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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Allianz fürs Breitband

Datum 03.07.2018

60 Unternehmen und Institutionen vereinbaren ein Bündnis für den Glasfaserausbau in Schleswig-Holstein.

In einem Treppenhaus stehen zahlreiche Männer und Frauen, einige halten eine Mappe in den Händen. Unterzeichner des Bündnisses für Glasfaserausbau (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Die Unterzeichner des Bündnisses für Glasfaserausbau © Foto: Sven Janssen, Kiel

Breite Allianz, klares Ziel: Um den flächendeckenden Ausbau des Glasfaser-Netzes in Schleswig-Holstein noch dynamischer voranzutreiben, haben sich gestern in Kiel Vertreterinnen und Vertreter von 60 Unternehmen und Institutionen zu einem "Bündnis für den Glasfaserausbau Schleswig-Holstein" zusammengeschlossen.

Glasfaserland Nummer 1

"In dieser Allianz wird jeder nach seinen Möglichkeiten dazu beitragen, dass wir 2025 den flächendeckenden Ausbau schaffen", sagte Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz bei der Unterzeichnung des entsprechenden Memorandums. "Schleswig-Holstein ist mit 35 Prozent anschließbarer Haushalte bereits heute das Glasfaserland Nummer 1 in Deutschland, im Bund sind es gerade einmal acht Prozent", so der Minister.

Bei dem Memorandum handelt es sich um eine freiwillige Selbstverpflichtung der Anbieter, ohne in deren Unabhängigkeit und in den Wettbewerb einzugreifen. Der Breitbandausbau ist nämlich zunächst einmal eine privatwirtschaftliche Angelegenheit. Fördermittel sollen nur dann eingesetzt werden, wenn es keine privatwirtschaftliche Lösung gibt.

Bündnis soll Ausbau beschleunigen

Minister Buchholz sagte zum neuen Bündnis: "Bis 2020 werden wir mit den laufenden Ausbauprojekten in Schleswig-Holstein die Hälfte unserer Haushalte erschließen können, bis 2022 etwa knapp zwei Drittel. Ich erwarte, dass es uns mithilfe der unterzeichnenden Akteure gelingt, diesen Prozess weiter zu beschleunigen." Als bedauerlich bezeichnete es der Minister, dass sich vor allem zwei große Telekommunikationsunternehmen nicht für eine Unterschrift entscheiden konnten. "Ich hoffe aber, dass dies erstens nicht das letzte Wort war. Und zweitens, dass die Unternehmen trotzdem im Sinne des Memorandums agieren werden." Fünf weitere Unternehmen prüfen aktuell noch ihren Einstieg in das Bündnis. 

Weiße Flecken

Wie Buchholz weiter sagte, solle innerhalb des Bündnisses vor allem besprochen werden, wie die 2022 noch verbleibenden rund 38 Prozent der schleswig-holsteinischen Haushalte ebenfalls mit Glasfaser erschlossen werden können. Die "weißen Flecken" auf der Karte der Glasfaser-Versorgung sind dabei vor allem die größeren Städte, gar nicht so sehr der ländliche Raum. Denn in den Städten und Ballungszentren scheint die Versorgung ausreichend zu sein. Für die kräftig wachsende Datenmengen der Zukunft reichen die heute verfügbaren Leitungen aber nicht aus. Deshalb ist auch hier Glasfaser die beste Technologie.