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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Schnelle und unbürokratische Hilfe

Datum 31.03.2020

Nach dem Corona-Soforthilfeprogramm für Kleinunternehmen startet nun ein Darlehensprogramm zur Unterstützung von Hotels und Restaurants.

Mit einem Hilfspaket in Höhe von 500 Millionen Euro will die Landesregierung die Auswirkungen der Coronakrise auf die heimische Wirtschaft dämpfen. Seit vergangenem Donnerstag können Solo-Selbständige und Kleinbetriebe mit bis zu zehn Beschäftigten in Schleswig-Holstein Anträge auf Soforthilfe stellen, wenn sie durch die Einschränkungen in wirtschaftliche Not geraten sind. Nun folgt ein umfangreiches Darlehensprogramm: Ab Mittwoch können Beherbergungs- und Gastronomiebetriebe nun Kredite aus dem Mittelstandssicherungsfonds beantragen.

Darlehen bis zu 750.000 Euro

Nach Angaben von Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz und dem Chef der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, stellt das Land 300 Millionen Euro für den Mittelstandssicherungsfonds bereit. Davon sind 150 Millionen Euro für kleinere Darlehen zwischen 15.000 und 50.000 Euro vorgesehen, noch einmal 150 Millionen Euro für große Darlehen zwischen 50.000 und 750.000 Euro. Während die Soforthilfe direkt über die IB.SH abgewickelt wird, werden Kredite aus dem Fonds nur gewährt, wenn sich die Hausbank mit einem separaten Darlehen in Höhe von zehn Prozent an der Finanzierung beteiligt. Die IB.SH-Darlehen haben folgende Konditionen:

  • die Laufzeit beträgt zwölf Jahre,
  • das Darlehen ist in den ersten fünf Jahren zinslos,
  • die Tilgung beginnt erst nach zwei Jahren.

Infos & Anträge

Alle Informationen und Antragsformulare finden Sie hier:

link Investitionsbank Schleswig-Holstein

Antragsformulare verfügbar

Die Antragsformulare stellt die IB.SH auf ihrer Website zur Verfügung. Die ausgefüllten Formulare müssen elektronisch an die Hausbank geschickt werden. Dort werden sie bearbeitet und dann an die IB.SH weitergeleitet. "Nach positiver Prüfung zahlen wir die Darlehenssumme dann direkt auf das Konto des Unternehmens bei der Hausbank", sagte IB.SH-Chef Westermann-Lammers. Laut Wirtschaftsminister Buchholz haben auch Wirtschaftsförderungsgesellschaften, Kammern und weitere Partner angekündigt, die Dokumente bereitzustellen und Unternehmen zu beraten.

Online-Formular für Soforthilfe abwarten

Mit Blick auf das seit Donnerstag laufende Zuschuss-Programm des Bundes bat Buchholz alle noch nicht tätig gewordenen Unternehmen, mit ihrem Antrag noch bis zum 2. April zu warten: "Wir haben in Verhandlungen mit dem Bund noch weitere Zugeständnisse beim Programm erreichen können und werden die nächsten 48 Stunden dafür nutzen, das Formular noch einmal entsprechend zu überarbeiten und als Online-Version zur Verfügung zu stellen. Bereits gestellte Anträge bleiben selbstverständlich bestehen und werden bearbeitet." Wichtig sei zudem, auf jeden Fall die Anhänge zu den Formularen mitzuschicken. "Wer seinen Antrag zügig bearbeitet haben möchte, sollte dies keineswegs vergessen", sagte Buchholz. Anträge können bis Ende Mai gestellt werden. 

Am Montag hatte die Bundesregierung ihre Förderkriterien präzisiert. So ist beispielsweise der Bezug von Arbeitslosengeld anders als bisher nicht länger ein Ausschluss-Kriterium für einen Zuschuss. Darüber hinaus können jetzt auch alle vor kurzem gegründeten Betriebe einen Zuschuss beantragen, die vor dem 1. April dieses Jahres am Markt sind. Auch Land- und Forstwirte sowie gemeinnützige Unternehmen sind jetzt antragsberechtigt. Über die genauen Änderungen informieren Land und IB.SH noch in dieser Woche ausführlicher mit einem Frage-Antwort-Katalog.

Rund sieben Millionen Euro sind bereits bewilligt

"In den letzten Tagen wurde immer wieder Kritik an den Kriterien und den zum Teil noch nicht eindeutigen Regelungen geäußert. Dafür haben wir Verständnis", sagte der Minister. "Es kam uns aber vor allem darauf an – wie von der Wirtschaft gefordert – schnell und unbürokratisch zu helfen und nicht erst auf das vollständige Regelungswerk des Bundes zu warten, das uns erst heute erreicht hat." Dadurch hätten seit Donnerstag bereits gut 30.000 Solo-Selbständige einen Antrag bei der IB.SH einreichen können. Mehr als 700 Anträge mit einem Auszahlungsvolumen von aktuell rund sieben Millionen Euro wurden bereits genehmigt.

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