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Gesundheitsindustrie auf Erfolgskurs

Staatskanzlei

Gesundheitsindustrie auf Erfolgskurs

Datum 31.10.2016

Studie unterstreicht die Bedeutung von Medizintechnik, Biotech und Pharma im Norden.

Senator Horch, Dr. Hinrich Habeck, Minister Reinhard Meyer vor Aufstellern von Life Science Nord LSN Präsentation der Studie (Vergrößerung öffnet sich im neuen Fenster)Senator Horch, Dr. Hinrich Habeck, und Minister Reinhard Meyer (v.l.) bei der Präsentation der WiFOR-Studie © Markus Scholz

Die industrielle Gesundheitswirtschaft spielt in Hamburg und Schleswig-Holstein eine zunehmend wichtige Rolle: Sie beschäftigt rund 42 000 Menschen, erreichte im Jahr 2014 eine Bruttowertschöpfung von rund vier Milliarden Euro und wächst seit 2004 im Schnitt um 1,3 Prozent im Jahr.

Das hat eine Studie ergeben, die das Life Science Nord Cluster von dem unabhängigen Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR hat erstellen lassen. Damit wurden erstmals volkswirtschaftliche Branchendaten der Life Sciences für die Region Hamburg und Schleswig-Holstein ermittelt.

Bedeutende Wirtschaftskraft

Zur Gesundheitsindustrie gehören Medizintechnik, Biotechnologie und Pharmaindustrie. Diese Branchen sind vor allem geprägt von kleineren Unternehmen mit weniger als 250 Mitarbeitern, die sich stark aus der Region mit Vorleistungen versorgen, so die Studie. "Sie zeigt, dass in der industriellen Gesundheitswirtschaft überdurchschnittlich hohe Beiträge für Wachstum, Beschäftigung und Exporte geleistet werden", sagte der Hamburger Wirtschaftssenator Frank Horch (parteilos). Mit einer Bruttowertschöpfung von 1118 Euro je Einwohner belege die Region den dritten Platz unter den Bundesländern.

Reinhard Meyer

Den Wachstumstrend der Branche aufrecht zu erhalten ist eine wichtige politische Aufgabe, denn Investitionen in die Life Sciences bedeuten neben einem nachhaltigen Wirtschaftswachstum auch die Sicherung von Arbeitsplätzen.

Reinhard Meyer

Der ökonomische Fußabdruck

info Life Science Nord-Webseite

Zukunftsfähig aufgestellt

Mit den Ergebnissen der Studie bietet sich dem Cluster nun aufgrund dieser amtlichen und damit vergleichbaren Wirtschaftskennzahlen u.a. eine analytische Basis, um die Weichen für die positive Weiterentwicklung stellen zu können.

Hintergrund

  • Die Gesundheitswirtschaft ist eine der größten Branchen in Deutschland. Die industrielle Gesundheitswirtschaft (IGW) repräsentiert dabei insbesondere den produzierenden Teil und stellt einen hochproduktiven Bereich innerhalb der gesamten Branche dar. Das Wirtschaftsforschungsinstitut WifOR hat den etablierten Ansatz des "ökonomischen Fußabdrucks" länderübergreifend auf Hamburg und Schleswig-Holstein angewendet und so erstmals die enge wirtschaftliche Verflechtung der beiden Bundesländer dargestellt.
  • Life Science Nord ist das Cluster der biomedizinischen Branchen im Norden. Als zentrales Clustermanagement für "Life Science Nord" wurde die "Life Science Nord Management GmbH" gegründet. Deren Hauptaufgaben sind u.a. die Entwicklung länderübergreifender strukturbildender Projekte, Aufbau und Weiterentwicklung von Netzwerken, die Internationalisierung des Clusters sowie Marketing und Kommunikation.
  • Die WifOR GmbH ist ein unabhängiges Wirtschaftsforschungsinstitut mit den offiziellen Kooperationspartnern TU Darmstadt und TU Berlin. Die Forschungsschwerpunkte des Instituts liegen im Bereich der Gesundheitswirtschaft und Gesundheitsökonomie, der Arbeitsmarktforschung sowie branchenübergreifenden Wertschöpfungsanalysen.