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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Ab auf's Rad

Datum 01.09.2020

Der echte Norden will beim Ausbau des Radverkehrs Spitzenreiter im Ländervergleich werden und investiert dafür zehn Millionen Euro.

Bis 2030 sollen Fahrräder knapp ein Drittel des Verkehrs auf Schleswig-Holsteins Straßen ausmachen – das ist ein Ziel der "Radstrategie Schleswig-Holstein 2030", die gemeinsam von Politik, Verwaltung und Verbänden erarbeitet wurde. In Kiel stellte Verkehrs- und Tourismusminister Dr. Bernd Buchholz gemeinsam mit Thomas Möller vom Allgemeinen Deutschen Fahrradclub (ADFC) die Strategie-Ziele vor.

Mehr Radfahrende, weniger Unfälle

Allein in dieser Legislatur will die Landesregierung zehn Millionen Euro investieren. Die Mittel sollen für den Radwegeausbau und erste Schritte der Radstrategie genutzt werden. Der Anteil des Radverkehrs im echten Norden ist seit 2008 leicht gesunken und Schleswig-Holstein musste im Ranking der Flächenländer den ersten gegen den dritten Platz tauschen. Das soll sich nun ändern. Die drei Hauptziele der Radstrategie sind:

  • Anteil des Radverkehrs bei der Verkehrsmittelwahl ("Modal-Split-Anteil") erhöhen – insbesondere bei kurzen Wegen.
  • Anzahl der Unfälle, in die Radfahrer verwickelt sind (2019 waren das fast 4.600), innerhalb der nächsten zehn Jahre halbieren.
  • Schleswig-Holstein im Radtourismus unter die Top-3-Länder bringen.

Radwege, Fahrradbügel und Servicestationen

Zu den beschlossenen Projekten des 10-Millionen-Programms zählen unter anderem der Ausbau des Radwegs an der L 57 zwischen Schönwalde und Lensahn, an der L 231 zwischen Grube und Rüting bei Scharbeutz sowie weitere Lückenschlüsse bei Radwegen an Landesstraßen. Zudem werde das Land laut Buchholz ein spezielles Infrastruktur-Programm auflegen. Hierbei sollen in den kommenden zwei Jahren unter anderem 10.000 Fahrradbügel an öffentlichen Einrichtungen oder Bushaltestellen sowie 100 Selbst-Servicestationen an hochfrequentierten Radstrecken errichtet werden.

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz

In zehn Jahren sollen mehr als 40 Prozent unserer Gäste sagen, dass die Radfahrmöglichkeiten ein triftiger Grund waren, im echten Norden Urlaub zu machen.

Dr. Bernd Buchholz

Umsetzung mit Begleitung

Ein Partner bei der Umsetzung der Radstrategie wird die Kommunale Arbeitsgemeinschaft zur Förderung des Fuß- und Radverkehrs in Schleswig-Holstein (RAD.SH) sein, der schon 45 Kreise, kreisfreie Städte und Kommunen angehören und die vom Land gefördert wird.

Auch Thomas Möller, Landesvorsitzender des ADFC Schleswig-Holstein, begrüßte die Verabschiedung der Strategie: "Hiermit hat Schleswig-Holstein eine Richtungsentscheidung getroffen. Die Umsetzung – die hoffentlich rasch geschieht – werden wir eng begleiten."

Zwei Radfahrer fahren an einem Schild vorbei, dass auf den Ochsenweg verweist. Der Ochsenweg führt Radfahrer an geschichtsträchtigen Stätten vorbei. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster) Der Ochsenweg führt Radfahrer an geschichtsträchtigen Stätten vorbei. © M. Ruff / grafikfoto.de

Radtouristisch an die Spitze

In Schleswig-Holstein verlaufen aktuell 5.200 Kilometer Radwege an sogenannten klassifizierten Straßen, zudem sind 13 touristische Radfernwege mit 3.000 Kilometern Länge ausgewiesen. Bei den ADFC-Radreiseanalysen landete Schleswig-Holstein 2018 auf Platz 5, im letzten Jahr jedoch nicht mehr unter den Top Ten.

"Wir wollen wieder an die Spitze kommen", sagte Buchholz. "Deshalb haben wir uns darauf verständigt, das Landesweite Radverkehrsnetz systematisch weiterzuentwickeln. Das umfasst sowohl die Infrastruktur für den Alltagsverkehr als auch für die touristischen Radverkehre."

Eckpunkte der Radstrategie

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