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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Nordwärts

Datum 27.10.2020

Das Institut für Weltwirtschaft hat eine neue Studie zur Wirtschaftsentwicklung im Norden vorgelegt und schlägt eine Kooperation mit Dänemark vor.

Der deutsche Norden hat im Vergleich zum Rest des Landes wirtschaftlichen Aufholbedarf. Das ist das Ergebnis einer neuen Studie des Instituts für Weltwirtschaft, die nun vorgestellt wurde. Gerade beim Verarbeitenden Gewerbe offenbaren sich Schwächen. Die Verfasser der Studie schlagen daher vor, den Blick nordwärts zu richten – nach Dänemark.

Ausbaufähige Wirtschaftskraft

Während bundesweit der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes bei 21,6 Prozent der Bruttowertschöpfung liegt, beträgt er in Schleswig-Holstein nur 14,6 Prozent. Hier sieht auch Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz ein Problem: "Die industrieschwache Wirtschaftsstruktur bei uns führt dazu, dass der Wirtschaftseinbruch im ersten Halbjahr 2020 in Folge der Corona-Pandemie in Schleswig-Holstein moderater ausfiel als in industriestarken Ländern. Aber das bedeutet im Umkehrschluss, dass wir an einem wirtschaftlichen Aufschwung auch weniger partizipieren.

Industriestarkes Dänemark

Die Industrialisierung im Süden Dänemarks hingegen ist vergleichbar mit dem Hamburger Umland, obwohl gerade Syddanmark aus dänischer Sicht ebenfalls geographisch eher eine Randlage einnimmt. Die Macher der Studie, die vom Wirtschaftsministerium finanziell gefördert wurde, kommen daher zu dem Schluss: Es gibt Potenzial für eine gewinnbringende Kooperation zwischen Dänemark und Schleswig-Holstein. Ein Schwerpunkt könnte darauf liegen, in der Bildung und Wissenschaft verstärkt zusammenzuarbeiten, einen gemeinsamen regionalen Arbeitsmarkt mit grenzüberschreitenden Vermittlungs- und Informationssystemen aufzubauen oder eine gemeinsame Förderung von Branchenclustern anzustreben.

Zukunftsbranchen

Buchholz sieht insbesondere bei den Erneuerbaren Energien Potenzial. Mit der Energieküste an der Westküste gebe es in Schleswig-Holstein schon gute Ansätze für die Entwicklung und industrielle Produktion von Wasserstoff. "Hier kann eine Kooperation mit Dänemark wichtige Impulse setzen, um die industriepolitische Entwicklung der Region zu befördern, Unternehmen auf beiden Seiten der Grenze zusammenzubringen und voneinander zu lernen.“ Auch die Gesundheitswirtschaft stellt angesichts der alternden Gesellschaft eine Zukunftsbranche dar, in der schleswig-holsteinische Unternehmen bereits einen bedeutsamen ökonomischen Fußabdruck hinterlassen. Gemeinsam mit Dänemark könne das noch weiter ausgebaut werden, betonte Buchholz.  

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