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Ministerium für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

Porträt
Jan Philipp Albrecht

Minister für Energiewende, Landwirtschaft, Umwelt, Natur und Digitalisierung

© M. Staudt / grafikfoto.de

Erfolgreiche Zusammenarbeit

Datum 12.10.2021

Seit 30 Jahren setzen sich Deutschland, Dänemark und die Niederlande zum Schutz der Seehunde im Wattenmeer ein – die Population wächst.

Von Skallingen in Dänemark über Amrum bis zur Elbe und über Norderney bis nach Den Helder in den Niederlanden – im Nationalpark Wattenmeer fühlen sich Seehunde besonders wohl. Die Zahlen zeigen deutlich: Mit mehr als 28.300 Seehunden wurde 2020 ein neuer Höchststand im Wattenmeer beobachtet. 1999 waren es gerade einmal 15.200 Tiere. Die Population war durch schädliche Umwelteinflüsse und intensive Bejagung deutlich zurückgegangen. Seit 1974 dürfen Seehunde nicht mehr gejagt werden.

Trilateraler Artenschutz

Dass auch an Schleswig-Holsteins Nordseeküste immer mehr Seehunde leben, ist ein gemeinsamer Erfolg aller drei Länder. Sie hatten sich 1978 zur Trilateralen Kooperation zum Schutz des Wattenmeeres (TWSC) zusammengeschlossen und vor 30 Jahren das "Wadden Sea Seal Agreement" (WSSA) unterzeichnet, ein Abkommen zum Schutz der Seehunde.

"Schleswig-Holstein hat mit seinen umfassenden Schutzmaßnahmen dazu beigetragen, dass eine deutliche Erholung der Bestände zu verzeichnen und dieses trilaterale Schutzabkommen ein Erfolg geworden ist", sagte Umweltstaatssekretärin Dorit Kuhnt.

Schutzzonen und Liegeplätze

Seehunde, aber auch viele verschiedene Vogelarten und andere Tiere genießen im Wattenmeer besonderen Schutz. Genau diese Vielfalt macht den Nationalpark so einzigartig. Seit 2009 gehören das deutsche und niederländische Wattenmeer zum UNESCO-Weltnaturerbe. Der dänische Teil steht seit 2014 auf der Liste.

Im Wattenmeer gibt es viele Bereiche, in denen sie sich von Besucherinnen und Besuchern ungestört ausruhen und sich beispielsweise um ihren Nachwuchs kümmern können. Im schleswig-holsteinischen Teil ist die Jagd generell verboten und für Wasserfahrzeuge gelten Geschwindigkeitsbegrenzungen.

Darüber hinaus gibt es klare Regeln für die Aufzucht verletzter Tiere, die ausschließlich in bestimmten Einrichtungen gepflegt werden dürfen. In Schleswig-Holstein ist das die Seehundstation Friedrichskoog. Dort versorgen seit mehr als 35 Jahren Tierpflegerinnen und -pfleger kranke Seehunde sowie alleingelassene Jungtiere (sogenannte Heuler) und wildern sie nach der Aufzucht wieder aus.

Weitere Informationen über das Weltnaturerbe Wattenmeer

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