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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Praxisorientierte Forschung

Datum 30.04.2021

Nicht nur in der Theorie spannend: Das Land fördert drei Energiewende-Forschungsprojekte mit fast einer Million Euro.

In Schleswig-Holstein gibt es viel Erneuerbare Energie, doch wie kann sie auch effizient genutzt werden? Welche Anwendungsbeispiele gibt es? Diesen Fragen widmen sich Schleswig-Holsteins Hochschulen und außeruniversitäre Forschungseinrichtungen schon länger mit großem Einsatz. Um sie zu unterstützen und die Forschungsinfrastrukturen zu stärken, hat die Landesregierung Ende 2018 einen Förderaufruf gestartet. Jetzt übergaben Wissenschaftsstaatssekretär Dr. Oliver Grundei, Energiewendestaatssekretär Tobias Goldschmidt und Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs gemeinsam virtuell die drei letzten Förderbescheide mit einer Gesamthöhe von rund 964.000 Euro.

Stromtrichter für höhere Spannung

Einen der Förderbescheide bekam die Hochschule Flensburg für ihr Projekt "Mittelspannungs-Netznachbildung“. "Ein sperriger Name, das Thema ist dafür umso spannender“, lobte Rohlfs. Das Ziel des Projekts war es, sogenannte Stromtrichter zu erforschen, die eine Umwandlung von Niedrigspannung in Mittelspannung ermöglichen. "Windkraftanlagen werden zukünftig immer leistungsfähiger werden, da ist die Nutzung von Mittelspannung viel effizienter. Und auch für die Landstromversorgung von großen Schiffen wird es viele Vorteile bringen“, erklärt Rohlfs. Das Projekt ist als einziges der zehn geförderten Forschungsvorhaben schon abgeschlossen.

Leise Innovation

Gleich zwei Förderbescheide bekommt das Forschungs- und Entwicklungszentrum der Fachhochschule Kiel. Das Projekt „SilentAeroHand“ hat es sich auf die Fahnen geschrieben, Windenergieanlagen leiser zu machen. Hierfür stellt das Land rund 430.000 Euro zur Verfügung. Grundei gratulierte: "Das erste Wort im Projekt ‚Silent‘ beschreibt die Innovation: Es geht darum, „smarte Windturbinenblätter“ zu entwickeln, die weniger Geräusche produzieren und trotzdem effizient sind.“ Neben der Förderung von Wasserstoffprojekten solle Schleswig-Holstein auch bei der Forschung in anderen Energiewende-Bereichen wie der Windenergie stark bleiben, betonte Grundei.

Selbstlernende Batteriesysteme

Im zweiten Forschungsvorhaben der FH Kiel wird ein cloudbasiertes Batteriemanagementsystem entwickelt. Damit soll ein Batteriesystem selbst seinen Lade- und Gesundheitszustand erkennen und lernen immer bessere Diagnosen zu treffen. Goldschmidt freute sich über das Projekt: "Wir brauchen mehr Tempo beim Klimaschutz. Von der Innovation eines cloudbasierten maschinellen Lernens werden nicht nur schleswig-holsteinische Unternehmen profitieren, die zuverlässige Speichersysteme benötigen, sondern auch das Weltklima." Schleswig-Holstein habe das Zeug dazu, Exportland für Klimaschutztechnologie werden.

Im Rahmen des Förderaufrufs wurden zehn Projekte ausgewählt, insgesamt förderte die Landesregierung die Vorhaben mit rund 6,3 Millionen Euro aus EFRE- und Landesmitteln.

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