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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Rückenwind für die deutschen Häfen

Datum 21.01.2021

Die norddeutschen Ressortchefinnen und -chefs fordern mehr finanzielle Unterstützung durch den Bund.

Corona-Pandemie, Green Deal, Digitalisierung, Brexit – die maritime Wirtschaft steht vor großen und teuren Herausforderungen. "Allein die Klima-Pakete bürden den Ländern erhebliche Verpflichtungen bei der Finanzierung der Hafeninfrastrukturen auf. Wir erwarten deshalb, dass der Bund seine bisherige finanzielle Unterstützung der Länder dynamisiert und ausbaut“, sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz als Gastgeber des mittlerweile 9. Hafenentwicklungsdialogs. Neben seinen Kolleginnen und Kollegen aus Bremen, Hamburg, Niedersachsen, Mecklenburg-Vorpommern und Nordrhein-Westfalen waren auch der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann, sowie der Maritime Koordinator der Bundesregierung, Norbert Brackmann, in der Videokonferenz zu Gast.

Stellschraube für den Umweltschutz

Die Wasserwege sind die Lebensader für den Welthandel: Rund 95 Prozent der Waren werden per Schiff transportiert. Deswegen sind die Häfen für Klima- und Umweltschutz eine wesentliche Stellschraube. Norbert Brackmann sieht hier enormes Potenzial für die deutschen Häfen: "Mit dem Ende der Atomkraft und dem Abschalten der Kohlekraftwerke wird klar, dass der deutsche Energiebedarf auch bei einem massiven Ausbau der erneuerbaren Energien nur durch Energie-Importe gedeckt werden kann. Die Häfen können zukünftig als Drehscheiben für alternative Kraftstoffe wie Wasserstoff dienen und so Ausgangspunkte für die weitere Verteilung in Deutschland und Europa sein.“ Auch in Sachen Umweltschutz und Energieeffizienz gingen die Häfen mit gutem Beispiel voran. So gebe es bereits in fast allen großen deutschen Häfen Landstromanlagen oder sie seien in Planung, betonte Brackmann.

Bund fördert digitale Lösungen

Bundesstaatssekretär Enak Ferlemann erinnerte in diesem Zusammenhang an die vielen Förderprogramme des Bundes: "Allein um die Digitalisierung und die Entwicklung neuer Technologien zu unterstützen, haben wir zum 1. Januar die Förderprogramme IHATEC II und DigiTest aufgesetzt.Lockdown, Brexit und strenge Klimaschutzvorgaben führten bei der maritimen Wirtschaft zu einem erhöhten Investitionsbedarf, um die Schiffe und Anlagen entsprechend zu modernisieren oder zu erneuern. "Insgesamt stehen nunmehr jährlich 14 Milliarden Euro für Verkehrsinvestitionen zur Verfügung, mit denen wir die maritimen Hauptachsen und Knoten stärken und Engpässe beseitigen“, erklärte Ferlemann.

Fairer Neustart der Kreuzfahrt-Saison

Doch nicht bei allen stehe Modernisierung und Digitalisierung ganz oben auf der Agenda. Auch wenn ein großer Teil der Betriebe in den Häfen bisher gut durch die Pandemie gekommen sei, liege eine Branche komplett am Boden, erinnerte Buchholz. "Beim Kreuzfahrtgeschäft geht im Moment gar nichts mehr, aber auch dieser Lockdown wird irgendwann vorbei sein. Wir haben uns deswegen darauf verständigt, dass wir bei der Öffnung der Häfen abgestimmt vorgehen, um Wettbewerbsverzerrungen zu vermeiden."

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