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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Weniger Menschen in Arbeit

Datum 05.01.2021

Steigende Arbeitslosenzahlen, weniger Erwerbstätige – doch nicht alles geht auf das Konto der Corona-Pandemie.

Ein saisontypischer Anstieg der Arbeitslosenzahlen und Auswirkungen der Corona-Pandemie – so stellt sich die Arbeitsmarktstatistik der Bundesagentur für Arbeit für Dezember dar. 92.824 Arbeitslose, das sind im Vergleich zum November 1,3 Prozent mehr, im Vergleich zum Dezember 2019 ein Plus von 17,5 Prozent (plus 13.821). Die Arbeitslosenquote liegt nun bei 5,9 Prozent. 

Vergleich zum Vorjahr: Corona sorgt für Anstieg

"Im Vergleich zu den Vorjahreszahlen sind die Auswirkungen der Pandemie deutlich sichtbar", sagte Arbeits- und Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz. Gerade junge Leute unter 25 sowie Ältere, Langzeit-Arbeitslose und Ausländer seien davon betroffen – von 15,6 Prozent Anstieg bei den arbeitslosen Jugendlichen bis hin zu 32,6 Prozent bei den Langzeitarbeitslosen.

Weniger Erwerbstätige

Auch die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland sank erstmals seit 14 Jahren wieder. "Dass die Zahl der Erwerbstätigen zurückgeht, ist nicht nur auf die Corona-Pandemie, sondern auch auf den demografischen Wandel zurückzuführen. Es stehen einfach weniger potenziell Erwerbstätige zur Verfügung", erläuterte Buchholz. In der größten Teilgruppe der Erwerbstätigen, den sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, zeichne sich in Schleswig-Holstein, entgegen dem Bundestrend, allerdings noch kein Rückgang ab.

Nach wie vor wichtig: Fachkräfte

"Der grundsätzliche Bedarf an Fachkräften und Spezialisten ist und bleibt hoch, besonders, wenn wir wieder in den wirtschaftlichen Aufschwung kommen", betonte der Minister und appellierte: "Umso notwendiger ist es, dass die Unternehmen im Land auch weiterhin ausbilden und in ihren Bemühungen auch in diesem Jahr nicht nachlassen."

Digitaler für die Zukunft aufstellen

Wie sich der Arbeitsmarkt und die Wirtschaft im neuen Jahr weiterentwickeln werden, sei laut Buchholz schwer vorherzusagen. "Mit der Pandemie und ihren Auswirkungen werden wir noch längere Zeit zu tun haben", sagte er. Doch viele Unternehmen hätten die Notwendigkeit erkannt, ihr Geschäftsmodell agiler und digitaler aufzustellen und sich damit fit für die Zukunft zu machen. "Davon kann auch die Wirtschaft in Schleswig-Holstein profitieren."

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