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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Investition in Zukunftstechnologie

Datum 26.08.2019

Das Land fördert in Itzehoe ein Verfahren zur Weiterentwicklung dreidimensionaler Mikrostrukturen mit 1,3 Millionen Euro.

Kaum jemand kennt sie, dabei sind sie aus unserem Alltag längst nicht mehr wegzudenken: Mikroelektromechanische Systeme (MEMS), winzige Geräte, die sowohl mechanische als auch elektrische Informationen verarbeiten können. Sie messen z.B. den Luftdruck im Reifen, stabilisieren Videokameras oder steuern die Tintendüsen im Drucker millimetergenau.

Am Fraunhofer-Institut für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe soll nun ein Labor für die Entwicklung und Fertigung neuer Mikrosysteme entstehen. Das Land unterstützt das Vorhaben mit rund 1,3 Millionen Euro. Den entsprechenden Förderbescheid hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz nun an ISIT-Leiter Dr. Axel Müller-Groeling überreicht.

Bausteine automatisiert fertigen

Künftig sollen in Itzehoe dann spezielle Bausteine von wenigen Mikrometern bis einem Millimeter Größe für MEMS produziert werden. Der Fokus mit dem neuen Labor liegt dabei auf der präzisen Herstellung von porösen dreidimensionalen Mikrostrukturen mit spezifischen magnetischen, optischen oder chemischen Eigenschaften. 

Die bisherigen Techniken zur MEMS-Herstellung sind begrenzt. Oft ist die Produktion von Elementen mit den benötigten Eigenschaften nicht wirtschaftlich. Das langfristige Ziel ist deshalb auch deren automatisierte Produktion.

Drei Männer in Anzügen stehen vor einer Wand. Einer hält ein Dokument in der Hand. Sie alle lachen in die Kamera. Minister Buchholz (v.l.), Axel Müller-Groeling und Thomas Lisec, leitender Wissenschaftler für MEMS-Anwendungen, bei der Bescheidübergabe. (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Minister Buchholz (v.l.), Axel Müller-Groeling und Thomas Lisec, leitender Wissenschaftler für MEMS-Anwendungen, bei der Bescheidübergabe. © Wirtschaftsministerium

Enormes Potenzial für die Region

"Das Marktpotenzial dieser Entwicklung ist riesig und kann im echten Norden einen enormen Wachstumsschub auslösen", sagte Buchholz. Falls es gelinge, ein entsprechendes Verfahren zu automatisieren, wäre das ISIT sogar die weltweit einzige Einrichtung mit entsprechenden Fertigungsmöglichkeiten, betonte der Minister.

Am ISIT könnten dann auch Arbeitsplätze für eine Pilotproduktion geschaffen werden, ergänzte Müller-Groeling. "Im Fall einer Serienproduktion könnte der Prozess für spezifische Produkte an ein regionales Unternehmen oder ein noch zu gründendes Spin-Off übertragen werden."