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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© photographee.eu / fotolia.de

Gegen Vorurteile und Ausgrenzung

Datum 01.12.2017

Am Welt-AIDS-Tag erinnert Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg an Aufklärung und Solidarität im Umgang mit der Krankheit.

In Schleswig-Holstein leben derzeit etwa 1.500 Menschen mit HIV oder AIDS, im Jahr 2016 haben sich 65 Personen neu infiziert. "Daher ist es so wichtig, rechtzeitig die richtigen Maßnahmen einzuleiten. Nur wer von seiner Infektion weiß, kann eine adäquate Therapie erhalten und sich und andere schützen. Wir dürfen nicht nachlassen, darüber aufzuklären und daran zu erinnern", betonte Garg. Eine Infektion sei zu einer sehr gut behandelbaren chronischen Erkrankung geworden. AIDS, als Folgeerkrankung der HIV-Infektion, brächte bei gut Therapierten in der Regel nicht mehr aus.

Prävention statt Infektion

Damit es nicht erst zu einer Ansteckung mit der Krankheit kommt, ist es wichtig weiter über die Krankheit aufzuklären. Die AIDS-Hilfen und Beratungsstellen im Land informieren deshalb vor allem Jugendliche und junge Erwachsene über Übertragungs- und Ansteckungsmöglichkeiten. Schutz vor HIV und vielen anderen sexuell übertragbaren Erkrankungen bietet in erster Linie die Nutzung von Kondomen.

Drei Männer gucken in die Kamera Daniel Günther und 'Jugend gegen AIDS' (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Ministerpräsident Daniel Günther hat Roman Malessa (r.) und Daniel Nagel (l.) von der ehrenamtlichen Initiative 'Jugend gegen AIDS' empfangen. © Staatskanzlei

Ministerpräsident Daniel Günther hat sich dazu bereits im November von Vertretern der ehrenamtlichen Initiative "Jugend gegen AIDS" über ihre Aufklärungsarbeit, zum Beispiel auf Schulworkshops, Festivals oder großen öffentlichen Veranstaltungen informieren lassen.

Testen lassen

Ein weiteres wichtiges Präventionsinstrument ist der HIV-Test, der sowohl beim Arzt, in Gesundheitsämtern als auch bei einigen AIDS-Hilfen gemacht werden kann. Sollte ein Test positiv ausfallen, hat der Betroffene durch eine frühzeitige Diagnose und einen frühen Therapiebeginn nicht nur die Chance auf ein Leben fast ohne Einschränkungen. Er kann durch die Medikamente auch seine Mitmenschen vor einer Ansteckung schützen.

Wie wichtig ein HIV-Test sein kann, zeigt die Zahl der Schleswig-Holsteiner, die nicht wissen, dass sie infiziert sind: Das Robert Koch Institut schätzt sie auf derzeit 310 Personen. "Viele ahnen vielleicht nicht, dass sie infiziert sind, andere verdrängen womöglich das Thema, zum Beispiel aus Angst vor Diskriminierung. Dabei gibt es im alltäglichen Umgang mit Infizierten keine Ansteckungsrisiken", sagt Frau Dr. Petra Schulze-Lohmann von der Landesvereinigung für Gesundheitsförderung SH, welche die HIV / AIDS-Präventionsarbeit im Land koordiniert.

Akzeptanz und Solidarität

Leider seien Akzeptanz und Solidarität bei diesem Thema noch immer nicht selbstverständlich und Situationen, in denen Infizierte Diskriminierung erfahren, häufig. "Umso wichtiger ist es, aufzuklären und darauf aufmerksam zu machen, dass es ein Miteinander ohne Vorurteile und Ausgrenzung geben kann und muss", sagte Garg.

Veranstaltungen zum Welt-AIDS-Tag

Kiel

  • 17.30 Uhr: „Lichtergang“ Innenstadt, um der an AIDS erkrankten und verstorbenen Menschen zu gedenken. Veranstalter ist u. a. der Christopher Street Day Kiel e.V. (csd-kiel.de), Treffpunkt Haupteingang "Neues Rathaus" um 17.30 Uhr
  • Ab 10 Uhr: IKEA: Information in Zusammenarbeit mit ProFamilia, Gesundheitsamt

Lübeck

  • ab 11 Uhr: Stand in der Mensa der Universität zu Lübeck
  • 18 Uhr: Solidaritätsmarsch durch die Innenstadt, Start Engelsgrube 16
  • 19 Uhr: Andacht in St. Marien Lübeck, Marienkirchhof 1

Büsum

  • Prävention in der Schule am Meer, Infostand und Angebot für Eltern

Neumünster

  • Sonntag, 3.12., 17 Uhr: Gedenkgottesdienst, Vicelin-Kirche