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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

100.000 Euro für Integrationsprojekt

Datum 16.04.2018

"Welcome-Job SH" ist ein vom Land gefördertes Projekt, das arbeitsuchende Geflüchtete und Unternehmen besser in Kontakt bringt.

Vier Menschen vor Gemüseregalen blicken zur Kamera, zwei halten eine Mappe Förderbescheidübergabe an gefas (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Bescheidübergabe am Arbeitsort (v.l.n.r.): A. Rüther, Warenhausleitung famila Kiel-Wik, A. Leshi, in Verkäuferausbildung, Staatssekretär Dr. Rohlfs und Sebastian Schulze, Geschäftsführer gefas. © Land SH

Um Geflüchtete dauerhaft und gut in die Gesellschaft zu integrieren, ist es besonders wichtig, ihnen den Zugang zum deutschen Arbeitsmarkt zu erleichtern. Allerdings gibt es zurzeit noch kein hinreichendes System, das arbeitssuchende Geflüchtete und Arbeitgeber mit Fachkräftebedarf im echten Norden zusammenbringt.

Welcome-Job SH

Diese Lücke soll nun das Projekt "Welcome-Job SH" schließen, das die Gesellschaft für Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik – Institut des UV Nord e.V. (gefas) gemeinsam mit der Regionaldirektion Nord der Bundesagentur für Arbeit entwickelt hat. Damit sollen Kontaktveranstaltungen für Geflüchtete und Unternehmen angeboten werden, die individueller gestaltet sind als die üblichen Jobmessen. Arbeitsstaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs übergab den Projektverantwortlichen einen Förderbescheid über rund 100.000 Euro.

"Die Projektidee zu 'Welcome-Job SH' hat uns überzeugt. Es ist ein Weg, das 'Matching' verbessern, also arbeitssuchende Flüchtlinge mit den richtigen Arbeitgebern zusammenzubringen", sagte Rohlfs bei der Bescheidübergabe. "Flüchtlinge beim Zugang zu sozialversicherungspflichtiger Arbeit zu unterstützen, führt dazu, sie erfolgreich zu integrieren und ihnen eine neue Heimat bei uns im echten Norden zu geben."

Portraitfoto Dr. Thilo Rohlfs

Wir müssen alle Anstrengungen im Land nutzen, das "Matching" zu verbessern - also arbeitssuchende Flüchtlinge mit den richtigen Arbeitgebern zusammenzubringen.

Dr. Thilo Rohlfs

Gut qualifizierte Arbeitskräfte

Aktuell gibt es mehr und mehr Geflüchtete, die nach erfolgreichem Abschluss der Integrations- und Sprachkurse grundsätzlich qualifiziert und in der Lage wären, eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung aufzunehmen. Auf der anderen Seite suchen dank der guten konjunkturellen Lage und der niedrigen Arbeitslosenzahlen schon jetzt viele Unternehmen Personal. Das erhöht die Bereitschaft der Personalverantwortlichen in ihren Betrieben, Menschen mit Fluchthintergrund einzustellen.

Intensiver Austausch in kleinem Rahmen

"Welcome-Job SH" organisiert regionale Kontaktveranstaltungen für Geflüchtete und Arbeitgeber, um die Schnittstelle zum ersten Arbeitsmarkt für Geflüchtete zu verbessern. Schleswig-holsteinische Arbeitgeber bekommen die Möglichkeit, ihr Unternehmen und die offenen Stellen persönlich zu präsentieren und damit Arbeitsuchende auf ihr Unternehmen aufmerksam zu machen. Zudem kann so eine zunehmende Sensibilisierung der Personalverantwortlichen für das Thema geschaffen werden. Die Veranstaltungen sollen in einem kleinen Rahmen stattfinden und einen intensiven Austausch fördern.

Quelle: u.a. gefas