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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Gute Bilanz

Datum 11.11.2020

Der Ausbildungsmarkt in Schleswig-Holstein ist bisher glimpflich durch die Corona-Pandemie gekommen.

"Angesichts der pandemie-bedingten Einschränkungen hat der Ausbildungsmarkt seine Robustheit unter Beweis gestellt.“ So fasste Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, die aktuelle Lage auf dem Ausbildungsmarkt zusammen. Arbeits-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs hat die Bilanz gemeinsam mit Haupt-Koopmann vorgestellt. Er freute sich über die positiven Nachrichten: "Dass trotz großer Unsicherheit viele Ausbildungsverträge abgeschlossen wurden, zeigt, dass die Zusammenarbeit aller Akteure und die Appelle an junge Leute und Betriebe erfolgreich waren.

Rund 17.000 Jugendliche suchten eine Ausbildungsstelle

In Schleswig-Holstein haben sich im Berichtszeitraum Oktober 2019 bis Ende September 2020 16.966 Jugendliche in den regionalen Arbeitsagenturen als Bewerberinnen und Bewerber gemeldet. Von ihnen waren En­de September noch 1.970 - aus unterschiedlichen Gründen – ‚unversorgt‘. Im glei­chen Zeitraum wur­den 18.712 Ausbildungsplätze gemeldet. 2.001 offene Stellen konnten bis Ende September nicht besetzt werden.

Richtungsweisende Entscheidung

Aufgrund der Pandemie sind viele Veranstaltungen zur Berufsorientierung und Ausbildungsmessen ausgefallen oder in den virtuellen Raum verlegt worden. Laut Rohlfs habe das vielen jungen Leuten die Entscheidung über den künftigen Berufsweg erschwert: "Die potenziellen Auszubildenden waren viel mehr auf sich selbst gestellt und die aktuell herrschende Unsicherheit macht es ihnen zusätzlich schwer.“ Dass die Bilanz trotzdem positiv ausfällt, führt Rohlfs auch auf die verstärkten Bemühungen aller Akteure sowie Auch die Corona-Hilfsprogramme von Bund und Land zurück.

Aushängeschild mit Zukunft

Rohlfs betonte die weiterhin große Bedeutung der dualen Ausbildung: "Sie ist noch immer das Aushängeschild Deutschlands und bietet hervorragende Voraussetzungen für den Start ins Berufsleben. Gerade für die vielen kleinen und mittleren Unternehmen ist die duale Ausbildung das Rückgrat und das wichtigste Mittel, um Fachkräfte zu sichern.“ Während des Lockdowns im Frühjahr hätten die Unternehmen und auch die Berufsschulen ihre Anpassungsfähigkeit unter Beweis gestellt, schnell digitale Angebote geschaffen und die Ausbildung an die neuen Bedingungen angepasst. Das zeige, dass das duale Ausbildungssystem Zukunft habe.

Später Start in die Ausbildung

Es ist immer noch möglich, in diesem Jahr mit der Ausbildung anzufangen. Noch bis Ende Januar 2021 laufen Nachvermittlungsaktionen der Arbeitsagentur mit ihren Partnern. Wegen der Corona-Pandemie kam es bei Bewerbungs- und Entscheidungsprozessen zu Zeitverzug. Der soll damit aufgefangen werden.

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