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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Der Norden reist nach Japan

Datum 26.08.2019

Staatssekretär Rohlfs knüpft in Japan Fäden für neue Wirtschaftsbeziehungen.

Wirtschafts-Staatssekretär Thilo Rohlfs ist für eine Woche gemeinsam mit Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher und einer Wirtschaftsdelegation in Japan unterwegs: In Tokio, Osaka und Kobe wird er unter anderem für den Bau abgasarmer Lokomotiven durch Toshiba in Schleswig-Holstein werben. Am Dienstag trifft Rohlfs in Japans Hauptstadt auf den für diesen Bereich zuständigen Vizepräsidenten der Bahn-Sparte des japanischen Konzerns.

Toshiba-Prototyp kommt aus Kiel

"Wir haben sehr gute Argumente für Kiel als Standort für eine weitere Lokfertigung", sagte Rohlfs im Vorfeld der Reise. Als Standort für den Bau der Hybrid-Loks bewirbt sich neben Kiel auch Rostock. Im Nachbarland Mecklenburg-Vorpommern hat das Unternehmen bereits eine gewerbliche Förderung beantragt.

Kiel ist ein traditionsreicher Lokbau-Standort. Toshiba hat an der Förde bereits den Prototypen der neuartigen Lok entwickelt und gebaut und ihn im Sommer auf der Logistik-Messe Innotrans vorgestellt. Die Zentrale für seine europaweiten Bahnaktivitäten hatte der Konzern bereits von Düsseldorf nach Kiel verlegt. Neben einer bestehenden Produktionshalle bietet der Standort Kiel nach den Worten von Rohlfs Fachkräfte mit Eisenbahntechnik-Erfahrung: "Ich werde deutlich machen, welche Vorzüge Kiel als Standort für eine Lokfertigung hat."

O-Ton

Staatssekretär Rohlfs erläutert die Ziele seiner Japantour:

Japanische Wasserstoff-Strategien

Weitere Themen der Reise sind ein Besuch der Partnerregion Hyogo und eine integrierte Wasserstoffwirtschaft. "Die Japaner sind Pioniere im Bereich Wasserstoff", sagte Rohlfs. Besonders interessant seien die japanischen Ansätze für eine sektorübergreifende Wasserstoff-Strategie. Diese könnten die entscheidende Antwort auf Energie- und Klimaprobleme sein – mit einer tiefgreifenden Dekarbonisierung von Verkehr, Energie, Industrie und Wohnen und gleichzeitiger Erhöhung der Energiesicherheit.

Zusammenarbeit in den Life Sciences

Die guten Beziehungen Schleswig-Holsteins zu Japan zeigen sich ebenfalls im Bereich der Life Sciences. Rohlfs betonte: "Die Clustermanagement-Organisationen beider Regionen haben die Vertiefung der Aktivitäten zwischen Life Science Nord und dem Kobe Biomedical Innovation Cluster nicht nur vereinbart, sondern füllen sie auch mit Leben aus. Diese Zusammenarbeit ist gut und zukunftsträchtig." Bei einem Treffen mit Generaldirektor Mizuguchi der Präfektur Hyogo möchte er die Möglichkeiten einer Vertiefung der Zusammenarbeit ausloten.