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Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

Portraitfoto Dr. Heiner Garg
Dr. Heiner Garg

Minister für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren

© nadezhda1906 / fotolia.de

Gesundheitsminister Dr. Garg setzt sich im Bundesrat für Stärkung der Altenpflege-Ausbildung ein: Bund muss Ausbildungsniveau der Altenpflege anpassen!

Datum 21.09.2018

BERLIN. Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg setzt sich heute (21.9.) im Bundesrat für die Stärkung der Altenpflegeausbildung ein. Mit einem Antrag Schleswig-Holsteins zu der von der Bundesregierung vorgesehenen neuen Ausbildungs- und Prüfungsverordnung für die Pflegeberufe soll der Bund zu Verbesserungen aufgefordert werden: Ziel ist es, die einseitige Absenkung des Niveaus der Altenpflegeausbildung in der Verordnung gegenüber den anderen Pflegeberufen zum nächstmöglichen Zeitpunkt aufzuheben und dass der Bund flankierend Maßnahmen ergreift, um die sich abzeichnende Benachteiligung für die Altenpflege zu minimieren.

Gesundheitsminister Dr. Heiner Garg betont dazu im Bundesrat: „Pflege ist Schwerstarbeit, die neben viel Herz und Engagement vor allem sehr viel Wissen erfordert – pflegerisches und medizinisches. Sie erfordert Einfühlungsvermögen, Organisationstalent, pharmakologisches wie psychologisches Fachwissen. Ich möchte, dass Deutschland endlich einen Rahmen schafft, der es den Pflegenden erlaubt, menschenwürdig und gut zu pflegen. Und das gilt für alle Pflegeberufe, einschließlich der Altenpflege!“

Derzeit setzen die Länder die Reform der Pflegeberufe um, die bisherigen drei Ausbildungen Altenpflege, Krankenpflege und Kinderkrankenpflege zu einem einheitlichen Berufsbild zusammenführen soll. Durch die jetzt vom Bund vorgesehene Ausbildungs- und Prüfungsverordnung könnte dieses Ziel aufgeweicht werden, da die Ausbildung in der Altenpflege auf einem niedrigeren Ausbildungsniveau erfolgen soll als die anderen Pflegeberufe.

Minister Garg betont: „Sicher ist es richtig, einen niedrigschwelligen Berufseinstieg zu ermöglichen. Aber niedrigschwelliger Einstig darf nicht zu einer dauerhaften Benachteiligung der Altenpflege führen. Das Wohlergehen hunderttausender Pflegebedürftiger hängt unmittelbar davon ab, ob wir ausreichend qualifizierte Fachkräfte gewinnen können. Wir fordern den Bund daher eindringlich dazu auf, das Ausbildungsniveau der Altenpflege wieder den Anforderungen der Generalistik und der Gesundheits- und Kinderkrankenpflege anzupassen!“ Auf eine formelle Maßgabe zum Verordnungsentwurf verzichtet Schleswig-Holstein, um das Gesamtprojekt der Reform nicht zu gefährden.

Verantwortlich für diesen Pressetext: Christian Kohl | Ministerium für Soziales, Gesundheit, Jugend, Familie und Senioren des Landes Schleswig-Holstein | Adolf-Westphal-Straße 4, 24143 Kiel | Telefon 0431 988-5317 | E-Mail: pressestelle@sozmi.landsh.de | Medien-Informationen der Landesregierung finden Sie aktuell und archiviert im Internet unter www.schleswig-holstein.de | Das Ministerium finden Sie im Internet unter www.schleswig-holstein.de/sozialministerium

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