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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Durchmischte Bilanz

Datum 01.12.2020

Etwas weniger Arbeitslose, mehr Kurzarbeit: Die Arbeitsmarktzahlen aus dem November zeigen ein durchwachsenes Bild.

Im Vergleich zum Oktober sind die Arbeitslosenzahlen in Schleswig-Holstein leicht rückläufig, was Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz als positives Zeichen wertet. Jedoch seien die derzeitigen Schließungen ganzer Wirtschaftsbereiche darin noch nicht abgebildet. "Die steigende Zahl der Betriebe in Kurzarbeit zeigt jetzt schon deutlich, wie überlebenswichtig eine schnelle Auszahlung der Nothilfen durch den Bund ist", sagte Buchholz.

Unveränderte Arbeitslosenquote

Laut Bundesagentur für Arbeit sind aktuell 91.617 Arbeitslose registriert, das sind 0,6 Prozent weniger als im Oktober, aber 19,5 Prozent mehr als im November 2019. Die Arbeitslosenquote liegt unverändert bei 5,8 Prozent.

Nach Befragungen des Ifo-Instituts (Leibniz-Institut für Wirtschaftsforschung an der Universität München e.V.) hat sich der Anteil der Firmen in Kurzarbeit deutschlandweit von 24,8 Prozent im Oktober auf 28 Prozent im November erhöht, bei Hotels von 62,9 auf 91 Prozent und in der Gastronomie von 53,4 auf 71,7 Prozent. Buchholz appellierte an die Unternehmen und Beschäftigten, die Kurzarbeitszeit für Qualifizierungen und Weiterbildungen zu nutzen: "Lassen Sie uns jetzt die Basis legen, um im Laufe des nächsten Jahres wieder an den Aufschwung nach dem ersten Lockdown anknüpfen zu können."

Weniger junge Menschen ohne Arbeit

Als überaus erfreulich bezeichnete es der Minister, dass die Zahl der Arbeitslosen unter 25 Jahren im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen sei – genauso wie bei den Menschen mit Schwerbehinderung und bei Ausländern. Die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen sank um 4,2 Prozent auf gegenwärtig 8.600. Gegenüber dem Vorjahresmonat bleibe aber ein starker Anstieg um 16,4 Prozent. "Deshalb dürfen wir nicht nachlassen, Menschen in Arbeit und Ausbildung zu bringen oder in Beschäftigung zu halten", mahnte Buchholz.

Steigende Zahl an Beschäftigten mit Sozialversicherung

Positiv sei zudem der anhaltende Anstieg bei der Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Diese stieg – nach den vorläufigen Werten von September – im Vergleich zum Vormonat um 0,7 Prozent, im Vergleich zum Monat des Vorjahres um 0,3 Prozent auf 1.023.600 Beschäftigte im Land.

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