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Finanzministerium

Portraitfoto Monika Heinold
Monika Heinold

Finanzministerin

© M. Staudt/grafikfoto.de

Weniger Defizit für 2020 als erwartet

Datum 15.01.2021

Finanzministerin Monika Heinold hat den vorläufigen Haushaltsabschluss 2020 vorgestellt. Das Minus fällt voraussichtlich geringer als erwartet aus.

"Solide Haushaltsplanung zahlt sich auch in der Krise aus", sagte Finanzministerin Monika Heinold zum vorläufigen Haushaltsabschlusses 2020 in Kiel. Nach aktuellen Hochrechnungen wird das Defizit rund sechs Milliarden Euro betragen – rund 700 Millionen Euro weniger als erwartet. "Durch das tatsächliche Steuerergebnis, die aktuelle Negativzinslage und sparsames Wirtschaften sind wir besser als erwartet durch das Corona-Jahr 2020 gekommen."

Besseres Steuerergebnis und sparsames Wirtschaften

Vor der Corona-Pandemie hatte das Land mit einem Plus von 27 Millionen Euro für 2020 geplant. Diese Planung musste mehrfach angepasst werden - zuletzt war das Land mit dem vierten Nachtragshaushalt von einem Defizit in Höhe von rund 6,7 Milliarden Euro ausgegangen.

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Solide Haushaltsplanung zahlt sich auch in der Krise aus.

Monika Heinold

Nun konnte das Finanzministerium das erwartete Minus nach unten korrigieren. Grund dafür ist, dass die Steuereinnahmen um rund 300 Millionen Euro besser ausfallen als erwartet. Außerdem habe das Land eingeplante Vorsorgen nicht benötigt und sehr sparsam gewirtschaftet, betonte Heinold. 

"Das Jahr 2020 war extrem herausfordernd und hat enorme Flexibilität erfordert. Mit Blick auf den Jahresabschluss kann ich sagen, dass wir zu jeder Zeit handlungsfähig waren und alle Herausforderungen gemeistert haben. Das ermutigt uns, das Land auch in 2021 mit Augenmaß und Ausgabedisziplin durch die Krise zu steuern", sagte die Finanzministerin.

200 Millionen für Impfen, Testen und Härtefallabdeckung

Mit dem Jahresabschluss konnte auch die Vorsorge für coronabedingte Mehrausgaben um rund 50 Millionen Euro aufgestockt werden. Damit stehen in den nächsten Jahren rund 200 Millionen Euro für Impfen, Testen und die Abdeckung von Härtefällen zur Verfügung.

Das Land hat in 2020 rund 670 Millionen Euro aus dem Notkredit in Höhe von 5,5 Milliarden Euro ausgegeben. Die restlichen Mittel stehen in den kommenden Jahren zur Verfügung, um Steuermindereinnahmen von Land und Kommunen abzufedern sowie die vom Landtag beschlossenen Vorhaben zu finanzieren.

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