Landesportal Schleswig-Holstein

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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Personal halten, Kurzarbeit vermeiden

Datum 02.04.2020

Arbeitsstaatssekretär Dr. Rohlfs ruft Betriebe und Beschäftigte auf, das neue, unkomplizierte Branchenwechsel-Portal zu nutzen.

Die einen Betriebe können ihre Mitarbeiter vorübergehend nicht mehr beschäftigen, den anderen fehlt Personal. Viele Unternehmen in Schleswig-Holstein sind im Zuge der Corona-Pandemie gezwungen, ihre Geschäfte einzustellen oder zumindest einzuschränken. Auf der anderen Seite stehen Betriebe, die händeringend Arbeitskräfte suchen, um beispielsweise die grundlegende Versorgung der Bevölkerung aufrecht zu erhalten.

Branchenwechsel leicht gemacht

Der Gesetzgeber hat deswegen eine unbürokratische Möglichkeit zur zeitlich begrenzten, sogenannten Arbeitnehmerüberlassung geschaffen. Betriebe können ihre Arbeitskräfte dadurch kurzfristig an andere Unternehmen überlassen – sofern die Mitarbeiter dem vorher zugestimmt haben. Zur Organisation hat das Land nun gemeinsam mit dem Unternehmerverband Nord (UVNord) ein Online-Portal ins Leben gerufen, über das ein kurzfristiger Branchenwechsel möglich ist: https://kofw-sh.de/branchenwechsel.

Das Portal wird vom Kompetenzzentrum Fachkräftesicherung und Weiterbildung Schleswig-Holstein (KoFW) betrieben, das auch erster Ansprechpartner für die Unternehmen ist.

Unkompliziertes Angebot

"Es ist jetzt richtig und zielführend, dass die Wirtschaft mit dem Branchenportal ein unkompliziertes Angebot schafft, das allen beteiligten Unternehmen hilft", erläuterte Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz. Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs appellierte an Betriebe und Beschäftigte im Land, von diesem Angebot auch Gebrauch zu machen."Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz bietet Chancen für alle Beteiligten", sagte Rohlfs. "Die einen Betriebe können so bewährtes Personal halten, die anderen Lücken schließen und deutlich weniger Beschäftigte müssen in Kurzarbeit geschickt oder gar entlassen werden." Als Beispiel nannte er die Personalengpässe in der Landwirtschaft, dem Lebensmittelhandel oder im Gesundheitswesen.

Portraitfoto Dr. Thilo Rohlfs

Das Arbeitnehmerüberlassungsgesetz bietet Chancen für alle Beteiligten.

Dr. Thilo Rohlfs

Beschäftigung sichern

UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich betonte, man dürfe in der derzeitigen Krise nichts unversucht lassen, um Beschäftigung in den Unternehmen zu sichern und mögliche Lohneinbußen für die Beschäftigten so gering wie möglich zu halten. "Darüber hinaus gilt es, die Branchen und Unternehmen zu unterstützen, die derzeit für die Versorgung der Bevölkerung massiv unter Druck geraten sind."

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