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Industrie im Fokus

Staatskanzlei

Industrie im Fokus

Datum 17.03.2017

Ministerpräsident Torsten Albig hat den zweiten Industriepolitischen Kongress der Landesregierung in Kiel eröffnet.

Publikum in einer Veranstaltungshalle Industriepolitischer Kongress - Publikum (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Gut 250 Gäste waren in der Halle 400 anwesend. © Wirtschaftsministerium

Erneut traf sich in der Halle 400 in Kiel, was industriepolitisch Rang und Namen hat. Im Fokus des zweiten Industriepolitischen Kongress der Landesregierung stand die Vorstellung der 29 Handlungsempfehlungen. Diese hatten Experten in Fachgruppen seit dem ersten Industriepolitischen Kongress in Büdelsdorf Ende 2015 erarbeitet, um die Industrie in Schleswig-Holstein voranzubringen und zukunftsfest aufzustellen.

Mit den Handlungsempfehlungen für die Bereiche Energie, Maritime Wirtschaft, Digitalisierung, Fachkräfte und Marketing hat das vor knapp anderthalb Jahren geschlossene "Bündnis für Industrie.SH" Eckpfeiler für die weitere Entwicklung des Industriestandortes Schleswig-Holstein gesetzt. Dieses dicke Paket bezeichnete Ministerpräsident Torsten Albig als "großartige Gemeinschaftsleistung von Wirtschaft, Gewerkschaften, Hochschulen, Kammern, Verbänden und Politik".

Torsten Albig

Es geht um 140.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer. Und für die setzen wir uns ein.

Torsten Albig

Albig sagte: "Es geht darum, Industrie – die schon lange nichts mehr mit Lärm und rauchenden Schloten zu tun hat – im Land zu halten und auszubauen. In der Industrie trifft Tradition auf Moderne." Das produzierende Gewerbe trage aktuell mit elf Milliarden Euro Jahresumsatz gut 15 Prozent zur Wertschöpfung im echten Norden bei. 140.000 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer seien dort beschäftigt.

29 Empfehlungen

Zweiter Industriepolitischer Kongress 2017

pdf Abschlussbericht Bündnis Industrie (PDF 849KB, Datei ist nicht barrierefrei)

Saubere Energie "veredeln"

Nach den Worten von Wirtschaftsminister Reinhard Meyer zeichne sich das "Bündnis für Industrie.SH" im Vergleich zu anderen Bundesländern unter anderem dadurch aus, dass die erneuerbaren Energien, insbesondere die Windenergie, einen großen Schwerpunkt bilden: "Wir wollen dabei kein Entwicklungsland sein, das nur sauberen Strom produziert und exportiert, sondern ihn veredeln und daraus Wachstum und Beschäftigung generieren. Wir haben den Weg zur Energiewende gerade einmal zu einem Drittel zurückgelegt, die technologischen wie wirtschaftlichen Spielräume bis zur Umsetzung der Klimaschutzziele sind also bei Weitem noch nicht ausgeschöpft."

Als Beispiele für die Handlungsempfehlungen der Arbeitsgruppen nannte Meyer Entwicklung und Produktion von Speichertechnologien und das Engagement für den Einsatz für verflüssigtes Gas (LNG) als ressourcenschonender Brenn- und Treibstoff. Auch das mit Hamburg gemeinsam auf den Weg gebrachte Energiewendeprojekt NEW 4.0, an dem über 60 Unternehmen beteiligt seien, biete die große Chance, wissenschaftliche Erkenntnisse auf diesem Feld in konkrete Energiepolitik und Wertschöpfung umzusetzen.

Starkes Bündnis

Das "Bündnis für Industrie.SH" war Ende 2015 auf Grundlage des industriepolitischen Leitbilds des Landes geschmiedet worden. Anschließend hatten fünf Fachgruppen nach und nach die Empfehlungen an die Landespolitik erarbeitet. Zum Industriebündnis gehören neben dem Land der DGB Nord, der UV Nord, die IG Metall Küste, die IHK Schleswig-Holstein sowie die vier Industrieverbände Nordmetall, Verband Deutscher Maschinen und Anlagenbauer, Verband für Schiffbau und Meerestechnik sowie der Bundesverband Windenergie in Schleswig-Holstein.