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Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Digital im Meer unterwegs

Datum 08.02.2018

Zum Schutz der maritimen Umwelt kann die Digitalisierung viel beitragen. Die technologischen Möglichkeiten zeigte nun ein Kongress auf.

Frontblick auf Fensterluke und Scheinwerfer eines Forschungs-Tauchbootes Deutschlands einziges bemanntes Forschungstauchboot 'Jago' (Helmholtz-Zentrum Geomar) (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Deutschlands einziges bemanntes Forschungstauchboot 'Jago' (Helmholtz-Zentrum Geomar) © M. Staudt / grafikfoto.de

Die Meere von Müll und Munition zu säubern und der Menschheit das Meer als Ressource für Ernährung, Energie und Rohstoffe zu erhalten ist eine Kernaufgabe von Wissenschaft und Wirtschaft. Auf dem Kongress "Maritime Zukunft gestalten – Innovative Dienstleistungen und Technologien made in Schleswig-Holstein" legte auch Technologie-Staatssekretär Dr. Thilo Rohlfs den Fokus auf dieses Thema.

Digitale Kommunikation unter Wasser verbessern

"Nur wenn es uns rasch gelingt, die Kommunikation auch unter Wasser zu verbessern, werden wir den Wettlauf gegen die Meeresverschmutzung gewinnen", sagte Rohlfs bei der Eröffnung in Kiel. Dazu sei unter dem Dach der Landesinitiative "Zukunft Meer" jetzt ein Bündnis aus Helmholtz-Gemeinschaft, Fraunhofer-Gesellschaft sowie Hochschulen und Wirtschaft im Land geschmiedet worden.

Für einen effektiven Meeresschutz ist nicht nur die Kontrolle großflächiger Unterwassergebiete zur Beseitigung von Plastikmüll und Munition erforderlich. Es geht auch um eine autonome Überwachung und Erkundung der maritimen Umwelt bei der Inspektion von beispielsweise Offshore-Windenergieanlagen, Seekabeln oder Pipelines. "Unser Ziel ist es, Forschungsergebnisse schneller in industrielle Anwendungen zu verwandeln", erklärte der Staatssekretär vor rund 120 Experten der Branche.

Portraitfoto Dr. Thilo Rohlfs

Wir müssen in Zukunft auch unter Wasser deutlich digitaler werden – und das möglichst schnell.

Dr. Thilo Rohlfs

In der Tiefsee funktioniert GPS nicht

Kommunikation unter dem Meeresspiegel gestaltet sich deutlich schwieriger als etwa in den mobilen Funknetzen an Land, da Wasser eine extrem dämpfende Wirkung auf elektronische Signale hat. "In der Tiefsee herrscht nicht nur absolute Finsternis, hier funktionieren bislang auch weder GPS noch WLAN – aber genau so etwas brauchen wir, wenn wir eine autonome Überwachung der Meere erreichen oder die Schwarm-Intelligenz von Robotern einsetzen wollen", stellte Rohlfs fest.

Redner im Anzug am StehpultStaatssekretär Dr. Thilo Rohlfs bei der Eröffnung des Kongresses in Kiel. © Wirtschaftsministerium

Studie soll Möglichkeiten aufzeigen

Um auf diesem Forschungsfeld rasch voran zu kommen, hat sich ein Konsortium für eine Studie gegründet: Die Unternehmen "CPL Competence in Ports and Logistics GmbH" (Lübeck), SCOPE Engineering GmbH (Kiel), UBS Unternehmens-Beratung Schümann GmbH (Barmstedt) und das Büro für Umwelt und Küste (Kiel) haben sich zusammengeschlossen, um maritime Kompetenzen im Land künftig zu bündeln und Synergien zu nutzen. Die Studie soll Potenziale ermitteln, erste konkrete Projektansätze skizzieren sowie Standorte prüfen.

Viele Kompetenzen sind im Land schon vorhanden

Der Staatssekretär erinnerte daran, dass bereits erhebliche Kompetenzen auf diesem Feld in Schleswig-Holstein vorhanden seien: So beschäftige sich unter anderem auch die schleswig-holsteinische Geschäftsstelle des Maritimen Clusters Norddeutschland (MCN) mit Innovationen und Standards intelligenter Meerestechnik sowie der Vernetzung in den Bereichen Kommunikation und Navigation.