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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Duale Ausbildung verlässlich gestalten

Datum 24.06.2020

Die am Ausbildungsmarkt beteiligten Partner wollen alle Kräfte bündeln, um die duale Berufsausbildung auch in schwierigen Zeiten abzusichern.

Auch an den Auszubildenden gehen die Corona-Auswirkungen nicht spurlos vorüber: Fast 9.300 Ausbildungsstellen sind in Schleswig-Holstein unbesetzt. Deshalb haben die Partner im schleswig-holsteinischen "Bündnis für Ausbildung" einen Aufhol-Appell an Schulen, Auszubildende und Ausbildungsbetriebe gerichtet. Bei einem Treffen in Kiel machten die Spitzenvertreter von Land, Regionaldirektion Nord der Arbeitsagentur, Gewerkschaften und Wirtschaftsverbänden klar, dass die berufliche Bildung in Schleswig-Holstein trotz Corona-Krise dauerhaft und verlässlich gestaltet werden müsse.

Angebote der dualen Ausbildung nutzen

"Wir appellieren an alle Schülerinnen und Schüler, Eltern sowie Betriebe, die duale Ausbildung jetzt verstärkt in den Blick zu nehmen und alle Angebote rasch zu nutzen", sagten Wirtschafts-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs und Bildungs-Staatssekretärin Dr. Dorit Stenke. Eine qualifizierte Berufsausbildung biete jungen Menschen beste Voraussetzungen für einen erfolgreichen Start ins Berufsleben und sei zudem ein wirksamer Schutz gegen Arbeitslosigkeit.

Unbesetzte Stellen, aber auch fehlende Ausbildungsplätze

Rund 65 Prozent der knapp 28.000 jungen Menschen, die nun ihren allgemeinbildenden Schulabschluss ablegen, streben eine duale Berufsausbildung an. Zum einen gebe es laut Stenke einen massiven Überhang an unbesetzten Ausbildungsstellen, zum anderen würden in einigen Bereichen mindestens 500 Ausbildungsplätze fehlen.

Weniger Bewerber, weniger abgeschlossene Verträge

Die Zahl der gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber ist um fast neun Prozent niedriger als im Vorjahr. Ebenso ist die Zahl derer, die seit März eine Ausbildungsstelle gefunden haben, um ein Drittel gesunken. "Wir rechnen für dieses Jahr mit einem Rückgang abgeschlossener Ausbildungsverträge in Höhe von zehn bis 15 Prozent", sagte Rohlfs.

Fokus Corona-Krise

Auslöser seien zum Beispiel unterbrochene Vermittlungsaktivitäten, ausgefallene Kontaktmessen oder Angebote zur Berufsorientierung an den Schulen. "Der Fokus lag zunächst auf der Bewältigung der Corona-Krise sowie der Existenzsicherung", sagte Rohlfs.

Bündnis-Partner blicken nach vorn

In der gemeinsamen Erklärung verpflichten sich die Bündnispartner, alles zu tun, dass Jugendliche jetzt trotzdem einen passenden betrieblichen Ausbildungsplatz finden und bestehende Ausbildungsverhältnisse fortgesetzt werden können.

Das reiche von der Verstärkung der medialen Präsenz mit Hinweisen zur dualen Ausbildung über digitale Angebote der Handwerkskammern mit Online-Sprechstunden bis hin zu finanziellen Förderungen: So sehe laut Rohlfs der Bund im Konjunkturpaket Prämien für Betriebe vor, die neue Ausbildungsverträge abschließen. Auch werde die Übernahme von Azubis aus insolventen Betrieben finanziell gefördert. Das Land habe zudem ebenfalls eine Förderung für die Übernahme von Azubis in andere Betriebe auf den Weg gebracht.

Anlage: Erklärung

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