessens einzubeziehen.

"Ich danke den Mitarbeitern der Hauswirtschaft, in der Pflege und im sozialen Bereich – sie sind diejenigen, die in den täglichen Widrigkeiten entscheiden. Das macht mich selbst sprachlos", sagte die Pflegedienst-Leiterin des Hauses Anke Hinrichsen.

Durch die Bestimmung des Speiseplans und die Beteiligung an der Zubereitung würden die Selbstbestimmung und die Selbständigkeit der Bewohner in hohem Maß erhalten und gefördert, urteilte die Jury. Außerdem entstehe durch die gemeinsame Arbeit in den Wohnküchen und den täglichen Austausch eine familiäre Atmosphäre bei sinnstiftender Tagesstrukturierung. Die selbst gekochten Speisen und das Essen in kleiner Runde schafften eine zufriedene Stimmung und steigerten die Lebensqualität.

Preisträger 2: "Tobias-Haus", Alten- und Pflegeheim gGmbH

Das Altenpflegeheim "Tobias-Haus" aus Ahrensburg wird für den Einsatz einer Fahrrad-Rikscha ausgezeichnet. Mit dem Einsatz dieses "Ältesten-Rads" werde die Mobilität und die Teilhabe der Bewohner gefördert und gleichzeitig das Image der Altenpflege verbessert, urteilte die Jury. Die Bewohner haben die Möglichkeit, zusammen mit ihren Angehörigen oder engagierten Ehrenamtlichen Ausflüge in die Natur oder in die Stadt zu unternehmen.

"Wir möchten alten Menschen die Möglichkeit geben, ihren Radius zu erweitern. Kommen Sie nach Ahrensburg, ich fahre Sie durch die Stadt", sagte Christine Berg, die Heimleiterin des Tobias-Hauses.

Durch einen leicht zugänglichen Belegungsplan könnten die Fahrten einfach aufeinander abgestimmt werden. Zugleich diene die Rikscha auch als Werbeträger für das Pflegeheim. Zur Gewinnung von sogenannten "EhrenStramplern" wurde eine Initiative entwickelt, um möglichst viele ehrenamtlich Engagierte als Rikschafahrer zu begeistern. Für die Jury erzielte das Projekt damit gleich drei Effekte: die Steigerung der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner, die Förderung ehrenamtlichen Engagements und die Aufwertung des Ansehens der Altenpflege.