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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Neuer Zeitplan für die Lindaunisbrücke

Datum 18.08.2021

Um Verkehr und Tourismus möglichst wenig zu beeinträchtigen, wird hauptsächlich im Winter an der neuen Brücke gearbeitet.

Die Klappbrücke über die Schlei bei Lindaunis wird durch eine komplett neue Brücke ersetzt, denn die ältesten Teile stammen schon aus dem Jahr 1892. Die Arbeiten laufen bereits seit September 2020 und führten in diesem Sommer zeitweise dazu, dass die bestehende Brücke nicht geklappt werden konnten. Dadurch wurde der Verkehr behindert und größere Schiffe konnten die Schlei nicht passieren. Um das in Zukunft zu verhindern, wurde der Bau-Zeitplan von der Deutschen Bahn (DB) in Absprache mit dem Land angepasst.

Millimeter-Arbeit

Im Juni mussten die Arbeiten an den Fundamenten und dem Baugrund unterbrochen werden. Grund dafür waren durch die Bauarbeiten hervorgerufene sogenannte Setzungen an der alten Brücke – also ein Absacken des Bauwerks – im Millimeterbereich. Dadurch wurde der komplexe Klapp- und Schließmechanismus der Brücke gestört. Die DB hat die Bauarbeiten daraufhin vorerst eingestellt und die alte Brücke instandgesetzt, um ein verlässliches Öffnen und Schließen in der Sommersaison sicherzustellen.

Bau-Pause im Sommer

In den kommenden Jahren werden in der Sommersaison nur Arbeiten ausgeführt, die die Nutzung der bestehenden Brücke nicht gefährden. Dazu gehören beispielsweise Betonarbeiten und die Montage der neuen Brücke. In diesem Jahr werden die Arbeiten erst Anfang November wieder aufgenommen. Verkehrs- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz zeigte sich mit dem neuen Vorgehen zufrieden: "Für den Tourismus samt Schifffahrt auf der Schlei sollte das unter diesen Umständen ein noch akzeptabler Weg sein." Er sei zuversichtlich, dass es den Ingenieurinnen und Ingenieuren sowie den Baufirmen gelingen kann, die alte Klappbrücke so zu stabilisieren, dass sie bis zur Inbetriebnahme des Neubaus weiter genutzt werden kann.

Wie geht es weiter?

Ab November werden die Baugrubenumschließung für die neuen Brückenpfeiler und die Gründung für die neuen Brückenunterbauten weitergebaut und verankert. Für den Damm, auf dem künftig das neue Gleis und die Straße verlaufen, stellt die DB außerdem die Bodenbefestigungen her.

Im nächsten Jahr wird dann der neue Damm aufgebracht. Es folgen alle weiteren Arbeiten, wie der Bau der Widerlager, die Errichtung des neuen Betriebsgebäudes, der Einbau der Brücke sowie die Herstellung der Straße und Schiene.

Während der Arbeiten im Winter kann die Brücke nicht geklappt werden, da die Gefahr von neuen Setzungen besteht – dann ist die Brücke nur zu Fuß oder per Rad passierbar. Für den Kfz-Verkehr wird eine Umleitung eingerichtet, der Zugverkehr wird durch Busse ersetzt.

Die neue Brücke

Nach dem Umbau wird dem Straßenverkehr je Fahrtrichtung ein eigener Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Separat auf einer Seite entsteht ein kombinierter Geh- und Radweg, der auch bei einer Zugdurchfahrt weiter genutzt werden kann – es werden dann nur noch die Kfz-Fahrstreifen gesperrt.

Weiterführende Infos zum Projekt gibt es unter: bauprojekte.deutschebahn.com/p/bruecke-lindaunis

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