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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Beitrag zum Klimaschutz

Datum 19.10.2018

Die Verkehrsministerkonferenz in Hamburg stimmt Schleswig-Holsteins Vorschlag zu, wie die CO2-Emissionen im Verkehrssektor gesenkt werden können.

Elektromobilität ist ein wichtiger Faktor, um die CO2-Emissionen im Verkehrssektor zu senken. Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor werden allerdings noch lange den Großteil der Fahrzeugflotten in der EU ausmachen. Deshalb schlägt Schleswig-Holstein vor, nicht nur auf batteriebetriebene Fahrzeuge zu setzen, sondern auch synthetische Kraftstoffe in den Blick zu nehmen. Einen entsprechenden Antrag hat Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz im Rahmen der zweitägigen Konferenz der Verkehrsminister der Länder (VMK) in Hamburg eingebracht. Dieser wurde mit großer Mehrheit angenommen.

EU-Verordnung zur Reduzierung von Abgasemissionen

Der Antrag zielt auf die sogenannte EU-Flottenemissionsverordnung ab. Darin sind Regulierungen vorgesehen, die den CO2-Ausstoß von Pkw und leichten Nutzfahrzeugen spürbar verringern sollen. Nach derzeitigem Stand wird allerdings an der „tank-to-wheel“-Systematik festgehalten, was übersetzt bedeutet, dass man sich darauf beschränkt, zu überprüfen, ob das jeweilige Fahrzeug einen Auspuff hat oder nicht. Fahrzeuge ohne Auspuff  werden positiv auf die CO2-Bilanz der gesamten Flotte eines Autoherstellers angerechnet, Fahrzeuge mit Auspuff negativ. Dabei können auch synthetische Kraftstoffe bei Verbrennungsmotoren zu einer deutlichen CO2-Reduktion führen. Schleswig-Holstein setzt sich deshalb dafür ein, dass auch diese Variante mit angerechnet werden kann.

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz

Synthetische Kraftstoffe bieten die Chance, CO2-Emissionen der Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor spürbar zu senken.

Dr. Bernd Buchholz

Verkehrsminister Dr. Bernd Buchholz sagte auf der Konferenz in Hamburg: "Wir müssen hier unbedingt technologieoffen ans Werk gehen und alle Möglichkeiten einbeziehen, die langfristig zu einer Abgasreduzierung beitragen können.

Wirtschaft kann profitieren

Buchholz zeigte sich überzeugt: Wirtschaftspolitisch würde mit der Anrechnung ein neuer Industriezweig angeschoben – mit Potenzial für neue Arbeitsplätze und zusätzliche Wertschöpfung. Es entstünde ein bedeutender Markt, von dem heimische Unternehmen profitieren können. „Schleswig-holsteinische Unternehmen haben sich schon auf den Weg gemacht, den ‚sauberen‘ Strom aus Windkraft für andere Anwendungen zu nutzen. Da steckt aber noch viel mehr Potenzial für unsere Wirtschaft drin.