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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Landesstraßen bis 2030 instand setzen

Datum 29.10.2018

Das Land dehnt seine Sanierungsoffensive aus und wird in den nächsten vier Jahren intensiv Straßen, Radwege und Brücken erneuern.

Vor einem Jahr fiel der Startschuss für die Sanierungsoffensive des rund 3.500 Kilometer umfassenden Landesstraßennetzes. In einer Pressekonferenz hat Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz nun gemeinsam mit dem Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Schleswig-Holstein (LBV.SH), Torsten Conradt, die Entwicklungsstrategie sowie den Zustandsbericht für das Landesstraßennetz vorgestellt. Nach 2014 ist dies der zweite Zustandsbericht über die Landesstraßen im echten Norden.

Sanierungen dringend notwendig

Aktuell sind mehr als 950 Kilometer der Landesstraßen dringend sanierungsbedürftig, rund 900 Kilometer davon sollen in den kommenden vier Jahren erneuert werden. Hinzu kommen Sanierungen von mehr als 400 Kilometer Radwegen und mehr als 50 Brücken. Dafür stellt die Landesregierung allein bis 2022 rund 360 Millionen Euro zur Verfügung. Parallel dazu soll das bereits auf 65 Mitarbeiter aufgestockte Personal in diesem Bereich mittelfristig nochmals deutlich erweitert werden. "Um den in Jahrzehnten aufgebauten gesamten Sanierungsstau von über einer Milliarde Euro zu beseitigen, haben wir in unserer Erhaltungsstrategie jährliche Investitionen von insgesamt 90 Millionen Euro bis zum Jahr 2030 festgeschrieben", sagte dazu Verkehrsminister Buchholz.

Drei Männer vor einer Schautafel mit Diagrammen, einer zeigt auf eine Darstellung Pressekonferenz zum Landesstraßenzustandsbericht (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Experte Köster (l.) vom LBV.SH gemeinsam mit Minister Buchholz (M.) und LBV-Chef Conradt bei der Pressekonferenz in Kiel. © Verkehrsministerium

"Verjüngungskur" – nicht nur für Straßen

Nach der jüngsten Analyse hat sich die Qualität der Landesstraßen in den vergangenen vier Jahren nur marginal verbessert: von 31 Prozent schlechter Straßen auf 27 Prozent. Für Buchholz und LBV.SH-Chef Conradt besteht damit weiterhin akuter Handlungsbedarf. Laut LBV.SH-Straßenbauexperte Christoph Köster müssten bis 2022 insgesamt knapp 900 Kilometer saniert werden, um die Landesstraßen bis 2030 auf Normalnull zu bringen. Auch die gut 660 landeseigenen Brücken benötigten in den kommenden Jahren dringend eine Verjüngungskur.

Prioritäten setzen

Für die mittelfristige Erhaltungsstrategie bis 2022 wurden 190 Einzelvorhaben identifiziert, die vom LBV.SH vordringlich umgesetzt werden müssen: "Wir haben eine faktenbasierte Dringlichkeitsbewertung vorgenommen", erklärte der Minister. "Das bedeutet: Jede schlechte Straße kommt dran, aber in einem Ranking nach objektiven Kriterien."

Erhaltungsinvestitionen verdoppelt

Der Minister erinnerte daran, dass die Landesregierung die Erhaltungsinvestitionen für die Landesstraßen im Vergleich zur letzten Legislaturperiode mehr als verdoppelt habe. "Wenn wir und künftige Landesregierungen diesen Kurs beibehalten, dann werden unsere Landesstraßen im Jahr 2030 wieder nahezu flächendeckend in Ordnung sein", sagte Buchholz. 

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Strategie zur Entwicklung der Landesstraßen in Schleswig-Holstein 2019–2030 (PDF 539KB, Datei ist nicht barrierefrei)

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