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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Glasfaserausbau in Spitzenpo­sition

Datum 05.06.2019

Der echte Norden hat beim Glasfaser-Ausbau bundesweit die Nase vorn. Das soll laut Minister Buchholz auch weiterhin so bleiben.

40 Prozent aller schleswig-holsteinischen Haushalte sind anschlussfähig an das Glasfasernetz, damit ist Schleswig-Holstein bundesweit spitze. Das Land will diese Position weiter ausbauen und den Gemeinden in den kommenden Jahren nach Möglichkeit über die bislang bereits gewährten 105 Millionen Euro hinaus nochmals bis zu 60 Millionen Euro an zusätzlichen Fördermitteln zur Verfügung stellen. Das erklärte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz zur Eröffnung des 12. Breitbandforums in Neumünster.

Förderprojekte realisieren

"Wir setzen alles daran, die laufenden und geplanten Förderprojekte zu realisieren. Soweit dafür in den kommenden drei Jahren zusätzliche Haushaltsmittel erforderlich sind, steht das natürlich unter dem Vorbehalt des Landtags. Aber klar ist, dass wir den Glasfaser-Ausbau weiter massiv vorantreiben werden. Wir wollen die Projektträger – anders als der Bund – nicht mit den ständig steigenden Baukosten im Regen stehen lassen", erläuterte Buchholz weiter.

Die Landesregierung hatte im Zuge des Nachtragshaushalts die Breitbandmittel für 2019 um weitere 8,2 Millionen Euro aufgestockt.

Klare Ziele

Schleswig-Holstein habe sich ein klares Infrastrukturziel gesetzt, sagte Buchholz, nämlich den weitgehend flächendeckenden Ausbau mit Glasfaser bis 2025. Angesichts der stark gestiegenen Tiefbaukosten und der teuren Erschließung der Außenlagen werde die Umsetzung der kommunalen Vorhaben aber immer schwieriger. Mit Blick auf die Kapazitätsgrenzen der Baubranche regte Buchholz deshalb an, dass die Kommunen auch über die Einbeziehung kommunaler Bauhöfe oder örtlicher Landwirtschaftsmaschinenringe nachdenken sollten: "Denn auch hier ist eine Menge Kompetenz zu finden."

Kritik am Bund

Kritik übte der Minister an der hartnäckigen Weigerung des Bundes, seine Breitband-Förderquoten aufzustocken: "Auf Initiative Schleswig-Holsteins hat inzwischen auch der Bundesrat höhere Quoten gefordert. Wenn sich der Bund aber weiter verschließt, dann drohen Projekte zu scheitern, obwohl genügend Bundesmittel zur Verfügung stehen und diese nicht einmal vollständig abfließen."

Glasfaserausbau geht zügig weiter

Nach den aktuellen Daten des Breitband-Kompetenzzentrums Schleswig-Holstein (BKZ.SH) können inzwischen in Schleswig-Holstein 40 Prozent aller Haushalte mit Glasfaser versorgt werden, der Bundesdurchschnitt liegt bei 8,5 Prozent. Bis 2022 soll eine Versorgungs-Quote von 62 Prozent erreicht sein.

Ausbaustand (PDF 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)

Akteure beim Ausbau (PDF 1MB, Datei ist nicht barrierefrei)