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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Unternehmensnachfolge leichter gemacht

Datum 13.06.2018

Das eigene Unternehmen in andere Hände zu geben fällt nicht leicht. Ein neues Programm samt Webseite hilft nun dabei.

Kleine Gruppe von Männern drücken gemeinsam auf einen Startknopf Start des neuen Programms zur Unternehmensnachfolge (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster).Freuten sich über das neue Angebot (v.l.n.r.): H.-P. Petersen (Bürgschaftsbank),E Westermann-Lammers (IB.SH), N.T. Jarck (IHK Lübeck), Minister Buchholz, A. Katschke (HWK Lübeck) © Wirtschaftsministerium

Bei zahlreichen Unternehmen der mittelständischen Wirtschaft stellt sich früher oder später die Frage, wer es weiterführt. Die Regelung der Unternehmensnachfolge ist neben dem Fachkräftemangel eines der drängendsten Themen. Deshalb wollen das Land, die Förderbanken und die Kammern mit einem neuen Förderprogramm die Generationenübergänge in schleswig-holsteinischen Unternehmen begleiten und verbessern.

Gemeinsam mit Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz stellten der Vorstandsvorsitzende der Investitionsbank Schleswig-Holstein (IB.SH), Erk Westermann-Lammers, und Andreas Katschke, Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer Lübeck, das Konzept nun der Öffentlichkeit vor. Es ist ein weiterer Baustein in der 2017 gestarteten Beteiligungskapital-Offensive des Landes.

Neues Programm "Unternehmensübernahme Plus"

"Es geht vor allem darum, größere Mittelstandsunternehmen samt zugehöriger Arbeitsplätze und Know-how im Land zu halten. Denn immer dort, wo sich kein geborener Nachfolger findet, ist die Gefahr groß, dass ein Betrieb von Investoren aufgekauft, zur verlängerten Werkbank degradiert oder sukzessive ausgehöhlt wird", sagte Buchholz. Das Programm "Unternehmensübernahme Plus" erlaube eine Ausweitung der Eigenkapitalfinanzierung: "Wir verdoppeln den Eigenkapitalbetrag von bislang drei auf sechs Millionen Euro und tragen so den Anforderungen an höhere Kaufpreisfinanzierungen Rechnung", erläuterte der Minister.

Der IB.SH-Vorstandsvorsitzende Westermann-Lammers ergänzte, dass dadurch Übernahmen im Wert von bis zu 30 Millionen Euro ermöglicht würden. Von dem zusätzlichen Risiko tragen das Land und die IB.SH jeweils 40 Prozent, MBG und Bürgschaftsbank jeweils 10 Prozent. Mittel aus diesem Förderprodukt sind bei der MBG zu beantragen.

Unternehmen und potentielle Nachfolger vernetzen

Ergänzend zum neuen Programm haben die Förderinstitute gemeinsam mit den Kammern auch eine Internetseite zur Unternehmensnachfolge eingerichtet. Sie bietet sowohl praktische Informationen als auch Ansprechpersonen. Dabei richtet sie sich an Unternehmen, die eine Nachfolge suchen und an Personen, die ein Unternehmen übernehmen möchten. Es ist ein Service der schleswig-holsteinischen Handwerkskammern und Industrie- und Handelskammern gemeinsam mit den drei Förderinstituten des Landes IB.SH, MBG und Bürgschaftsbank.

www.unternehmensnachfolge-sh.de