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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Positive Bilanz für den Arbeitsmarkt

Datum 08.01.2020

Zufriedener Blick zurück, vorsichtig optimistisch nach vorn: Das Land und die Regional-Arbeitsagentur stellten ihre Bilanz vor.

Deutlich gesunkene Arbeitslosenzahlen und ein kontinuierliches Ansteigen der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten waren zwei wichtige Punkte im positiven Resumée zur Entwicklung des Arbeitsmarktes 2019. Im Rahmen einer gemeinsamen Pressekonferenz haben Margit Haupt-Koopmann, Chefin der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit, und Arbeitsminister Dr. Bernd Buchholz ihre Arbeitsmarkt-Bilanz vorgestellt und ihre Erwartungen für das Jahr 2020 erläutert.

Insgesamt positiv

Erstmals seit fast 40 Jahren verzeichne das Land im Jahresdurchschnitt eine Arbeitslosigkeit von unter 80.000, sagte Haupt-Koopmann. "Mit 79.700 Arbeitslosen können wir im Vergleich zum Vorjahr 2018 ein Minus von 5.400 oder 6,3 Prozent melden." Bemerkenswert sei auch, dass im Vergleich zum Vorjahr alle Personen- und Altersgruppen, ob langzeitarbeitslos oder über 50, ob Ausländer oder mit Handicap, vom Rückgang der Arbeitslosigkeit profitiert hätten.

Auf das Jahr 2020 blicke sie verhalten optimistisch. Langfristige Herausforderungen seien unter anderem die Fachkräftesicherung der Unternehmen und der weitere Abbau der Langzeitarbeitslosigkeit. So würden die Agenturen und Jobcenter insbesondere in die Qualifizierung von Beschäftigten und Arbeitsuchenden investieren. "Denn Weiterbildung ist nicht nur der Dreh- und Angelpunkt bei den Themen ‚Fachkräftesicherung‘ und ‚Digitali­sierung‘, sondern auch der beste Schutz vor Arbeitslosigkeit.

O-Ton

Aus- und Rückblick des Minister am Rande der Pressekonferenz:

Fachkräfte finden

Laut Arbeitsminister Buchholz bereite sich das Land derzeit mit Hochdruck auf das Inkrafttreten des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes zum 1. März vor. "Schleswig-Holstein steht im Wettbewerb um Fachkräfte in direkter Konkurrenz zu anderen Bundesländern. Nur wenn wir leistungsfähige Strukturen schaffen und die Anerkennungsverfahren beschleunigen, werden wir die neuen Möglichkeiten für die Anwerbung von Fachkräften aus Drittstaaten auch für unser Land nutzbar machen."

Duale Ausbildung

Darüberhinaus setze das Land aber auch in unterschiedlichen Handlungsfeldern auf spezielle Projekte: So zum Beispiel auf Ausbildungsbotschafter für Jugendliche oder auch die Unterstützung von Teilzeitausbildung. Im Rahmen der Berufsorientierung werde künftig verstärkt die duale Ausbildung als Alternative zum Studium in den Fokus gerückt.

An die Unternehmen appellierte der Minister, ihren Fachkräftebedarf von morgen über eine eigene qualifizierte Ausbildung zu sichern: "Der Ausbildungsmarkt hat sich ganz klar zu einem Bewerbermarkt entwickelt. Betriebe müssen sich für Jugendliche attraktiv machen. Das kann durch ein gutes Betriebsklima, Aufstiegschancen und finanzielle Anreize wie Fahrkostenzuschüsse erfolgen", sagte Buchholz.

Landesamt soll zentrale Behörde für die Fachkräfteeinwanderung werden

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