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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Neue Perspektiven für Langzeitarbeitslose

Datum 14.02.2020

Das Teilhabechancengesetz eröffnet Langzeitarbeitslosen neue Möglichkeiten, so die Bilanz nach einem Jahr.

Aus der Langzeitarbeitslosigkeit zurück ins Berufsleben – für die meisten ist das eine große Herausforderung. Doch nicht nur für sie: Auch die potenziellen Arbeitgeber wissen oft nicht genau, was auf sie zukommt. Perspektiven für alle Beteiligten eröffnet das Teilhabechancengesetz, das vor einem Jahr in Kraft getreten ist. Es ermöglicht es, sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt erstmals für bis zu fünf Jahre zu fördern. In einer gemeinsamen Pressekonferenz zogen Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, und Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs nun Bilanz.

Grundsätzlich positive Entwicklung

"2019 waren in Schleswig-Holstein 25.000 Personen im Jahresdurchschnitt langzeitarbeitslos", erläuterte Haupt-Koopmann. "Das sind nicht nur 14,3 Prozent weniger als 2018, sondern auch ihr Anteil an allen Arbeitslosen sank von 34,5 auf 31,4 Prozent. Doch diese grundsätzlich positive Entwicklung darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass insbesondere der Abbau der verfestigten Langzeitarbeitslosigkeit auch weiterhin eine der großen Herausforderungen ist."   

Das Teilhabenchancengesetz setze insbesondere bei den Menschen an, die schon seit Jahren arbeitslos seien und deshalb nachhaltig und langfristig unterstützt werden müssten. "Hier konnten in Schleswig-Holstein bisher 1.700 sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse geschlossen werden", sagte die Chefin der Regionaldirektion weiter.

Nachhaltig Langzeitsarbeitslosigkeit bekämpfen

Rohlfs zeigte sich besonders erfreut darüber, dass sich viele Unternehmen an der Förderung beteiligten und Arbeitslosen eine Chance gäben. "Aber auch, wenn viel erreicht worden ist – wir stehen 2020 vor der Herausforderung, an diese Erfolge anzuknüpfen."

Projekte zur Integration

Der Staatssekretär erinnerte auch an die aus dem Landesprogramm Arbeit finanzierten Modellprojekte zur Integration von Langzeitarbeitslosen in sozialversicherungspflichtige Beschäftigungsverhältnisse. Seit 2014 hätten mehr als 4.000 Langzeitarbeitslose an den Projekten teilgenommen. Rund ein Drittel von ihnen schaffte den Weg in ein sozialversicherungspflichtiges Beschäftigungsverhältnis.

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