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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Bahnverkehr wird umweltfreundlich

Datum 19.06.2019

In den Netzen Nord und Ost sollen die Züge künftig umweltschonender unterwegs sein. Dann könnte es heißen "Akku statt Diesel".

Nachhaltiger und umweltschonender sollten sie sein, die neuen Triebwagen für die noch nicht elektrifizierten Bahnnetze Nord und Ost. Dafür hatte das Land im August 2016 das Vergabeverfahren "XMU" gestartet. Nun haben der Wirtschafts- und Finanzausschuss des Landtages dem Vergabevotum der NAH.SH GmbH zugestimmt. Demnach soll der Zuschlag an den international tätigen Bahnhersteller Stadler gehen, dem deutschen Ableger der Schweizer Stadler Rail AG. Den unterliegenen Bietern bleiben allerdings noch zehn Tage Zeit, um ein Nachprüfverfahren für diese Entscheidung anzustrengen.

Vorreiterrolle im Bahnverkehr

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz sagte zu der Entscheidung: "Ich danke den beiden Ausschüssen für Ihr Vertrauen. Mit dieser Vergabe wird Schleswig-Holstein bundesweit Vorreiter im Bahnverkehr sein."

Stadler soll 55 neue Triebwagen liefern. Diese würden dann ab Dezember 2022 in den Netzen Nord und Ost auf folgenden Strecken fahren: Kiel-Lübeck-Lüneburg, Bad Oldesloe-Neumünster-Heide-Büsum, Kiel-Husum, Husum-Bad St. Peter Ording, Kiel-Rendsburg und Kiel-Eckernförde-Flensburg.

O-Ton

Minister Buchholz sagte zum Vergabeverfahren:

Leiser und energiesparender

Die zweiteiligen Triebwagen haben 124 Sitzplätze, sind barrierefrei, klimatisiert und mit WLAN ausgestattet. Die Akkus haben eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern und sind auf dem Dach montiert. Die Batterien werden an vorhandenen Oberleitungen aufgeladen, vor allem in Kiel, Neumünster, Flensburg, Lübeck, Lüneburg sowie auf der Strecke Osterrönfeld - Jübek. Zudem sollen an einigen Stellen im Land zusätzliche Ladevorrichtungen gebaut und bestehende Oberleitungen verlängert werden. Die Triebwagen sind leiser, spurtstärker und wesentlich energiesparender als die bisherigen Dieseltriebwagen.

Instandhaltung liegt beim Hersteller

Eine Besonderheit dieses Auftrags ist, dass künftig der Hersteller für die Instandhaltung der Triebwagen verantwortlich sein wird – und das mehr als 30 Jahre lang. Stadler will dafür in Rendsburg und Neumünster Werkstätten errichten. Dem Land sei es wichtig, den Hersteller stark mit in die Alltagsverantwortung zu nehmen, betonte Buchholz.

Erfolgreiche Vergabe, wirtschaftliche Lösung

Buchholz dankte NAH.SH dafür, das Verfahren so erfolgreich vorangetrieben zu haben. Die neue Lösung führe dazu, dass im Land kaum noch Dieseltriebwagen fahren werden: "Die Triebwagen sind emissionsfrei. Mich freut besonders, dass diese Lösung auch so wirtschaftlich ist. Über den Investitionszeitraum gerechnet liegen wir hiermit etwas günstiger als mit Dieseltriebwagen."

Weitere Informationen

www.nah.sh