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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Forschung, Diagnostik und Vernetzung

Datum 11.11.2019

Der echte Norden ist bestens vertreten auf Europas größter Messe und Konferenz der Biotechnik-Branche.

Zum 25. Mal trifft sich das "Who-is-who" der weltweiten Biotechnologiebranche in Hamburg: Drei Tage lang werden sich bis zu 4.500 Experten auf der "Bio Europe" autauschen — Europas größter Messe für diagnostische Verfahren und Wirkstoffe. Und auch Firmen aus Schleswig-Holstein dürften dabei besondere Aufmerksamkeit auf sich ziehen: Zum Beispiel das im letzten Jahr gegründete Start-up "Osteolabs" aus Kiel oder die Lübecker Firmen "Cellbox Solutions" und "Amedon", sowie "Phyton Biotech" aus Ahrensburg oder "Nordmark" aus Uetersen.

Life Science Nord

Gastgeber der "Bio Europe" ist in diesem Jahr das Verbundnetzwerk "Life Science Nord". Life-Science-Nord-Chef Hinrich Habeck eröffnete die Messe gemeinsam mit den Wirtschaftsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs aus Schleswig-Holstein und seinem Hamburger Amtskollegen Torsten Sevecke. Laut Habeck werden auf der "Bio Europe" in Hamburg 2.300 Firmenvertreter aus 60 Ländern erwartet.

Neues aus dem echten Forscher-Norden

Die Kieler Firma "Osteolabs" hat einen Partner-Vertrag mit der weltweit tätigen Laborgruppe "Eurofins-LifeCodexx" abgeschlossen. Laut Geschäftsführer Stefan Koth könne "Osteolabs" dadurch künftig die bisherigen Vertriebsaktivitäten deutlich verstärken und einen neuartigen Osteoporose-Test bundesweit bekannt machen.

Dieser Test ist in der Lage, aus einer Urin- oder Blutprobe frühzeitig Aussagen zum Auftreten einer möglichen Osteoporose zu machen. Das könne Patienten eine Röntgenuntersuchung ersparen und vor allem eine frühzeitige Diagnose ermöglichen. Dadurch hoffen die Forscher, den Ausbruch der Krankheit hinauszögern zu können.

Erfolgsgeschichten des Verbunds

"Solche Erfolgsgeschichten zeigen uns, welches Innovations-Potenzial in unserem Life-Science-Verbund mit Hamburg und in Ausgründungen aus Hochschulen und Forschungseinrichtungen steckt", sagte Rohlfs bei seinem Rundgang auf der "Bio Europe". Denn die meisten Forscher und Firmengründer hätten ihre Arbeit in Forschungsstätten wie dem Geomar-Helmholtz-Zentrum für Meeresforschung oder der Lübecker Fraunhofer-Einrichtung für Marine Biotechnologie (EMB) begonnen.

Zellkultur-Spezialisten

Große Nachfrage dürfte sich auch das Lübecker Unternehmen "Cellbox Solutions" ausrechnen – eine Ausgründung aus der Fraunhofer EMB. Das Team um Firmengründer Philipp Ciba präsentiert eine einzigartige Technologie für den Transport von Zellkulturen. Durch die "Cellbox" wird es möglich, dass Forscher an unterschiedlichen Orten der Welt vergleichbare Laborversuche machen können.

Die Ahrensburger Wissenschaftler und Ingenieure von "Phyton Biotech" punkten hingegen weltweit mit der Entwicklung von Stoffen, die unter anderem für den Kampf gegen Krebs eingesetzt werden. So liefern die Zellkultur-Spezialisten der Pharma-Branche etwa den Naturstoff Paclitaxel, ein Produkt, das zu 100 Prozent aus natürlichen pflanzlichen Quellen gewonnen wird.

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