Grünes Licht für Breitbandstrategie
Minister Meyer erläutert den Breitbandausbau (r. Peter Höver, Sprecher Landespressekonferenz).
© Wirtschaftsministerium
Bis 2030 soll ganz Schleswig-Holstein mit der modernsten Glasfaserinfrastruktur Deutschlands abgedeckt sein. 1,3 Milliarden Euro werden in dieses Projekt investiert. Das Land und die wichtigsten Verbände und Akteure sind sich einig, dass das Breitbandprojekt eine wichtige und zukunftssichere Investition ist.
Schleswig-Holstein gut versorgt
Bereits jetzt sind 25 Prozent aller Haushalte schon ans Glasfasernetz angeschlossen. Bis 2022 sollen es 50 Prozent werden. Den Ländervergleich bräuchte man nicht zu scheuen, sagte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer: "Wir liegen aktuell mit einer Versorgungsquote von 73 Prozent an der Spitze der Flächenländer."
Sinnvolle Ergänzungen
Nachdem die Landesregierung die Fortschreibung der Strategie beschlossen und in die Anhörung der wichtigsten Verbände und Unternehmen gegeben hatte, haben nahezu alle Akteure ihre einhellige Zustimmung zur Zielrichtung gegeben. Einige Verbesserungsvorschläge wurden in das Projekt mit aufgenommen. So solle z. B. der Begriff "Glasfasernetz" durch "fiber to the home" ersetzt werden, um deutlich zu machen, dass der Anschluss wirklich bis zum Kunden gebracht werden soll. Bisherige Modelle wie Vectoring (bessere Verbindung durch bestehende Kupferleitungen) enden zumeist an den Bürgersteigen.
Wir sind mit unserer Glasfaserstrategie bundesweiter Vorreiter und schaffen damit die modernste Breitbandinfrastruktur in ganz Deutschland.
Andere Anregungen wurden nicht übernommen, so z. B. die Forderung, das Glasfaserziel durch ein Gigabitziel zu ersetzen. Man habe sich bewusst für ein Infrastrukturziel entschieden weil dies der einzig zukunftssichere Weg sei.
O-Ton
> Meyer im Interview mit der Presse:
Erfolgreiches Zusammenspiel
"Der Erfolg des Breitbandprojektes rührt auch daher, dass wir viele Akteure zusammen bekommen haben. Wir arbeiten zum Beispiel eng mit der Investitionsbank, den kommunalen Landesverbänden und den Stadtwerken zusammen, die sich alle für das Glasfasernetz einsetzen"
, erklärte Meyer.
Er betonte, dass das vom Bund vor anderthalb Jahren aufgelegte Förderprogramm sehr zu begrüßen sei und die schleswig-holsteinische Entwicklung unterstütze. Allerdings sei es wichtig, dieses Programm über 2018 hinauszuführen und stärker auf den so genannten FTTB (Fiber To The Building) /FTTH (Fiber To The Home)-Ausbau zu fokussieren