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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Mehr Arbeitsplätze durch Ansiedlung

Datum 06.02.2019

Die Ansiedlungsbilanz 2018 fällt positiv aus: Knapp 2.000 neue Arbeitsplätze entstehen in Schleswig-Holstein.

Insgesamt 132 Unternehmen – davon 15 aus dem Ausland – entschieden sich 2018 für eine Ansiedlung in Schleswig-Holstein. Dadurch werden mittelfristig 1.927 zusätzliche Arbeitsplätze im echten Norden entstehen. 67 Prozent sind dem Dienstleistungssektor zuzuordnen, 21 Prozent dem Handel und zwölf Prozent stammen aus dem produzierenden Gewerbe.

"Diese Ansiedlungsbilanz steht erneut für Stabilität und Kontinuität. Schleswig-Holstein behauptet sich kontinuierlich im zunehmend schwierigen, globalen Wettbewerb um die besten Standorte. Der WTSH ist es gemeinsam mit den regionalen Wirtschaftsfördergesellschaften gelungen, Schleswig-Holstein als attraktiven Wirtschaftsstandort zu positionieren", sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz.

Mehr Arbeitsplätze

Besonders erfreulich daran: Die Anzahl der neu geschaffenen Arbeitsplätze lag um zwölf Prozent über dem Vorjahreswert (1.715 Arbeitsplätze). Nach den Worten von WTSH-Chef Dr. Bernd Bösche hänge dies mit der wachsenden Betriebsgröße der angesiedelten Unternehmen zusammen: "Im vergangenen Jahr haben sich mehr größere Firmen für einen Standort im echten Norden entschieden. Während wir 2017 durchschnittlich elf Arbeitsplätze pro neu angesiedeltem Unternehmen verzeichnen konnten, sind es für 2018 rund 15 Arbeitsplätze pro Unternehmen." Im vergangenen Jahr konnten insgesamt fünf Firmen mit mehr als 100 Mitarbeitern gewonnen werden, während es im Vorjahr lediglich drei waren.

Jobmotor Tourismus

In der Tourismuswirtschaft entstehen allein durch die Ansiedlung zehn neuer Hotels 409 Arbeitsplätze. In Büsum wird beispielsweise am jetzigen Standort des Vitamaris ein neues Vier-Sterne-Hotel mit mehr als 110 Zimmern errichtet. Mittelfristig sollen hier 120 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Das Projekt wird im Rahmen der einzelbetrieblichen Investitionsförderung mit 2.975.000 Euro aus dem Landesprogramm Wirtschaft (LPW) gefördert. In Flensburg-Sonwik entsteht das James Hotel mit 76 Zimmern und mittelfristig 110 Arbeitsplätzen.

Starke Logistik

Auch im Bereich der Logistik gibt es eine Steigerung zu verzeichnen: In acht neu angesiedelten Unternehmen werden 373 Arbeitsplätze entstehen. So wird allein das Logistik-Unternehmen HTDL (Hamburger Transport- und Dienstleistungen) im Kreis Stormarn 150 Arbeitsplätze schaffen. Das Familienunternehmen, gegründet 2012 in Hamburg, plant in Siek die Errichtung einer Umschlagshalle von ungefähr 1.500 Quadratmetern. HTDL arbeitet unter anderem für Amazon und Hermes. Die Arbeitsplätze verteilen sich auf Disposition, Abwicklung, Administration, Werkstatt und Fahrdienst.

Neben dem Logistikunternehmen HTDL konnte der Kreis Stormarn eine Reihe weiterer interessanter Investitionen an sich binden. Der wirtschaftsstärkste Kreis des Landes zog 2018 vor allem Hamburger Unternehmen an.

Zuwachs bei der Digitalen Wirtschaft

In der Digitalen Wirtschaft sollen landesweit 220 Arbeitsplätze in 32 Unternehmen entstehen. Dies sind 24 Prozent der Gesamtzahl der angesiedelten Unternehmen. Ihre Bandbreite reicht von Online-Marketingdienstleistungen bis hin zur Softwareentwicklung für die Immobilienbranche. Rund ein Drittel dieser neu angesiedelten Unternehmen sind Start-ups und Gründungen. "Es ist besonders erfreulich, dass gerade im Bereich der Digitalen Wirtschaft so viele Gründungen zu verzeichnen sind. Wir wollen Schleswig-Holstein zu einem echten Gründerland entwickeln. Die Digitalisierung spielt dabei eine wichtige Rolle. Sie ist eine Riesenchance für Start-ups und kreative Köpfe. Wir brauchen junge Gründerinnen und Gründer", sagte Wirtschaftsminister Buchholz.

Dänemark ist neue Nummer 1

Die Anzahl der Ansiedlungen aus dem Ausland ist mit 15 Unternehmen mit dem Vorjahr (17 Unternehmen) nahezu identisch. Sechs Unternehmen stammen aus Dänemark, vier aus China und jeweils ein Unternehmen aus den Niederlanden, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Schweden, Großbritannien und Kanada. Damit löst Dänemark den Top Investor China, konstanter Spitzenreiter seit 2012, ab. Die Bandbreite bei den dänischen Ansiedlungen reicht hier vom Logistikunternehmen über Online-Dienstleistungen bis hin zum Großhandel.