Landesportal Schleswig-Holstein

Diese Webseite verwendet Cookies und das Webanalyse-Tool Matomo. Wenn Sie durch unsere Seiten surfen, erklären Sie sich hiermit einverstanden. Eine Widerspruchsmöglichkeit gibt es hier.

Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz
Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

© M. Staudt / grafikfoto.de

Starke Werften

Datum 01.12.2017

Sie sind der Kern der maritimen Wirtschaft: Minister Buchholz hat vier große Werften in Schleswig-Holstein besucht.

Drei Personen mit Sicherheitsschwimmwesten auf einem Außengelände Minister Buchholz bei der Werft Nobiskrug (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Der Minister bei der Werft Nobiskrug mit Wencke Busch (Azubi Industriekauffrau) und Marco Scharbau (Schiffsbetriebstechniker) © Wirtschaftsministerium

Fünf Monate nach seinem Amtsantritt hat Wirtschaftsminister Dr. Bernd Buchholz vier der größten Werften des Landes besucht.

Neben dem letzten Neubaubetrieb an der Westküste, der Peters-Werft in Wewelsfleth, besuchte er die Firmen Lürssen-Kröger (Schacht-Audorf), die zu "German Naval Yards" gehörende Rendsburger Werft Nobiskrug und die Flensburger Schiffbaugesellschaft (FSG). Bei der Kieler Werft tkms war Buchholz im Zusammenhang mit U-Boot-Großaufträgen bereits im Sommer zu Gast gewesen.

Umsatzstarke High-Tech-Industrie

"Der Schiffbau bildet zweifellos den Kern unserer maritimen Wirtschaft in Schleswig-Holstein – und zwar als eine High-Tech-Industrie, die mit ihren rund 5000 Beschäftigten und Jahresumsätzen von durchschnittlich 1,5 Milliarden Euro den Vergleich mit der Luft- und Raumfahrtindustrie keineswegs zu scheuen braucht", sagte der Minister. Auch die Auftragslage sei in allen Fällen überaus stabil – sowohl im Neubau als auch im Reparaturgeschäft. Und teils auch "spektakulär", so Buchholz mit Blick auf die derzeitige Restaurierung der Viermastbark "Peking" in Wewelsfleth.

Portraitfoto Dr. Bernd Buchholz

Man erkennt, dass hier nahezu überall etwas für den Weltmarkt produziert wird, das die Kunden in so hoher Qualität woanders nicht bekommen.

Dr. Bernd Buchholz

Nach den Worten von Buchholz hätten alle Betriebe durch frühzeitige Spezialisierungen – angefangen von besonders umweltfreundlichen RoRo- und RoPax-Fähren in Flensburg bis hin zu einzigartigen Megayachten aus Rendsburg, Kiel und Wewelsfleth – rechtzeitig ihre Marktnischen gefunden und sich trotz des hohen Wettbewerbsdrucks erfolgreich darin behauptet.

O-Ton

Minister Buchholz sagte am Rande seiner Werftentour:

Kein Schiffbau ohne Zulieferer

Mit Blick auf die Rolle der Werften für den gesamten Wirtschaftsstandort Schleswig-Holstein erinnerte der Minister an die starke Zulieferindustrie: "Immerhin tragen zu rund 70 Prozent der Wertschöpfung beim Bau eines modernen Schiffes die Zulieferfirmen bei."

Land fördert Innovationen

Vom Land werden die Werften vor allem durch das Förderprogramm "Innovativer Schiffbau" unterstützt, das eine Förderung der industriellen Anwendung von Produkten und Verfahren beim Neubau, Umbau und bei der Reparatur von Schiffen ermöglicht. "Die Förderung mindert damit die hohen technischen und wirtschaftlichen Risiken der Werften beim Bau von Prototypen, die im Schiffbau immer zugleich auch kommerziell verwertet werden müssen", so Buchholz.

Ein aktueller Förderschwerpunkt sei derzeit die Entwicklung und Implementierung umweltfreundlicher Antriebe. So wurde beispielsweise der Bau einer der ersten LNG-getriebenen Passagierfähren in Schleswig-Holstein gefördert. Im laufenden Jahr hat Schleswig-Holstein knapp drei Millionen Euro an Innovationsförderung an die landeseigenen Werften ausgezahlt.